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Faszinierende Begegnungen in Russland
12.09.2011  
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Begeistert von Land und Leuten kehrte gestern eine 6-köpfige Gruppe der dbb jugend nrw von ihrer Austauschmaßnahme in Russland zurück. Die jungen Gewerkschaftler hatten sich vom 2.-11. September in Moskau und Uljanowsk mit den Partizipations­möglichkeiten von Kindern und Jugendlichen beschäftigt.
Was sie in Russland erwarten würde, dazu hatten sich die sechs Vertreter der dbb jugend nrw im Vorfeld ihrer Reise viele Gedanken, aber wenig konkrete Vor­stellungen gemacht. Fünf von ihnen hatten das Land noch nie bereist. Dementsprechend gespannt waren sie darauf, ihre persönlichen Eindrücke mit ihrem bisherigen Wissen aus Fernsehen, Zeitung und Wikipedia abzugleichen. Um es vorweg zu nehmen: Was sie vor Ort erfahren und erleben würden, hatte sich keiner aus der Gruppe auch nur im Entferntesten ausgemalt.

Schon das erste Etappenziel - Moskau - war beein­druckend. Hier verbrachten die jungen Gewerkschaftler die ersten zwei Tage der Reise und sahen zum Beispiel den Roten Platz, das Kaufhaus GUM, die Christ-Erlöser-Kathedrale und den Gorki-Park mit eigenen Augen.

Markus Schallenberg, Vorsitzender der dbbj nrw, leitete die Delegationsreise nach Russland und brachte alle Teilnehmer sicher hin und zurück

Begleitet wurden die Vertreter aus NRW vor Ort von Studenten/innen aus der Fremdsprachenfakultät
der Pädagogischen Hochschule in Uljanowsk
Auch mit Vertretern des Russischen Jugendverbandes, mit dem die dbb jugend nrw seit 1993 eng zusammen­arbeitet und der die Begegnungsmaßnahme in Russland realisiert hatte, führte die Gruppe gute Gespräche. Richtig intensiv am Thema arbeiteten die jungen Ehrenamtler dann bei der zweiten Etappe der Reise: in Uljanowsk.

In der Geburtstadt Lenins, 700 km östlich von Moskau im zentralen Teil des europäischen Russland an der Wolga gelegen, lernte die Gruppe viel darüber, wie Kindern und Jugendlichen in Russland die Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Prozessen ermöglich wird. So gab es Gespräche mit studentischen und schulischen Ehrenamtlern, mit Vertretern von Jugendclubs, Jugendverbänden, Jugendparlamenten, Jugendinitiativ­zentren und jungen Journalisten.
Auch mit Politikern aus dem Jugendressort von Stadt und Kreis Uljanowsk tauschte sich die Gruppe aus. Dabei wurde deutlich, dass die Jugendvertreter aus Deutschland einiges bei ihren russischen Kolleginnen und Kollegen abgucken können. Die Angebotspalette für Kinder und Jugendliche in Russland ist beachtlich. Viel mehr als hierzulande wird in Uljanowsk Wert darauf gelegt, die speziellen Bedürfnisse von jungen Leuten zu berücksichtigen. Dabei wird die Arbeit mit den Jugendlichen konsequent an der Zielgruppe ausgerichtet.
Für Jugendliche gibt es im Web einen eigenen Fernsehkanal und auch mit den übrigen Medien­vertretern werden regelmäßig Gespräche geführt, damit auch in Zeitung, Rundfunk und Fernsehen für die Gesamtbevölkerung die Belange von Jugendlichen nicht zu kurz kommen. Chaträume und Gruppen für Jugendliche in sozialen Netzwerken sind Gang und Gäbe und sogar die Vertreter der Stadt, die sich um die Belange von Jugendlichen kümmern, sind über diese Kanäle zu erreichen. Auch über Instant-Messaging-Programme wie ICQ wird der Dialog mit den jungen Menschen gesucht und spezielle Geocaching-Angebote bringen Jugendlichen auf spielerische Art und Weise Kultur, Politik und Geschichte näher.

Und bei aller Begeisterung über die vorbildliche Arbeit mit Jugendlichen in Uljanowsk wurde den Gruppen­mitgliedern eines jeden Tag deutlicher, dass sich die Bewohner Russland mindestens noch einem weiteren Thema mit größtmöglicher Hingabe und Intensität widmen: der Gastfreundschaft.

Während der 10-tägigen Reise entstanden zwischen den jungen Leuten aus Deutschland und aus
Russland viele neue Freundschaften
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Aus eigener Sicht: Bericht eines Teilnehmers
„Wir waren alle zum ersten Mal in Uljanowsk und wurden von der ersten Minute an wie alte Freunde behandelt“, bringt es der Leiter der Delegation, Landesjugendleiter Markus Schallenberg, auf den Punkt. Um eine bestmögliche Betreuung zu gewährleisten, hatte der russische Partner den Delegationsteilnehmern aus Deutschland jeden Tag Studenten/innen aus der Fremdsprachenfakultät der örtlichen Pädagogischen Hoch­schule zur Seite gestellt, die sich freuten, auf diese Weise ihr Deutsch zu verbessern. Durch die gemeinsamen Fachgespräche und Freizeitaktivitäten entwickelten sich über alle kulturellen und geschichtlichen Grenzen hinweg viele neue Freundschaften.
Unvergessen bleiben den deutschen Jugendvertretern der Besuch in einer russischen Sauna (Banja) mit anschließendem Sprung in die kalte Wolga, die vielen gemeinschaftlichen Abendessen mit russischen Volksliedern und Trinksprüchen sowie die Herzlichkeit und Begeisterung, mit der die Gäste aus dem fernen Deutschland empfangen wurden. In kürzester Zeit haben es die beteiligten Personen geschafft, dass die deutschen Gruppenmitglieder Russland und seine Bewohner ganz tief in ihr Herz geschlossen haben. Da durfte am Ende der Reise, als es galt, Abschied zu nehmen, auch der ein oder andere männliche Gruppenteilnehmer eine Träne verdrücken.

Unterstützt wurde die Reise der dbb jugend nrw von: