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Auf den Spuren der innerdeutschen Geschichte
03.04.2009 [Ein Teilnehmerbericht von Fabian Schütz]
Auf den Spuren der innerdeutschen Geschichte wandelten die 8 Teilnehmer/innen der Berlin-Exkursion der dbb jugend nrw vom 19.-21. März. Es war eine ganz besondere Möglichkeit, die deutsche Geschichte nach 1945 hautnah kennenzulernen.

An vielen Stellen in Berlin sind noch Überreste der deutsch-deutschen Mauer zu sehen
Die gut durchorganisierte und perfekt geplante Tour ließ für die Teilnehmenden keinen Wunsch offen. Referentin Claudia Stoll hatte sich im Voraus um alles gekümmert und führte uns sicher durch das Programm und durch Berlin. Bei der dbb jugend nrw-Exkursion konnte man Informationen über das übliche in der Schule vermittelte Wissen bekommen, die auf besonders fesselnde Art von Zeitzeugen vorgetragen wurden.

Der Donnerstag fuhren wir alle recht früh mit dem Zug von Köln nach Berlin. Die gemeinsame Anreise hatte den Vorteil, dass man sich schnell kennen lernen und erste Erwartungen austauschten konnte. In Berlin angekommen, bezogen wir die Jugendherberge Berlin International - für unsere Zwecke ideal, da sie ruhig, aber doch sehr zentral liegt. Am Nachmittag nahmen wir an der Führung „Die Mauer“ teil: zu Fuß durch Berlin, vorbei an den wichtigsten und bewegendsten Punkten. Nach einem gemeinsamen Abendessen schauten wir uns das abendliche Berlin an, um den doch anstrengenden Tag ruhig ausklingen zu lassen.

Freitag brachen wir nach dem Frühstück auf, um uns das Stasimuseum in den alten Gebäuden der Staatssicherheit anzusehen. Im Anschluss hatte unsere Referentin ein Essen in einer ehemaligen Häftlings­kantine mit Ostcharme organisiert. Mit der S-Bahn ging es nach Hohenschönhausen, dem früheren geheimen Stasigefängnis, von dem bis zur Wiedervereinigung niemand wusste - das Gelände war auf keiner Karte der ehemaligen DDR eingezeichnet. Von einem ehemaligen Stasihäftling wurden wir durch diese Gedenkstätte geführt. Sein Bericht war äußerst authentisch und nahe gehend. Niemand von uns konnte sich vorstellen, dass solche Machenschaften haarklein in den Stasi-Akten dokumentiert wurden und dass Menschen auch weit über Europas Grenzen hinaus von der Stasi beschattet wurden - jedes Detail wurde festgehalten! Nach dieser Führung ging es zurück zur Jugendherberge, um abends in die Ständige Vertretung zu gehen: eine Lokalität voller Bilder und den unterschiedlichsten Menschen.

Bei einem Besuch in Berlin darf eine Besichtigung des Reichstags natürlich nicht fehlen: die 9-köpfige Gruppe der dbb jugend nrw im Plenarsaal des Bundestags
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Am letzten Morgen war eine Führung im Reichstag geplant. Transfer und Termin waren wieder perfekt geplant, so dass einem reibungslosen Ablauf nichts im Wege stand. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, noch 3 Stunden Berlin zu erkunden. Ob Shopping, Sightseeing oder gemütlich etwas essen, das blieb jedem selbst überlassen. Gegen 15 Uhr ging es dann zurück in die Heimat, versorgt mit vielen interessanten Informationen und Eindrücken unserer Hauptstadt. An dieser Stelle vielen Dank an unsere Referentin Claudia, die immer perfekt vorbereitet war und uns sicher durch den Großstadtdschungel Berlin geführt hat!