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Hurra, wir sind Kreisjugendgruppe! Und jetzt?
08.09.2014  
Hilfestellung in Sachen Kreisjugendgruppenarbeit, Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten und Tipps zum Thema Social Media bekamen acht Kreisjugendgruppenmitglieder beim Kreisjugendleiterforum an die Hand. Vom 5.-7. September fand das Seminar in seiner zweiten Auflage im dbb forum siebengebirge in Königswinter statt.

Die Fragen der neuen Mitglieder verschiedener Kreisjugendleitungen waren klar: Welche Möglichkeiten haben wir als Kreisjugendgruppe, welche Aufgabe habe ich in einer meiner Funktion als Kreisjugendleitung, oder wie komme ich an finanzielle Mittel zur Durchführung einer Aktion? Drei Tage hatten die neuen, aber auch die erfahrenen Mitglieder von verschiedenen Kreisjugendleitungen Zeit, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
Das Seminar begann mit dem obligatorischen Abend­essen in der Tagungsstätte. Im Anschluss wurde die erste Einheit durch Landesjugendleiter Jano Hillnhütter eingeleitet. Er stellte die dbb jugend nrw und ihren Aufbau vor. Außerdem wurde veranschaulicht, dass die dbb jugend nrw nicht bloß ein Gewerkschaftsverband, sondern auch ein anerkannter Jugendverband ist. Dieser Umstand ermöglicht es, viele Aktionen, Seminare und Fortbildungen durchzuführen, die den Mitgliedern zu Gute kommen, aber verpflichtet die Gesamtorganisation zugleich zu einer prozessorientierten Kinder- und Jugend­arbeit. Das heißt, die dbb jugend nrw ist nicht nur im Öffentlichen Dienst aktiv, nein sie tut durch Referententätigkeiten in Schulen und weiteren Bildungs­einrichtungen auch noch etwas für die Gesellschaft. Dies wurde von den Teilnehmern erstaunt zur Kenntnis genommen. Mit Sicherheit auch ein weiterer positiver Aspekt für eine Mitgliedschaft in einer Fachgewerkschaft der dbb jugend nrw.

Jano Hillnhütter und Frank Meyers von der LJL mit
den Teilnehmern des Kreisjugendleiterforums
Darüber hinaus stellte Jano die sehr beliebten internationalen Begegnungen mit den Partnerverbänden aus China, Israel, Russland, Taiwan und der Ukraine vor. Ein weiteres interessantes und das weitaus wichtigste Themenfeld der Arbeit der dbb jugend ist "die politische Vertretung der jungen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst". Auch hierzu wurden Argumentationshilfen geliefert, wonach sich gerade diese Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort auswirkt.

Nachdem ein grober Überblick über die Tätigkeit der Landesjugendleitung gegeben wurde, sollte es am Samstag Morgen auch gleich mit den eigentlichen Fragen der Kreisjugendleitungen losgehen. So wurde die Infrastruktur zunächst genau betrachtet, also die erforderlichen Dinge für eine funktionstüchtige Kreisjugendgruppe wie beispielsweise die Einrichtung von Konto und E-Mail-Adresse und die Anschaffung von Werbemitteln etc.

Die sich natürlich aufdrängende Frage "Wer macht das eigentlich?" wurde von Frank Meyers ausführlich beantwortet. Die Kreisjugendgruppenmitglieder bekamen Antworten darauf, welche Vorstandsposten vergeben werden müssen und welche optional noch zu besetzen sind. Im Part "KJG-Intern" wurde außerdem die Organisation und Delegation von Aufgabenfeldern thematisiert. Bestandteil dieses Themenblocks war auch die Rahmensatzung von und für Kreisjugendgruppen, die von den Kreisjugendgruppen vor Ort auch noch erweitert werden kann. Darüber hinaus wurde auch die Frage nach den Organen der dbb jugend nrw erläutert. Ob auf Landesebene der Landesjugendtag bzw. der Landesjugendausschuss oder vor Ort der Kreisjugendtag bzw. Kreisjugendausschuss: Die unterschiedlichen Gremien sind für die Jugendgruppen nun keine Unbekannten mehr.

Besonders hellhörig wurden die Teilnehmenden am Sonntagmorgen, als Sabrina Rehbann das Thema "Finanzierung der Kreisjugendgruppen" vorstellte. So wurde zunächst die Konto- und Kassenführung erläutert, schließlich wird hier nicht mal eben ein privates Konto eröffnet. Der Ernüchterung, dass auf dem Konto auch manchmal nichts drauf ist, konnte Sabrina mit einer Vielzahl an Bezuschussungsvarianten, Mittel für Arbeitskosten und Zuschüssen für Werbemittel entgegentreten. Die Mitglieder der Kreisjugendgruppen vermuteten zwar, dass es Möglichkeiten gibt, über den Dachverband und anderen Zuschussgebern Gelder abzurufen, aber die Vielzahl und die Höhe der Gelder war für die Vertreter geradezu überwältigend.

Einen sehr interessanten Exkurs gab der Geschäftsstellenleiter Markus Klügel zum Thema „Social Media und Fotografie“. Kein anderes Medium ist schneller, wird mehr in Anspruch genommen oder ist so einfach zu bedienen wie das soziale Netzwerk. Doch die rechtlichen Falltüren werden in diesem schnelllebigen Geschäft leider häufig übersehen und können schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Beispielsweise beim Urheberrecht, das durch Markus anwenderorientiert sehr gut dargestellt wurde.

Dass Berichte gerade mit Bildern besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist klar. Doch ist Bild gleich Bild? Mit leichten Anwendungen und Änderungen im Fotografier-Verhalten kann die Wirkung eines Fotos massiv verändert werden. Die Qualität der Kreisjugendarbeit spiegelt sich in jedem Tweet, Post oder Like wider, da sind sich die Seminarteilnehmer einig.

Auch sind sich die jungen Gewerkschafter einig darüber, dass das Seminar ein voller Erfolg war. Viel Wissenswertes konnte vermittelt werden. Der Arbeit vor Ort steht nichts mehr im Weg, es kann losgehen!