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Wieder Angriff in Jobcenter
23.05.2014  
Wieder einmal kam es in einem Jobcenter zu einem tätlichen Übergriff. In Köln wurde am vergangenen Dienstag eine Sachbearbeiterin von einem Kunden angegriffen und erlitt Kopf- und Augenverletzungen. Der Ruf nach besseren Sicherheitsstandards für den Öffentlichen Dienst wird immer lauter.

Ein 23-jähriger Mann hat am Dienstagabend im Jobcenter Köln eine Sachbearbeiterin so schwer verletzt, dass diese schwere Kopf- und Augenverletzungen davon trug. Bei dem Versuch, der Kollegin zu helfen, wurde auch ein weiterer Mitarbeiter am Kopf verletzt. Diese Nachricht reiht sich ein in die bereits lange Liste an Meldungen von tätlichen Übergriffen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jobcentern.

Obwohl die Sicherheitsvorkehrungen im Kölner Jobcenter nach dem Mordfall in Neuss bereits verbessert wurden, gelang es dem Angreifer dennoch, auf die Berater einzuschlagen. Die Debatte um bessere und vor allem für alle Jobcenter einheitliche Sicherheitsstandards gerät damit wieder in den Fokus. Denn neben den Folgen eines direkten Angriffs schwingt bei vielen Mitarbeitern fast täglich die Angst auf einen solchen mit. Hierzu der Landesjugendleiter der dbb jugend nrw, Jano Hillnhütter: "Es kann und darf nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen mit Angst zu ihrer Arbeitsstelle kommen und bei jedem Kunden die Befürchtung haben müssen, dass dieser sie angreifen könnte."
(c) by bluedesign / fotolia.com
Schon wieder ist es in einem Jobcenter zu einem schweren Angriff auf eine Mitarbeiterin gekommen
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Die desolaten Sicherheitskonzepte betreffen neben den Jobcenter-Mitarbeitern leider auch noch andere Berufsgruppen aus dem Öffentlichen Dienst. Auch Polizisten, Lokführer und Mitarbeiter in den unterschiedlichen Ämtern sehen sich viel zu oft mit Übergriffen konfrontiert. Doch die Politik schweigt sich dazu aus und scheint die immer wieder auftretenden Meldungen zu Übergriffen und die Forderungen nach besseren Sicherheitsbedingungen zu ignorieren. "Das Thema der Sicherheit der Beschäftigten muss von der Politik endlich ernst genommen werden. Es braucht tragfähige Konzepte zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst. Im Moment wird überall versucht, in Eigenregie die Situation zu verbessern. Ein gemeinsames Vorgehen aller Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst, egal ob Bund, Land oder Kommune, ist leider nicht zu erkennen. Hier muss dringend was passieren!", so die Forderung des Landesjugendleiters.
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Die dbb jugend nrw ist da bereits einen Schritt weiter. Anfang des Jahres wurde die "AG Sicherheit" ins Leben gerufen, um sich mit Vertretern aus den verschiedenen Arbeitsbereichen wie Jobcenter, Polizei und Bahn hinsichtlich der Sicherheitslage im Öffentlichen Dienst auszutauschen. In einem ersten Treffen wurden bereits erste Überlegungen zu notwendigen Veränderungen aus den unterschiedlichen Bereichen zusammengetragen.