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Schon gehört? Heute ist Jahreswechsel!
30.01.2014  
Die größte alljährliche Völkerwanderung der Welt ist in vollem Gange. Das passiert, weil in China das wichtigste Fest des Jahres bevorsteht: das Neujahrfest. Hunderte Millionen Chinesen setzen sich derzeit im Partnerland der dbb jugend nrw in Bewegung, um rechtzeitig vor dem Jahreswechsel zu ihren Freunden zu gelangen. Hier lest ihr, was sie im neuen Jahr erwartet.

In China ticken die Uhren anders - am morgigen
31. Januar 2014 heißt es: Frohes Neues!
Fluggesellschaften haben zusätzliche Flüge auf dem Flugplan, die Bahn hat Sonderzüge am Start. In China steht die Welt heute buchstäblich Kopf. Während unsereins gerade erst die Raketen knallen gehört hat und wir uns mit besten Wünschen in den Armen gelegen haben, sind es nur noch wenige Stunden, die die Chinesen nach dem Mondkalender vom neuen Jahr trennen.

Besonderer Verkaufsschlager in den Läden in Peking: Pferde. Denn das neue Jahr steht im Zeichen des Pferdes. Ihm werden als Reit- oder Arbeitstier vor allem positive Eigenschaften zugesprochen. Ausdauernd und schnell ist es, edel, genügsam und kräftig. Politikbeobachter sehen darin gute Vorzeichen für ein Jahr der Wende im kommunistisch regierten Land. Sie hoffen, dass die regierungsverantwortliche Partei Billigarbeit eindämmen und sich die Wirtschaft mehr am Binnenmarkt orientieren wird.
Das aber wird die Menschen in Feierlaune heute wenig beschäftigen. Sie blicken lieber auf das, was das Jahr des Pferdes ihnen selbst beschweren mag. Nachwuchs, der sich in diesem Jahr ankündigt, ist unter einem guten Stern geboren, denn Menschen, die im Jahr des Pferdes geboren sind, sind sehr beliebt. Man sagt ihnen nach, immer gut gelaunt zu sein, gut mit Geld umgehen zu können und ihr Leben langfristig zu planen. Prominente wie der gerade verstorbene Nelson Mandela, Helmut Schmidt, Basketballstar Dirk Nowitzki und Bundeskanzlerin Angela Merkel verbindet ihre Geburt im Jahr des Pferdes.

Ob sie, wie ihnen nach diesem Tierkreiszeichen zugesagt wird, künstlerisches Talent und viel Weisheit besitzen, obliegt jedem selbst zu entscheiden. In China jedenfalls üben im Zeichen des Pferdes geborene Männer hohe Anziehungskraft auf Frauen aus. Frauen hingegen, die Kraft ihrer Geburt mit dem Tierkreis Pferd verbunden sind, sind beim männlichen Geschlecht aufgrund ihres Selbstbewusstseins und der Neigung zu Wutanfällen gefürchtet. Gut stehen die Sterne nach dem chinesischen Aberglauben, wenn sie auf im Jahr des Tigers, der Hundes oder der Ziege Geborene stoßen. Ihnen wird nachgesagt, gut zueinander zu passen.
Was auch die Zukunft unseren chinesischen Freunden bringen mag: Heute tanzen auf den Straßen ihres Landes die roten Drachen und Löwen, die Glück bringen und böse Geister vertreiben sollen. Der Blick wendet sich ganz auf die Familie, die an diesem Tag zusammen findet.

Im symbolträchtigen Land ist auch das Essen nicht von der Mehrdeutigkeit ausgenommen. Obligatorisch werden auf vielen Tellern Maultaschen mit diversen Füllungen liegen, die Gold, Silber oder Kupfer symbolisieren. Sie stellen sicher, dass das neue Jahr Gesundheit und Reichtum bringt. Allerdings gilt: Bloß nicht aufessen! Wer den Teller blank geputzt zurückgibt, der sorgt für Unglück und wer will das schon haben?

Anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes werden die Straßen mit roten Laternen geschmückt