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dbb jugend nrw betreibt Netzwerkpflege in Hückelhoven
19.04.2010  
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>>> Hier sind die Fotos vom Frühjahrs-LJA
Netzwerke pflegen, das letzte halbe Jahr Revue passieren lassen, die gewerkschaftlichen und jugendpolitischen Themen der nächsten Monate in Angriff nehmen: all das stand am 16./17. April auf dem Programm, als knapp 40 Vertreter/innen der Jugendgruppen der dbb jugend nrw zur Landesjugendausschuss-Fortbildungstagung (LJA) nach Hückelhoven kamen. Auch Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien waren diesmal wieder dabei.

Am 16./17. April trafen sich rund 40 Vertreter/innen
der Jugendgruppen der dbb jugend nrw zu ihrer
Landesjugendausschuss-Fortbildungstagung
in Hückelhoven
Gemeinsam mit den Delegierten und Gastdelegierten blickte die Landesjugendleitung (LJL) auf die Entwick­lungen des letzten halben Jahres zurück. Besonders die Einkommens­runde 2010 hatte die Arbeit des Verbandes zu Beginn des Jahres geprägt. Die Zukunft scheint aus gewerkschaftlicher Sicht nicht weniger turbulent zu werden, denn die nächste Ein­kommens­runde steht bereits vor der Tür, diesmal für die Beschäftigten der Länder. Die geplante Dienst­rechts­reform in NRW führte zu einer intensiven Diskussion darüber, wofür die dbb jugend nrw im Einzelnen eintreten soll.

Auch um jugend- und gesellschaftliche Themen ging es beim LJA. Die Vernetzung der Jugendvertreter/innen auf der Tagung half bei den Planungen, wie man die Jugendarbeit vor Ort effizienter gestalten kann. Auch das Seminarangebot der dbb jugend nrw zur Aus- und Weiter­bildung der Jugendleiter soll optimiert werden. Für diese Aufgabe ist zukünftig Phillip Kern (dbb-Kreis­jugend­gruppe Dortmund) verantwortlich, der als ko­optiertes Mitglied die LJL verstärken wird.
Um die Zukunft junger Menschen im Öffentlichen Dienst ging es dann auch ganz konkret bei der Podiums­diskussion der dbb jugend nrw unter dem Motto: „jung, ausgebildet, sucht...“. Passend zur anstehenden Land­tags­wahl am 9. Mai hatte die dbb jugend nrw Vertreter der Jugendorganisationen der NRW-Parteien zum Austausch der Positionen und Ideen geladen. Eike Block (Sprecher der Grünen Jugend NRW), Maximiliam Slawinski (FDP-Fraktionsmitglied im Aachener Stadtrat) und Sascha Vogt (stellv. Juso-Bundesvorsitzender) nahmen das Angebot gerne an und standen bei der von Hans-Joachim Klein (ehemalige LJL) souverän geleiteten Diskussion den engagiert mitdiskutierenden LJA-Teilnehmer/innen Rede und Antwort.

Diskutierten unter der Leitung von Achim Klein (2.v.l.):
Eike Block, Maximiliam Slawinski, Sascha Vogt, Markus Schallenberg (v.l.n.r.)
Sascha Vogt vertrat eine klare Position: "Ausbildung ist Pflicht - im Öffentlichen Dienst wie außerhalb! Dass das oftmals nicht geschieht, hängt mit der schwierigen finanziellen Lage der Kommunen zusammen“. Auch Eike Block bemängelt die Art und Weise, wie den Kommunen immer neue Aufgaben auferlegt würden, ohne dass sie dafür einen finanziellen Ausgleich bekämen: "Hier geht ein Teil der kommunalen Demokratie verloren!“. Maximilian Slawinski verwies auf die Finanzkrise und merkte an, dass die schwarz-gelbe Landesregierung durchaus dafür gesorgt habe, dass mehr Lehrer und Polizisten eingestellt worden seien. Doch damit gaben sich die LJA-Teilnehmer/innen nicht zufrieden: "Es ist viel zu einfach, alles auf die Finanzkrise zu schieben. Das ist eine Einstellungssache wie hier mit den Kommunen und den Bezirksregierungen umgegangen wird!“, so Sabrina Ricke, Mitglied der Landesjugendleitung.

Schnell rückten auch die von der FDP geplanten Steuersenkungen in den Mittelpunkt der Diskussion, die engagiert und teilweise hitzig, aber immer fair geführt wurde. Auch beim Thema Beamtenstatus gab es durchaus unterschiedliche Meinungen. Während Eike Block darauf hinwies, dass die Grüne Jugend NRW den Beamtenstatus durchaus in Frage stellt, wollte Sascha Vogt im Prinzip durchaus daran festhalten. Maximilian Slawinski überraschte den LJA mit einer eher FDP-untypischen Aussage als er klar bekannte: "Ich kann mir Deutschland ohne Beamte nicht vorstellen“.

Beste Stimmung bei der LJA-Abendveranstaltung
Wie genau die Erwachsenenparteien in NRW über verschiedene Fragen rund um den Öffentlichen Dienst und Jugendpolitik denken, darüber gibt übrigens der dbbjnrw-Parteiencheck Auskunft.

Mit spontanem Applaus bedachten die LJA-Teilnehmer die Entscheidung der LJL, Karneval im nächsten Jahr in Form einer Party auf einem Rheinschiff zu feiern. Der Termin steht schon fest und viele der Anwesenden trugen den 26. Februar schon mal in ihren Kalender ein. Und weil sich Netzwerke am besten in ungezwungener Atmosphäre pflegen lassen, gab es passend dazu abends eine kleinen Feier mit DJ AS, der den Anwesenden kräftig einheizte.