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Medienkompetent durch NRW: Chinesen besuchen dbb jugend nrw
02.06.2014  
Sechs Vertreter vom Chinesischen Verband für Völkerverständigung kamen vom 23.-31. Mai zum Fachkräfteaustausch mit der Beamtenbund-Jugend nach NRW. Dieses Mal nicht mit zwei Kontrabässen, dafür aber mit viel Herz, Freude und großem Interesse.
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Mehr Fotos vom Besuch
der Delegation aus China
Durch sechs Städte in NRW reisten die sechs Gäste des Verbandes für Völkerverständigung der VR China, Partnerverband der dbb jugend nrw. Und sechs plus sechs ergibt 12: So viele Jahre besteht der intensive Kontakt zwischen den beiden Verbänden bereits. Da wundert es nicht, wenn aus einem fachlichen Austausch auch eine Begegnung mit alten und neuen Freunden wird.
Thematisch arbeiteten sich die chinesischen Jugend­vertreter fleißig durch ein Fachprogramm, dass die dbb jugend nrw rund um das Thema "Jugend(arbeit) und neue Medien" zusammengestellt hatte. Ein Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz führte in Köln mit einem kleinen Vortrag in das Thema ein. Vertieft wurden die Inhalte bei Gesprächen im LVR-Zentrum für Medien und Bildung sowie dem WDR in Düsseldorf, bei der Landesgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW in Duisburg sowie der Eurojugend in Aachen. Darüber hinaus lud die dbb jugend nrw für zwei Workshops einen Referenten der Arbeiterwohlfahrt sowie einen Vertreter der Düsseldorfer Polizei in die eigene Geschäftsstelle in der Friedrich-Ebert-Straße ein. Letzterer berichtete äußerst anschaulich zu Themen wie Cyber-Mobbing und mögliche Strafverfahren bei Straftaten im Internet.

Anzugtermin: Vertreter der Landesjugendleitung begrüßten die Gäste aus China ganz offiziell
Ein besonderes Highlight war der Besuch bei der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) in Bonn. Hier wurde den beeindruckten Gästen aus China das umfangreiche Angebot der Zentrale vorgestellt. Auf besonderes Interesse stieß das HanisauLand der bpb, in dem Hasen, Nilpferde und Säue gemeinsame eine Demokratie aufbauen. Die Comicreihe, die auch im Internet mit einer eigenen Seite vertreten ist, führt Kinder spielerisch in die Welt der Politik ein. Und hier geht es durchaus kontrovers zu: Während die Hasen am liebsten im ganzen Land Möhren anbauen wollen, verlangen die Nilpferde den Bau eines gewaltigen Staudamms, und den Wildsäuen wäre es am liebsten, wenn alles so bliebe, wie es ist.

Dass in einem demokratischen System manchmal durchaus komplizierte Wege beschritten werden müssen, lernten die chinesischen Gäste auch am Superwahlsonntag in Aachen, als sie im Wahlbüro der Städteregion die ersten Hochrechnungen zu Kommunal- und Europawahl live miterlebten und den Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Detlef Funken, mit tausend Fragen zum deutschen Wahlsystem löcherten.
Medienkompetenz selbst gemacht: Jeden Tag
gab es ein "selfieoftheday"
Die dbb jugend nrw interpretiert "Austausch" aber nicht nur fachlich, sondern auch völkerverbindend - das erfuhren die Fachkräfte aus China während ihres 9-tägigen Besuchs täglich am eigenen Leib. "Beteiligt euch und gestaltet das Besuchsprogramm mit!" hatte die Landesjugendleitung ihren Verbandsmitgliedern zugerufen. Die brachten sich ein - und wie! Von nah und fern kamen Vertreter dazu: aus Aachen, Bochum, Dormagen, Köln, Krefeld, Münster, Neuss und Rem­scheid. Wuppertal organisierte gleich einen ganzen Tag Besuchsprogramm vor Ort und auch Aachen und Duisburg brachten sich eifrig in die Programm­gestaltung mit ein. In Köln half man der Delegation mit Tagungsraum und Technik sowie Kaffee und Keksen aus und in Dortmund lud man die Gäste aus Fernost gleich zum eigenen Polterabend ein. Viele neue Freund­schaften wurden so geschlossen und alte Freunde sahen sich wieder. Die eigene Medien­kompetenz stellten die Beteiligten aus NRW und China dabei täglich mit dem eigenen Foto-Projekt #oneselfieaday unter Beweis.
Da wundert es nicht, wenn am Tag des Abschieds viele Tränen flossen. Die dbb jugend nrw bedankt sich diesmal ganz besonders bei allen Mitgliedern, die sich so fantastisch in Programmorganisation und Begleitung der Gäste aus Fernost eingebracht haben: Ihr habt den Austausch lebendig werden lassen! Bis zu einem Wiedersehen in China wird der Kontakt sicherlich über die vielfältigen Möglichkeiten des Internets weitergeführt. Nach diesem Programm macht uns in Sachen Medienkompetenz schließlich niemand mehr was vor.