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Zeigt der Welt, was der Öffentlichen Dienst leistet
23.06.2014  
Es waren die Vereinten Nationen, die den Tag des Öffentlichen Dienstes erstmals im Jahr 2003 auf den 23. Juni fest­legten, um auf seine besondere Bedeutung für die Gesellschaft auf lokaler, nationaler und globaler Ebene hinzuweisen. Und was ist?

Nix ist. In jedem Jahr erscheint pro Forma eine Pressemitteilung der Innenminister, mit der auch sie allgemein auf die Tragweite der Arbeitsleistungen aller Menschen im Öffentlichen Dienst hinweisen. Schön allgemein und floskelhaft. Nix Party, nix Ehrung, nix Besinnung, einfach nix.

Gedankenexperiment "Wenn der ÖD weg wär"

Also drehen wir den Spieß einfach herum und stellen ein Gedankenexperiment an: Was wäre, wenn der Öffentliche Dienst heute mal weg wäre? Bittere Streiktage geben einen kleinen Einblick in das Ausmaß der Katastrophe: Bahnen, die stehen, Straßen, die unrepariert blieben, Verbrechen blieben unaufgeklärt. Auch zu Unfällen käme keine Polizei, um sie aufzunehmen. Gerichte würden nicht mehr Recht sprechen können, denn die Türen blieben zu. Es würde sich niemand um die Ermittlung in Strafsachen kümmern, niemand Aussagen von Geschädigten, Beschuldigten und Zeugen notieren, keiner die Akten führen, die Aufschluss über schreiende Ungerechtigkeiten geben.
Viele Krankenhäuser blieben geschlossen, vor allem aber die hoch spezialisiert arbeitenden Unikliniken. Täg­lich müssten darum Menschen sterben, die dringend Hilfe bräuchten. Renten würden nicht mehr ausgezahlt, Reisepässe nicht mehr ausgestellt - das Verreisen in ferne Länder würde unmöglich werden. Neugeborene blieben namenlos. Niemand würde den Tag ihrer Geburt verbindlich notieren. Niemand wüsste, wie viele Einwohner es überhaupt wo gibt.

Anarchie in Deutschland

Autos führen ohne Zulassung herum, es wäre niemand mehr zuständig für Lebensmittelhygiene und Über­wachung. Verunreinigung und Panschen wären Tür und Tor geöffnet. Häuser würden abbrennen, ohne dass jemand das Feuer löscht. Schwer verletzte Menschen blieben eingeklemmt in ihren Fahrzeugen sitzen und müssten im schlimmsten Fall sterben, weil sie nicht rechtzeitig medizinisch versorgt werden könnten.

Wie unverzichtbar die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst wirklich sind, merkt man erst dann, wenn
man sie sich für einen Tag weg denkt
Niemand ginge Umweltdelikten nach, Hochzeiten und Scheidungen könnten nicht mehr stattfinden. Büchereien und Theater blieben geschlossen und auch in Schwimmbädern, Sporthallen und Sportplätzen würde man keinen Ausgleich mehr finden können. Denn auch dort würde niemand sein, der sich darum kümmert. Der Nachbar könnte widerrechtlich in Nachbarsgarten einen Schwarzbau beginnen, weil niemand dort die Einhaltung von Grundstücks­grenzen nachvollzieht. Außerdem könnte jeder bauen, wie es ihm lieb wäre, ohne auf die Rechte anderer zu achten. Wie hoch, wie breit oder wie tief - all das spielte keine Rolle mehr.

Probleme stinken bis zum Himmel
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So formuliert die UN den
"Tag des Öffentlichen Dienstes"
Der Müll würde bis zum Himmel stinken, weil ihn keiner abholt und Kindergärten und Schulen blieben geschlossen. Auch wenn das verdummende Deutschland nur eine Vision ist, es zeigt doch wie sehr sie nötig sind, die vielen Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes. Ob verbeamtet oder angestellt. Und jeder könnte sicher eine oder mehrere kleine Katastrophen hinzufügen, in die Deutschland versinken würde. Postet sie uns über facebook. Wir machen mit euch eine öffentliche Sammlung all der Dienste am Bürger, die wir und ihr alle leistet.