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Rauchen: Verbreitete Alltagssucht auch unter Jugendlichen
02.01.2013  
Alle neun Sekunden stirbt nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO auf der Welt ein Mensch an den Folgen des Rauchens. Die gesundheitlichen Risiken, die Raucher auf sich nehmen, sind groß. Kaum ein Körperteil leidet nicht unter der Schadstoffbelastung. Ob Raucher oder Nichtraucher - welche Inhaltsstoffe Zigaretten wirklich enthalten, wissen die meisten nicht.

Rund 20 Millionen Deutsche verqualmen sich so ihr Leben. Nach Informationen des Deutschen Krebsforschungs­zentrums ist Rauchen die Hauptursache für den vorzeitigen Tod. Wüssten Raucher, was sie da alles inhalieren, wenn sie sich zur Entspannung oder einfach aus Gewohnheit oder Sucht heraus einen Glimmstängel anzünden, würden sie sicher ins Staunen geraten: Es sind unter anderem Nitrosamine, die auch in Autoreifen und anderen Gummi­erzeugnissen enthalten sind, Arsen und Blausäure, die in Rattengift oder Giftflaschen zu finden sind, sowie Inhaltsstoffe, die wir auch in Putzmitteln, Mottenmitteln, Farbstoffen und Straßenbelägen finden.

Jede gerauchte Zigarette verkürzt das Leben im Durchschnitt um rund 10 Minuten
Das macht plastisch klar, was eigentlich alle schon wissen: Rauchen ist ungesund und gesundheits­schädlich. Viele der enthaltenen Stoffe sind krebs­erregend. Nach Berechnungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sterben in Deutschland täglich rund 350 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die Folgen des Rauchens haben epidemische Ausmaße angenommen und das in einer Zeit, in der so viel gegen das Rauchen unternommen wird, wie nie zuvor.

Das steckt in den Glimmstängeln

Jahr für Jahr verursachen Teer, Arsen, polyzyklische Wasserstoffe, aromatische Armine, Blei, Cadmium und andere in den Zigaretten enthaltenen Stoffe schwere Krankheiten. Rund 40 Substanzen sind in einer Zigarette enthalten, die nach Auskunft der Deutschen Krebshilfe nachweislich Krebs auslösen können. Weitere 50 Stoffe stehen im Verdacht krebserregend zu sein, sagt das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V.
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Die eingeatmeten Gifte verursachen Gefäßerkrankungen, Raucherbeine, Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle. Die Schadstoffe sorgen dafür, dass der Körper schlechter durchblutet und mit weniger Sauerstoff versorgt wird. Auch das Immunsystem wird geschwächt. Zudem können die Schadstoffe, die in Zigaretten enthalten sind, zu Impotenz und Unfruchtbarkeit führen. Durch das Rauchen erhöht sich das Risiko an Kehlkopf-, Mund-, Zungen-, Blasen-, Nieren- oder Gebärmutterkrebs zu erkranken. Statistisch gesehen verliert jeder Raucher acht bis zwanzig Jahre seines Lebens.
Symptome unmittelbar spürbar

Auch wer in Zusammenhang mit dem Rauchen nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen will und gar nicht an lebensbedrohliche Krankheiten denken mag, kann die sofort nach dem Rauchen spürbaren Symptome nicht leugnen: Aktiv- wie Passivraucher leiden unter gereizten Augen, trockenen Schleimhäuten im Mund und in der Nase, Husten, einem schlechteren Geruchs- und Geschmacksinn und oftmals auch matter Haut.

Doch das Aufhören ist wegen des Suchtpotentials, das vom Nikotin in der Zigarette ausgeht, oft nicht leicht. Es sorgt nämlich im Gehirn dafür, dass nach dem Konsum eine anregende, aber auch beruhigende Wirkung zu spüren ist. Wer also mit dem Rauchen Schluss manchen will, der hat es schwer. Denn zur körperlichen Abhängigkeit gesellt sich auch die psychische hinzu. Hilfe beim Entwöhnen findet man in erster Anlaufinstanz beim Hausarzt oder in einer professionellen Raucherentwöhnung. Durch Nikotinersatzmittel gelingt es zuvor starken Rauchern oft besser, das liebgewonnene Laster abzulegen. Auf diese Weise kann man mit der Zeit die Nikotindosis herunterfahren. Und damit seine Lebenserwartung wieder verlängern.