impressum kontakt drucken suchen
 
Startseite Die dbbj nrw Aktuelles Arbeitsfelder Seminare Fotoalben Downloads
Kampagne gegen Komasaufen
20.12.2010  
Lallen, grölen und anschließend brechen - exzessives Saufen wird unter Kinder und Jugendlichen oft als cool angesehen. Allein im Jahr 2008 kamen 25.700 Kinder und Teenager ins Krankenhaus und wurden dort wegen einer Alkoholvergiftung in Folge von Komasaufen behandelt. Jetzt hat die Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) eine Kampagne gegen das Komasaufen initiiert.

Die Zahl der Frauen, die mit alkoholbedingten Erkrankungen stationär in eine Klinik mussten, ist in Nordrhein-Westfalen binnen acht Jahren um fast ein Drittel gestiegen. Besonders junge Menschen waren betroffen - hier hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. „Bei den 15- bis 25-Jährigen war ein Anstieg um 137 Prozent zu verzeichnen“, sagte Rainer Lange, Sprecher der DAK in Nordrhein-Westfalen. In NRW erreicht die Zahl der Komasäufer einen neuen Höchststand, denn die Zahlen haben sich seit 2003 fast verdoppelt: Im Jahr 2009 kamen landesweit 6.578 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.
(c) by DAK/Wigger
Exzessives Saufen gilt bei Kinder und
Jugendlichen vielfach als cool
Foto: (c) by DAK/Wigger
Die DAK veranstaltet unter dem Motto "bunt statt blau" einen Plakatwettbewerb. Bis Ende April 2011 werden die besten Plakate von Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren gesucht, die kreativ auf die Gefahren übermässigen Alkoholkonsums aufmerksam machen sollen. Jugendliche sollen so gezielt vor Komasaufen und deren Folgen gewarnt werden. Die Schirmherrschaft übernimmt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Auch die bekannte Band Luxuslärm unterstützt die Initiative, bei der bundesweit über 11.000 Schulen eingebunden werden. Sie sitzt in der Bundesjury, die aus 16 Landessiegern dann den Bundessieger wählen wird. Zu gewinnen gibt es Sach- und Geldpreise in Höhe von insgesamt 11.000 Euro. Informationen gibt es unter www.dak-buntstattblau.de
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung begrüßt den Plakatwettbewerb. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen sagt ein Bild oft mehr als 1.000 Worte", betont Mechthild Dyckmans. „Besondere Sorgen machen mir die 10- bis 15-Jährigen. Bei dieser sehr jungen Gruppe ist die Zahl der Alkoholvergiftungen in einem Jahr um 19 Prozent angestiegen."

Als Jugendverband ist es auch der dbb jugend nrw ein wichtiges Anliegen, auf das Problem und die Gefahren des Komasaufens aufmerksam zu machen. Daher begrüßt die dbb jugend nrw diese Aktion.