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Rätselhafte Sprache entschlüsselt
09.10.2012  
Um chinesische Sprache und Kultur besser zu verstehen, trafen sich sieben junge Mitglieder der dbb jugend nrw vom 5.-7. Oktober zum Chinesischseminar in Königswinter. Für einige Teilnehmer erwies sich das Gelernte als besonders nützlich.

Fast alles an diesem Land wirkt rätselhaft: die Kultur, die Sprache und vor allem die Schriftzeichen. China erscheint manch einem wie ein Buch mit sieben Siegeln. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, führte die dbb jugend nrw Anfang Oktober für ihre Mitglieder im dbb forum siebengebirge ein Chinesisch­seminar durch. Schließlich steht der Verband in engem Kontakt mit zwei Partnerverbänden in Peking und in Taipeh und führt regelmäßige Austauschmaßnahmen durch.

Sieben China-Interessierte, eine Chinesin und das
Zeichen für 'Glück' beim gemeinsamen Gruppenbild

Vokabel lernen und praktische Übungen wechselten sich ab: auch Kalligrafie stand auf dem Stundenplan
Sieben junge Mitglieder hatten das Angebot der dbb jugend nrw angenommen und waren nach Königswinter gereist, um China ein bisschen besser verstehen zu lernen. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Xiaoli Sun, die chinesische Sprachlehrerin, lüftete einige Geheimnisse: Wie sind eigentlich die chinesischen Schriftzeichen entstanden? Was zu Anfang auf die Gruppenteilnehmer noch wie ein heilloses Durchein­ander von Punkten und Linien wirkte, offenbarte im Laufe des Seminars mehr und mehr von seiner Struktur, Logik und Gesetzmäßigkeit. Und worauf muss man bei der Aussprache besonders achten? Schnell wurde klar, dass im Chinesischen der Ton die Musik macht. Wer hier die Regeln nicht beachtet, verwechselt "Mutter" schnell mit "Pferd", "schimpfen" oder "Hanf". All das kann die Silbe "ma" nämlich bedeuten, abhängig davon, wie man sie betont.
Xiaoli Sun passte genau auf, dass sich bei den Teilnehmern keine Nachlässigkeit einschlich und wenn die Gruppe geschlossen "ma-ma-ma-ma" rief oder einen besonders zungenbrecherischen chinesischen Laut immer und immer wieder üben musste, wusste man manchmal nicht mehr so genau, ob man noch beim Chinesischseminar war oder schon beim Logopädietraining.

Doch die Mühe lohnte sich und trotz der begrenzten Zeit beherrschten die jungen Gewerkschafter am Ende des Seminars eine ganze Reihe von Begrüßungs- und Small Talk-Floskeln. Drei Gruppenteilnehmer fliegen mit der dbb jugend nrw demnächst nach Taiwan, drei andere im nächsten Jahr nach China. Dann wird sich zeigen, wie viel tatsächlich hängen geblieben ist. Die chinesischen Schriftzeichen für Herren- und Damentoilette sind nun ebenfalls bekannt. Auch diese Information kann bei einer Reise ins chinesische Ausland für die Teilnehmer noch einmal sehr nützlich werden.