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Faszinierende Erlebnisse in Taiwan
30.10.2012  
Im 31. Jahr ihrer partnerschaftlichen Beziehungen reiste eine 10-köpfige Delegation der dbb jugend nrw unter der Leitung des Stellv. Vorsitzenden Jano Hillnhütter vom 11.-21. Oktober nach Taiwan.

Schon seit 1981 pflegt die dbb jugend nrw eine Partnerschaft mit der taiwanesischen Generaldirektion für Personal des Exekutiv-Yuans. Im jährlichen Wechsel fliegt eine Delegation aus Deutschland ins ferne Asien bzw. kommen Vertreter des taiwanesischen Verbandes nach Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr war die dbb jugend nrw wieder an der Reihe und durfte eine Gruppe von 10 Jugendvertretern auf die rund 9.400 Kilometer lange Reise Richtung Osten auf die "Ilha Formosa" entsenden, die "wunderschöne Insel" wie die portugiesischen Seefahrer ihre koloniale Entdeckung damals tauften.

Delegationsleiter Jano Hillnhütter empfängt ein Geschenk von Gastgeber Minister Fu-Yuan Huang
Neben den vielen Fachterminen nutzten die Gruppenteilnehmer, die mit Ausnahme von Markus Klügel aus der Geschäftsstelle alle zum ersten Mal die Insel besuchten, die Gelegenheit, die Schönheit der Insel auch selbst kennen zu lernen. Im Mittelpunkt stand allerdings ein Fachprogramm, das sich diesmal rund um das Thema „Bildung als Querschnittsaufgabe in der Kinder- und Jugendhilfe“ drehte. Zu diesem Zweck besuchte die Gruppe unter anderem die Nationale Jugendkommission, verschiedene Provinz-, Kreis- und Stadtverwaltungen sowie das Bezirks-Finanzamt und die Nationale Sun Yat-sen Universität in Kaohsiung. In einem offenen und anregenden Gespräch erfuhr die Gruppe dort, dass die Universitäten vor ganz besonderen Problemen stehen. Da Taiwan mit geschätzten 1,16 Geburten pro Frau im Jahr 2012 eine der niedrigsten Geburtenraten der ganzen Welt aufweist (zum Vergleich: in Deutschland geht man für 2012 von etwa 1,41 Geburten pro Frau aus), werden die taiwanesischen Universitäten einen deutlichen Rückgang der Studierendenzahlen erleben. Um die verbleibenden Studentinnen und Studenten wird ein harter Wettkampf entbrennen.

Die 10-köpfige Delegation mit ihren taiwanesischen Begleitern vor dem Palastmuseum in Taipeh
Fest steht für die Universitäten schon jetzt, dass Studiengebühren alleine zukünftig nicht mehr ausreichen werden, um den Universitätsbetrieb zu finanzieren. Hier werden sich die Hochschulen verstärkt um Drittmittel bemühen müssen. Ob sich das vorteilhaft für die zukünftigen Studierenden auswirken wird, bleibt abzuwarten. Hochinteressant war auch ein Besuch im Deutschen Institut Taipei. Hinter diesem eher unscheinbaren Namen verbirgt sich die deutsche Auslandsvertretung in Taiwan. Deren Generaldirektor, Dr. Michael Zickerick, empfing die Gäste aus Nordrhein-Westfalen gerne und gab der Gruppe einen Einblick in die deutsch-taiwanesischen Beziehungen und die Zusammenarbeit, insbesondere auf den Gebieten von Wirtschaft, Kultur und Jugend(bildungs)arbeit.
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Während der kompletten Reise und der vielen Fachgespräche im Rahmen und am Rande des offiziellen Programms, gaben sich die Begleiter des taiwanesischen Partnerverbandes jede nur erdenkliche Mühe, den Gästen aus Deutschland auch taiwanesisches Alltagsleben und taiwanesische Kultur näherzubringen. Ein Besuch beim wunderschön gelegenen Sonne-Mond-See gehörte ebenso dazu wie der Yangmingshan Nationalpark mit Vulkankratern und dampfenden Thermalquellen, einer der berühmten Nachtmärkte oder der Besuch eines buddistischen Tempels.

"Taiwan - touch your heart!": so lautet einer der Werbeslogans Taiwans und diese Reise mit all ihren großartigen Eindrücken hat tatsächlich die Herzen der Delegationsteilnehmer berührt. Wie sehr, könnt ihr in unseren beiden Teilnehmerberichten nachlesen.