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Keine Angst vor freien Reden - Rhetorikseminar in Königswinter
06.02.2012 [Ein Teilnehmerbericht von Tami Berger]
Die eigene Aufregung in den Griff bekommen und Selbstsicherheit gewinnen - das waren die Themenschwerpunkte des Rhetorikseminars im dbb forum siebengebirge in Königswinter. Sechs Teilnehmer wollten vom 3.-5. Februar mehr darüber erfahren, wie man seine Angst vor freien Reden gezielt loswerden kann. Die Teilnehmerin Tami berichtet:

Rhetorik - was bedeutet das eigentlich? Das war auch zum Seminarbeginn am Freitagabend in Königswinter die Frage, mit der unsere Seminarleiterin Alexa Mosch in das Thema Rhetorik einstieg. In einer Gruppe von sechs Teilnehmern fühlte sich jeder direkt angesprochen und wurde aktiv an der Erarbeitung beteiligt. Nach einer kleinen Vorstellungrunde und einem ersten Einstieg in das Thema wurden unsere Erwartungen zusammengefasst und in Abstimmung mit der Gruppe bestimmte Gruppenregeln erläutert.

Am Samstag ging es dann auch direkt mit dem Reden vorm Publikum los: Jeder Teilnehmer sollte eine zweiminütige Nonsens-Rede halten. Das kostete besonders wegen der Themen ein bisschen Überwindung, denn neben Mut war vor allem Kreativität gefragt. Bei den Nonsens-Reden ging es Themen wie das Leben der Neandertaler auf dem Saturn, die intime Beziehung eines Hausschuhs mit einem Berber-Teppich sowie die Zukunft von Match-Box-Autos auf deutschen Autobahnen. Die angespannte Situation der Teilnehmer wurde durch die witzigen Geschichten gut aufgelockert.

Weiter ging es mit Vorleseübungen von Fachtexten vor der Gruppe und endete darin, sich klar und deutlich zu artikulieren. Hierfür sollte jeder Teilnehmer mit einem Korken im Mund über die vielen Krankheiten der Großmutter á la ‚Ich packe meinen Koffer‘ berichten, was gar nicht so einfach war. Klingt nicht nur nach Spaß während ‚der Arbeit’, sondern war es auch! Neben Körpersprache und Sprechtechnik waren auch Stressabbau sowie die Problemlösung von Störungen während einer Rede bzw. eines Vortrags Thema des Seminars.

Atmen und Pausen machen nicht vergessen! Was im richtigen Leben gilt, gilt für Vortragende erst recht
In der Gruppe konnte jeder ohne Hemmungen seine Stärken und Schwächen darstellen. Die Gruppe gab Rückmeldungen zu den schon vorhandenen Talenten und zusammen erarbeiteten wir, welche rhetorischen Schwächen beim Einzelnen noch verbesserungswürdig sind. Neben dem Gruppen-Feedback stand auch die eigene Selbstwahrnehmung im Vordergrund. Unsere Selbst- und Fremdwahrnehmung wurde uns auch dank modernster Technik mittels Videoaufzeichnungen unserer Reden vor Augen geführt. So konnte jeder an Selbstsicherheit gewinnen und Redehemmungen abbauen.

Am Sonntag zog ich mein eigenes Fazit aus dem Seminar: Ich kenne meine rhetorischen Ziele jetzt genau, habe aber auch gelernt, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde und dass aus mir noch keine perfekte Rhetorikerin geworden ist. Der Weg ist das Ziel und Schritt für Schritt werde ich nun an meinen Schwächen arbeiten und meine Stärken ausbauen.