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Offene Gespräche, offene Arme und offene Herzen in der Ukraine
26.09.2012  
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Acht Tage in der Ukraine, bis zum Rand vollgepackt mit Fachgesprächen, Gastfreundschaft und Herzlichkeit erlebten sieben Mitglieder der dbb jugend nrw vom 17.-24. September.

In Deutschland besteht die Jugendhilfe traditionell aus einem bunten Angebot von freien und öffentlichen Trägern mit einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Wertorientierungen, Inhalten, Methoden und Arbeitsformen. Wie jedoch gestaltet sich die Situation in der Ukraine? Was wird hier von wem für junge Menschen getan und vor welche Herausforderungen sieht man sich gestellt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen im Gepäck reisten sieben Jugendvertreter der dbb jugend nrw unter der Leitung von Sabrina Deiter (Landesjugendleitung) nach Tschernihiw im Norden der Ukraine.
Gelegenheiten, ihre Fragen loszuwerden, gab es reichlich. In einem Regionalzentrum für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen, einem Krisenzentrum für junge Mütter und einem Jugendclub in einem sozialen Brennpunkt erfuhren die Gäste aus NRW in Tschernihiw ganz hautnah, wie sich die Situation junger Menschen in der Ukraine gestaltet und auf welche Weise diese Unterstützung erfahren. Ganz in ihrem Element waren die deutschen Verwaltungsprofis in der Stadt Nosivka. Beim Besuch eines Arbeitsamts, einer Kreisverwaltung und eines Sozialamts erfuhren sie auch hier eine ganze Menge über die Situation junger Menschen und deren staatliche Unterstützung und fühlten sich zwischen Aktendeckeln, Karteikarten und Stempelkissen sichtlich zuhause. Schnell wurde aus dem einleitenden Vortrag der ukrainischen Fachkräfte ein munterer Austausch auf Augenhöhe über Jugendhilfe und Verwaltung in beiden Ländern.

Informierten sich über Jugendhilfe in der Ukraine: sieben Vertreter der dbb jugend nrw

Spaß und gute Laune dürfen bei Veranstaltungen
der dbb jugend nrw nicht fehlen
Ohnehin ging es bei dem Besuch der deutschen Jugendvertreter mehr um "Dialog" als um "Monolog": Direkt am allerersten Tag nahmen die deutschen Gäste an einem regionalen Jugendforum ukrainischer Jugend­licher in Kolychivka teil und arbeiteten - mit Dolmetscher­hilfe - fleißig in den verschiedenen Arbeitsgruppen mit. Diese beschäftigten sich mit Themen wie "Grundsätze der Projektplanung" und "Entwicklung von Jugend­organisationen". Hier konnten ukrainische und deutsche Fachkräfte gleichermaßen von den Erfahrungen der jeweils anderen Seite profitieren. Neugierig auf die deutschen Gäste waren auch Studenten der Technischen Universität und der Staatlichen Pädagogischen Universität in Tschernihiw. Auch hier wurde fleißig gefragt und geantwortet, diskutiert und gefachsimpelt - und natürlich die ein oder andere E-Mail Adresse ausgetauscht.
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Auch politische Vertreter hießen die Fachkräfte aus Deutschland herzlich willkommen. So ließen es sich der Stellv. Kreisvorsitzende der Stadt Mena, Pavlo Terentijev, sowie der Vize-Präsident der Regionalen Staatlichen Verwaltung in Tschernihiw, Nikolai Strilec, nicht nehmen, die Gäste aus Deutschland persönlich zu begrüßen. Und auch sonst wurden die deutschen Jugendvertreter überall mit offenen Armen empfangen. So gab es ein herzliches Wiedersehen mit Delegations­teilnehmern, die im vergangenen Jahr zu Gast in Deutschland gewesen waren. Und diejenigen, die man noch nicht kannte, wurden in kürzester Zeit zu Freunden, denn ein Charakterzug zeichnet die Ukrainer ganz besonders aus: ihre Gastfreundschaft und unglaubliche Herzlichkeit. Sie empfingen die deutschen Gäste nicht nur mit offenen Armen, sondern auch mit offenem Herzen. Und so war die einhellige Meinung der deutschen Delegationsteilnehmer ganz sicher mehr als nur ein leeres Versprechen: "Wir kommen wieder!"