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Ach, so schmeckt Bubble-Tea wirklich!
30.10.2012 [Ein Teilnehmerbericht von Kerstin Peine]
Bubble-Tea-Läden schießen hierzulande wie Pilze aus dem Boden. Erfunden wurde der Tee mit den glibberigen Kügelchen allerdings in Taiwan. Eine Delegation der dbb jugend nrw machte dort den Geschmackstest. Natürlich sind sie nicht wegen des Bubble-Teas nach Taiwan geflogen, aber wo sie schon einmal dort waren, wollten es die zehn Reisenden schon wissen: Wie schmecken die Bubbles eigentlich im Original?
Was hierzulande nichts anderes als Zuckerwasser mit Aroma ist, hat in seinem Geburtsland tatsächlich Tee als Inhaltsstoff - grünen Tee, berichtet Kerstin Peine, die als eine der zehn Delegierten das ferne Land für zehn Tage besucht hat. "Als wir hörten, dass das In-Getränk in Taiwan erfunden worden ist und es dort ganz anders schmecken würde, wollten wir es natürlich probieren", erzählt die 23-jährige Rechnungsprüferin. Für sie hatte der Besuch in Taiwan etwas mit dem Besuch bei einer guten Fee gemeinsam. Kaum hatten sie diesen oder auch andere Wünsche geäußert, versuchten die taiwanesischen Betreuer, sie sofort zu erfüllen. So kamen die Delegierten der dbb jugend nrw neben vielen offiziellen Besuchen dazu, das Tee-In-Getränk im Original zu schlürfen und eine richtige Teezeremonie mitzuerleben.

Auch Kerstin Peine ist die Zubereitung eines frischen Tees aus handgepflückten Blattspitzen wärmend in Erinnerung geblieben. "In Deutschland läuft Tee aufschütten so: Wasserkocher an, Teebeutel in die Tasse, Wasser drauf, fertig. In Taiwan besteht ein Teeset aus vielen Teilen. Zunächst wird dort der krümelig aussehende Tee mit Wasser in exakter Temperatur 'geweckt'. Aus den Krümeln entfalten sich dann ganze Blätter", erklärt sie nach der Reise immer noch mit einem Wohlgefühl in Bauch und schlürft beim Erzählen frischen Jasmintee, den sie dort als Gastgeschenk neben drei anderen Teesorten vom Minister der Generaldirektion für Personal geschenkt bekommen hat.

Für Kerstin Peine ein absolutes Muss: einmal original taiwanesischen Bubble-Tea probieren
"Wir haben viele Geschenke mit auf die 14-stündige Reise genommen, aber wir haben noch mehr Geschenke wieder mit zurückgebracht", sagt sie. Die Menschen dort seien so unendlich aufmerksam und nett. "Ich wusste nachher gar nicht mehr, wie ich noch 'Danke' sagen sollte", so die 23-Jährige. Schmunzeln muss sie ein bisschen, als sie sich an einen Besuch in einem kleinen Bergdorf erinnert: "Es gab dort unzählige enge Gässchen und kleine Läden", erzählt Kerstin. Überall waren Menschen, es wimmelte nur so vor Betriebsamkeit. Dadurch aber, dass Europäer im Schnitt größer sind als die Taiwanesen, könne sie sich noch erinnern, wie sie lauter schwarze Köpfchen sah. "Das sah aus wie ein schwarzer Teppich."

Man mag es kaum glauben: dies sind tatsächlich offizielle Broschüren vom örtlichen Finanzamt
An eine andere lustige Szene erinnert sie sich in einer Finanzverwaltung: Schon als sie das Gebäude betraten, wunderten sich die zehn Delegierten aus Deutschland über knallbunte Prospekte im Eingangsbereich. "Die Broschüren sahen aus wie Kindermalbücher, aber es waren offizielle Informationen über das Finanzamt", erklärt die junge Frau.

Dass in anderen Ländern auch andere Sitten herrschen, bemerkte die Reisegruppe der dbb jugend nrw, als sie mit ihren offiziellen Ansprechpartnern über das Thema Steuern sprachen. "In Taiwan kennt man nämlich keine Hundesteuer und das, obwohl die Straßen voll sind mit Hunden", sagt Kerstin. Sehr interessiert zeigten sich die Taiwanesen an Informationen über die deutsche Hundesteuer. "Sie wollen überlegen, ob das nicht auch eine Idee für dort ist", so Kerstin Peine.
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Die Eindrücke, die die Rechnungsprüferin auf ihrer Reise gesammelt hat, sind für sie immer noch überwältigend. Sie würde jederzeit wieder dorthin fliegen. "Allerdings nicht privat", schiebt sie schnell hinterher. Es sei nämlich ungeheuer schwer gewesen, sich dort zu verständigen, findet sie. Selbst beim Kauf von Briefmarken sei sie fast nicht zurechtgekommen. "Kaum jemand konnte Englisch", weiß sie heute. Wenn aber die Taiwanesen im nächsten Jahr ihren Besuch nach Deutschland antreten, würde sie wohl gerne ein bisschen der Gastfreundschaft wieder zurückschenken, wenn es die Zeit erlaubt. "Bei Facebook hat uns schon einer der taiwanesischen Freunde wiedergefunden." Ein Kontaktweg scheint also schon gefunden.