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Zigarettenrauch - Weißt du, was du da einatmest?
02.01.2013  
Welche Inhaltsstoffe verbergen sich eigentlich in einer Zigarette? Es sind weit mehr, als die bekannten Verdächtigen Teer und der Suchtstoff Nikotin. Diese werden beim Rauchen in der Glutzone des Glimmstängels bei rund 900 Grad zusammen mit dem Papier zersetzt und eingeatmet. Neben Nikotin sind in der Zigarette rund 4.800 chemische Substanzen enthalten, von denen zwischen 40 und 70 Stoffe nachgewiesenermaßen krebserregend sind oder in Verdacht stehen, es zu sein.

Das sind laut Information des Berufsverbandes Deutsche Lungenfachärzte Teerstoffe, Chrom, Benzol, Arsen, Blei und das radioaktive Polonium. Als hochgiftige Substanzen enthalten Zigaretten außerdem Kohlenmonoxid, Blausäure, Stickoxide und das Seveso-Gift Dioxin. Bis zu 600 Stoffe setzen Zigarettenhersteller Tabakerzeugnissen und Zigarettenfiltern zu, um das Rauchen angenehmer zu machen. Zum Teil sind die Zusätze beigegeben, damit das Nikotin schneller in den Blutkreislauf gelangt und es schneller zum Kick im Gehirn kommt.

In einer Zigarette sind rund 4.800 chemische Substanzen enthalten - viele davon sind giftig
Stoffe wie Menthol sollen zum Beispiel Schmerzen und Hustenreiz beim Inhalieren des giftigen Rauchs mildern. Auch Zucker steckt in Zigaretten drin, damit der sonst eher strenge Tabakgeschmack überdeckt wird. Sogar Harnstoff enthält eine handelsübliche Zigarette: So kann das Nikotin durch Erhöhung des ph-Wertes besser aufgenommen werden. Und noch perfider: Eine Zigarette enthält auch Magnesium. Warum? Normaler­weise würde eine brennende Zigarette dunklen Rauch produzieren. Instinktiv verbindet der Mensch schwarzen Rauch aber mit Gefahr. Damit das beim Rauchen nicht passiert, mischt man der Zigarette noch Magnesium bei - und siehe da: der Rauch wird hell.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Auf­klärung listen exakt auf, was drin ist im Glimmstängel:
  • Polyzyklische Kohlenwasserstoffe, die auch als Abgase aus qualmenden Auspuffanlagen wirbeln.
  • Benzoapyren, das auch im Rauch von Öl-, Gas- und Kohleöfen vorkommt.
  • Naphthalin, welches ebenfalls in Mottengift enthalten ist.
  • Nitrosamine, die wir aus Gummi- und Dichtungsteilen kennen. Sie kommen sowohl in Autoreifen als auch in leeren Öldosen vor.
  • Aromatische Armine, deren scharfen Geruch wir von Nagellackentfernern kennen.
  • Arsen und Blausäure, welche in Rattengift nachweisbar sind.
  • Benzol. Wer an der Tankstelle das Auto befüllt, dem ist der Geruch wohlbekannt. Benzol tritt bei der Verdampfung von Benzin auf.
  • Anilin befindet sich als Bestandteil in Farbstoffen, Filz- und Lackstiften.
  • Ammoniak und Salmiakgeist sind ebenso in aggressiven Putzmitteln enthalten.
  • Formaldehyd ist sonst beim Apotheker als giftiges Desinfektionsmittel zu bekommen. Auch Haushaltsdes­infektionsmittel enthalten das.
  • Blei, Cadmium und Nickel sind ansonsten in Altbatterien enthalten und giftig.