impressum kontakt drucken suchen
 
Startseite Die dbbj nrw Aktuelles Arbeitsfelder Seminare Fotoalben Downloads
"Russland? Was willst du denn in Russland?"
06.09.2007 [Ein Teilnehmerbericht von Christian Spormann]
Wie kommt man eigentlich auf die Idee mit der dbbj nrw nach Russland zu fahren? Das musste ich bei Freunden und Bekannten mehr als nur einmal erklären. Die hatten zumeist ziemlich abenteuerliche Vorstellungen vom "wilden Osten". Dabei war die Erklärung eigentlich relativ simpel:

komba jugend-Mitglied Christian Spormann (1. v.r.) reiste mit der dbb jugend nrw nach Russland
Beim letzten Besuch des russischen Jugendverbandes hier in NRW war ich zu einer Veranstaltung mit der Gruppe eingeladen worden. Dabei hatte ich auch erstmals von den internationalen Austausch­programmen der dbb jugend nrw erfahren. So nahm ich dann beim Gegenbesuch die Chance wahr, einmal als Gast in ein Land zu fahren, in dem ich sicherlich nie meinen normalen Urlaub verbracht hätte.

Und gelohnt hat es sich auf jeden Fall! Mit einer überschaubaren Gruppe von 6 Leuten ging es erst mal 2 Tage nach Moskau, wo wir den ganzen Tag von unseren Gastgebern vom russischen Jugendverband betreut und durch die pulsierende Metropole geführt wurden. An Größe und Attraktionen braucht sich Moskau hinter keiner anderen europäischen Großstadt zu verstecken.
Auch bei unserer Ankunft in Rostow am Don in Süd-Russland wurden wir herzlich in Empfang genommen. Da die russische Gruppe des vorhergehenden Besuchs größtenteils aus Rostow kam, war die Wiedersehens­freude groß. Und hier begann dann auch die Reise ins "wirkliche" Russland:
Mit einem Kleinbus wurden wir mitsamt unseren zwei Begleiterinnen vom russischen Jugendverband in den Norden des Verwaltungsbezirks Rostow gefahren. Wer schon einmal den russischen Verkehr erlebt hat, weiß, dass allein das schon ein Abenteuer für sich ist!

Die folgenden Tage waren dann das eigentliche Highlight der Reise. An jeder Schule, jedem Verein oder sonstigen Einrichtungen, die wir im Rahmen des Themas Jugendarbeit und Gesundheitsprävention besuchten, wurden wir mit einer Herzlichkeit und Freude empfangen, die man in Deutschland nur sehr selten erlebt. Auch die Identifikation und der Stolz auf die eigene Kultur der Heimatstadt und Region, die schon bei den Schülern der unteren Jahrgänge zu erkennen war, war für deutsche Verhältnisse ungewohnt.

Das brachte es mit sich, dass wir im Rahmen der Reise viel über die russische Geschichte, besonders die der Don-Kossacken lernten. Und wer kann schon von sich behaupten, bei russischen Volks- und Trinkliedern mit Sonnenuntergang im Rücken am Ufer des Dons gegrillt zu haben? So etwas kann man als Tourist nicht erleben, sondern nur als Freund.

Weit mehr als nur "Kalinka" vom Band: die Vertreter
der dbbj nrw erlebte russische Kultur hautnah

Der Name "Christian" scheint im Russischen mit
relativ wenig Vokalen auszukommen
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Reise bisweilen ziemlich abenteuerlich war, wir jedoch reichlich Spaß hatten und durch unsere Gastgeber die Chance bekamen, das Land und auch den Alltag dort näher kennen zu lernen. Darüber hinaus haben wir viele nette und herzliche Menschen getroffen, mit denen der Kontakt hoffentlich halten wird.

An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an unsere Betreuerinnen vom russischen Jugendverband, die uns während der ganzen Reise begleitet haben. Ohne sie wären wir auf Grund der Sprachbarrieren oft aufgeschmissen gewesen!

Zuletzt stellt sich daher auch nur noch eine Frage: In welches Land geht es als nächstes?