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Präsentiere dich und deinen Inhalt - mit der richtigen Verpackungstechnik...
29.03.2011 [Ein Teilnehmerbericht von Karen Altmann, DJJ]
…ist doch kein Problem, oder? Karen Altmann (DJJ) berichtet von ihrer Teilnahme am Präsentationsseminar der dbb jugend nrw vom 11.-13. März im dbb forum siebengebirge in Königswinter.
Zu früh gefreut! Das, was beim ersten Blick auf den Seminartitel ("Präsentiere dich und deinen Inhalt“) so einfach anmutete, sollte sich schnell als schwierig herausstellen. Schon kurz nach der Anreise trafen sich die Teilnehmer zum Seminarbeginn. Den Auftakt bildete eine ungewöhnliche Technik in einer Fragerunde, die nach erster Irritation etwas Mut erforderte. Die Referentin Dagmar-Maria Debus bohrte mit Fragen, denen wir nicht ausweichen konnten und sie erwartete offene und rücksichtslose Antworten. "Was wisst ihr über mich?“, "Was erwartet ihr?“, "Was denkt ihr?“

Viele fragende Gesichter schauten in die Runde oder man kann auch sagen, wir versuchten innerlich zu flüchten. Aber es gab kein Entkommen. Also versuchten wir, unsere Referentin zu beschreiben, ihr Äußeres und Inneres. Es gab interessante Antworten. Einiges passte, anderes nicht. Dass es nicht schlimm war, falsch zu liegen, verstanden wir schnell. Alles sollte sich später klären.

Acht Teilnehmer lernten bei der dbb jugend nrw
Mitte März alles über Präsentationstechniken
Eine weitere Irritation war schließlich, dass wir als Seminarteilnehmer/innen entscheiden sollten, was von dem Seminarinhalt wir wann machen wollten. Natürlich waren alle hochmotiviert und wollten das Seminar ganz früh am Samstag Morgen fortsetzen. Zunächst zog jeder eine Karte mit einem Wort aus dem Bereich der Untugenden, z. B. Schlamperei, Faulheit, Feigheit u. a. und sollte dieses auch definieren. Niemand hätte gedacht, dass man darauf so viel Zeit verwenden kann. Die jeweilige Bewertung, also Kritik, Lob usw., folgte sofort. Und nicht nur von Referentin Dagmar-Maria Debus, sondern von allen Teilnehmer/innen. Ganz unauffällig tauchten wir so in den eigentlichen Seminarinhalt ein. Es galt zu erkennen, wie der andere "tickt“. Mit Körpersprache, Rhetorik, was aber für einen selbst gilt.

Als Außenaufgabe sollte jeder einen Stein zu der gewählten Untugend suchen. Dazu musste später eine Geschichte oder Anekdote erzählt werden. Es folgten interessante Redebeiträge, in deren Verlauf uns Dagmar das Verhältnis der rechten und linken Gehirnhälfte und die Verbindung zueinander erläuterte. Spannend, weil man sich selbst einzuordnen versuchte, was aber nicht so einfach ist. Die so entstandene Diskussion und die Selbstversuche begleiteten uns noch in den Abend. An der Bar den Tag Revue passieren lassen, das hat doch was, besonders dann, wenn noch weiter gearbeitet wird.

Sonntags waren Feedbacks zum Seminar angesagt. Schnell stellte sich heraus, dass das Seminar ganz unauffällig zu einem großen Lernerfolg geführt hatte. Die Aufgaben gingen jedem gut von der Hand oder besser "aus Kopf und Mund“. Ganz entspannt redete jeder vor der Gruppe. Es hatte fast den Anschein, dass wir uns schon längere Zeit kennen. Auf den Geschmack gekommen, redeten und redeten wir, schauten PowerPoint-Präsentationen an, suchten das für uns Brauchbare heraus, und waren erstaunt, dass das Seminar so schnell vorüber ging. Ich kann es nur jedem empfehlen. Traut euch!