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Schmelztiegel Israel - dbb jugend nrw auf Tour
18.10.2010 Ein Teilnehmerbericht von Sabrina Deiter
Zu dem Thema „Herausforderungen in der multikulturellen Jugendarbeit“ fuhren acht Mitglieder der dbb jugend nrw vom 2.-9. Oktober nach Israel. Von den Eindrücken und Erfahrungen in diesem Land berichtet eine Teilnehmerin:

Die Delegation der dbb jugend nrw erlebte in Israel eine große Gastfreundlichkeit
Nach umfassenden Sicherheitskontrollen sowohl am Düsseldorfer Flughafen als auch bei der Ankunft in Tel Aviv wurden wir herzlich von unserer Partnerdelegation am Flughafen begrüßt und zu unserem Hotel in Jerusalem gebracht.

Nachdem der Sabbath am Sonntag vorbei war, begannen wir mit unserem Programm, das zunächst aus eindrucksvollen Sightseeing-Touren bestand. Neben Yad Vashem, dem größten Gedenkort für die Opfer des Holocausts, hatten wir die Möglichkeit, die Altstadt von Jerusalem zu besichtigen. Dort konnten wir zum ersten mal sehen, was für ein Schmelztiegel Jerusalem ist. War man doch zuerst vermeintlich in einer jüdischen Stadt, so konnte man hinter der alten Stadtmauer feststellen, dass sich dort der orientalische Basar mitsamt seinen Gewürzen, bunten Tüchern und Gerüchen befindet.
Am Montag begann der offizielle Teil der Reise. Die Delegation trat ihren Weg nach Masada an, um dort zuerst die Festung von König Herodes I. zu besichtigen und später ein kleines Bad im Toten Meer zu nehmen. Danach ging es zu einem Treffen mit dem Vorsitzenden für Bildungsarbeit des Landkreises En Gedi. Ein interessantes Gespräch entwickelte sich, da in dem Kreis knapp 1.600 Menschen leben, so dass die Schulen nur sehr wenige Schüler haben, die dennoch alle das Abitur machen.
In Petach Tikva trafen wir auf den Bürgermeister sowie auf Schüler der Ambassador Schule, die ihre multikulturellen Austausch-Projekte vorstellten. Ebenso statteten wir dem Weizmann-Institut in Rehovot einen Besuch ab. Anschließend besichtigten wir eine Orangenplantage sowie ein Projekt für tanz- und musikbegeisterte Kinder und Jugendliche. Diese bekommen dort die Möglichkeit, Musicals nachzuspielen und aufzuführen. Es empfing uns eine aufgeregte Gruppe von Jugendlichen, die darauf brannten, uns eine kleine Vorführung ihres aktuellen Stückes „Happy Feet“ - ein Animations-Zeichentrickfilm - zu geben. Am vorletzten Tag besuchten wir Yaguar, einen der größten Kibbuzim in Israel. Der Kibbuz besteht noch aus der traditionellen Lebensform des Kibbuz, das heißt die Gehälter der dort lebenden Menschen gehen direkt an die Verwaltung des Kibbuz und nur ein kleiner Teil des Gehaltes verbleibt beim eigentlichen Verdiener. Die Lebens­unter­halts­kosten für Wohnraum, Essen etc. sind somit frei.

Früher in den 50er Jahren gab es noch ein sogenanntes Kinderhaus. Dort wurden die Kinder nach der Geburt von den Eltern abgegeben, so dass die Kinder im Kinderhaus aufwuchsen und nicht direkt bei ihren Eltern. Die Eltern holten ihre Kinder immer in der Zeit von 17-20 Uhr zu sich nach Hause. Nach 20 Uhr wurden sie wieder zurück in das Kinderhaus gebracht. Durch unseren Tourguide „Gahdi“, der selber in solch einem Kinderhaus aufgewachsen ist, wurde uns mitgeteilt, dass sich in diesen Nachmittags-Abend-Stunden die Eltern nur um ihre Kinder gekümmert haben und dadurch eine intensive Eltern-Kind-Zeit stattfand.

Die Delegation besuchte während ihres Aufenthaltes unter anderem die Stadt Tel Aviv-Jaffa
Am letzten Tag konnten wir die Zeit bis zum Mittag frei gestalten. Diese Zeit nutzten wir für einen Basar-Besuch in Jerusalem, um mit Handeln und Feilschen ein paar schöne Souvenirs zu ersteigern. Es lag schon ein wenig Wehmut in der Luft, als wir am Abend in Tel Aviv zum letzten gemeinsamen Essen mit unseren israelischen Freunden zusammen saßen. Die Trübsal verblasste jedoch schnell, als wir am Strand von Tel Aviv ins Wasser liefen und so einen letzten spannenden und erlebnisreichen Abend in Tel Aviv verbrachten.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir viel gesehen und erlebt haben. Die Eindrücke lassen sich während der Reise kaum verarbeiten, aber schauen wir uns die Bilder an, so erinnern wir uns an eine überwältigende Zeit voller gastfreundschaftlicher Zuneigung.