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Mit Sicherheit sicher in die Ukraine
10.09.2014  
In zwei Tagen startet die dbb jugend nrw ihre Austauschmaßnahme in die Ukraine, während sich im Osten des Landes seit Monaten die Situation zuspitzt. Wir haben mit Christian Bernheine gesprochen, der mit in den Flieger steigt, was ihn zu diesem Austausch bewegt.
"Hast du keine Angst?" Das ist die häufigste Frage, die Christian derzeit zu hören bekommt, wenn er von seinem geplanten Aufenthalt mit der dbb jugend nrw in der Ukraine erzählt. "Nein, ich habe keine Sorge", sagt er. "Ich beobachte die Situation im Osten des Landes aufmerksam. Das ist rund 900 Kilometer von unserem Reiseziel Tschernigiv im Norden des Landes entfernt. Ich bezweifle, dass landesweit die Sicherheitslage so schwierig ist wie im Herd der Unruhen."

Durch ihre engen Kontakte in das von Krisen gebeutelte Land ist die dbb jugend nrw ebenso sicher wie er, dass keiner der Teilnehmer in Gefahr geraten wird. "Selbst­ver­ständ­lich würden wir sonst zur Sicherheit unserer Mitglieder diese Reise sofort absagen", sagt der Vorsitzende des Verbandes, Jano Hillnhütter. "Wir sind im ständigen Kontakt mit unseren Ansprechpartnern vor Ort, die die Lage einschätzen können", fährt er fort.

Christian Bernheine - hier bei einer Veranstaltung seiner Heimatgewerkschaft komba jugend nrw
Andere fliegen nach Ägypten

Christian, der zum ersten Mal eine Austauschaktion mit der dbb jugend nrw macht, kennt auch die Verbindungen nach Israel. "Die bestehen seit Jahrzehnten und in all dieser Zeit hat es auch Austauschaktionen gegeben, obwohl es dort in dieser Zeit kaum einmal politisch entspannt war", sagt der Kölner. "Andere fliegen nach Ägypten in Urlaub. Ich glaube, dass dort die Gefahrenlage größer ist."

Er ist also startklar, wenn es für die fünfköpfige Delegation am Freitag ab in den Flieger geht. Zumal gleich am ersten Tag nach der Anreise eine Hochzeit auf dem Programm steht. Eine gute Möglichkeit, die Sitten und Gebräuche des Landes live mitzuerleben. Denn die Mitglieder der dbb-Truppe werden über zwei Tage hinweg mitfeiern dürfen. Auch sehr gespannt ist Christian auf einen Tagesausflug nach Kiew, der gegen Ende der Reise auf dem Programm steht. Er hofft, dass man auch den Maidan-Platz ansehen wird, von dem aus im Dezember vergangenen Jahres heftige Proteste ausgingen.

Unsicherheit darüber, was Kölner schenken


Jetzt, in den letzten Tagen vor der Abreise, qualmt Christian der Kopf beim Gedanken an ein paar persönliche Gast­geschenke, denn eines der Aushängeschilder aus der Domstadt, der unnachahmliche Kölsche Duft "4711", ist bereits im offiziellen Gepäck der Delegation. "Ich werde mal in den Souvenirshops rund um die Domplatte stöbern", meint er dazu, hat aber auch schon darüber nachgedacht, ob nicht Schokolade auch auf echte Gegenliebe stoßen würde.

Eines ist sicher: Auch wenn er sich durch die aktuelle Situation sicher nicht so auf die Reise vorbereiten wird, wie man das üblicherweise vor einer Reise macht, die Neugier der Daheimgebliebenen ist ihm gewiss. "Ich lasse mich treiben und sehe mir das Land an", verspricht er. Wir dürfen alle auf seine Eindrücke gespannt sein.