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Unvergessliche Eindrücke und Gastgeschenke im Überfluss
30.10.2012 [Ein Teilnehmerbericht von Rita Kowalski]
Wie anders ist die taiwanesische Kultur? Komme ich beim Essen mit Stäbchen zurecht? Schmeckt das Essen überhaupt oder brauche ich meinen Zwieback? Fragen, auf die Rita Kowalski, die mit der dbb jugend nrw nach Taiwan gereist ist, inzwischen Antworten gefunden hat:

Viele Fragen schwirrten vor unserer Reise in unseren Köpfen herum. Die lange Flugzeit konnte uns nicht abhalten und die Vorfreude, ein Land auf einem anderen Kontinent und damit eine fremde Kultur zu entdecken, war groß. So machten wir uns am 11. Oktober als Delegation der dbb jugend nrw auf den Weg in das ferne Taiwan.

Rita Kowalski vom Kreis Paderborn reiste vom
11.-21. Oktober mit der dbbj nrw nach Taiwan
Schon seit 1981 findet diese Austauschmaßnahme jährlich im Wechsel mit dem taiwanesischen Partner statt, der Generaldirektion für Personal des Exekutiv-Yuan: ein Jahr in Deutschland und im folgenden Jahr in Taiwan. Sie ermöglicht, das Land nicht nur während einer typischen Touri-Reise, sondern von einem ganz anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Bereits der herzliche Empfang am Flughafen und der Gang durch den Diplomatenausgang raus in ein sonniges, noch fremdes Land ließen spannende Tage erwarten. Mit seiner faszinierenden Natur konnte Taiwan schnell überzeugen. Sei es der Yangmingshan-Nationalpark und die dort erlebten vulkanischen Aktivitäten, der Nationalpark Kinmen, die Nordostküste Taiwans oder der wunderschöne Sonne-Mond-See - die Natur auf der Insel Taiwan ist beeindruckend schön.

Die Kultur des Landes haben wir während unserer Reise auf so unterschiedliche Weise kennen gelernt. Das nationale Palastmuseum in der pulsierenden Hauptstadt Taipeh mit seinen Schätzen aus über dreitausend Jahren chinesischer Kulturgeschichte, die Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle und der Mengjia Longshan-Tempel ermöglichten einen eindrucksvollen Blick auf die taiwanesische Kultur.
Doch wir sollten Taiwan nicht nur besichtigen, sondern vielmehr erleben. Begrüßungsrituale, Essen und Musik - all das konnten wir etwa beim gemeinsamen Tanz mit den taiwanesischen Ureinwohnern kennenlernen. Dank unserer unglaublich freundlichen und aufgeschlosse­nen Gastgeber standen täglich viele neue Speisen auf unserem Tisch. Schweinesehne, Rindermagen, Seegurke und Hühnerfuß konnten uns nicht schocken, sondern machten uns vielmehr gespannt auf weitere Spezialitäten des Landes. Und man mag es kaum glauben: Essen mit Stäbchen funktioniert tatsächlich. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten schaffte nicht nur der extra klebrige Reis seinen Weg runter von unseren Tellern, auch wenn der Löffel noch manches Mal als Helfer in der Not zum Einsatz kam. Die Besonderheit der taiwanesischen Kultur zeigt sich auch in der Teekultur und den damit verbundenen Umgangsformen. So werden Gäste zum Zeichen der Wertschätzung immer mit Tee bewirtet. Teetrinken dient nicht allein dem Löschen von Durst, Tee wird dem Gast zur Begrüßung vielmehr als Zeichen von offener Freundschaft in einer Schale gereicht.

Sind das Haustiere oder ist das Abendessen?
Rita Kowalski macht den Praxistest
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Die in der Teekultur zum Ausdruck gebrachte, herzliche taiwanesische Gastfreundschaft konnten wir durch den unmittelbaren Kontakt zu den Menschen vor Ort nicht nur während unseres Aufenthaltes erfahren, sondern durch die vielen Gastgeschenke vor allem auch bei unserer Rückreise im buchstäblichen Sinne spüren. Waren unsere Koffer auf der Hinreise noch mit Geschenken für unsere Gastgeber gefüllt, so verstauten wir mit all den an uns verschenkten unterschiedlichen Erinnerungsstücken das ein oder andere Kilo Übergewicht im Koffer. In Erinnerung bleiben uns: unvergessliche Eindrücke - "made in Taiwan"!