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dbbj nrw bei Vollversammlung des Landesjugendrings NRW
31.10.2014  
Über 100 Delegierte aus den Mitgliedsverbänden des Landesjugendrings NRW kamen am 28. Oktober zur jährlichen Vollversammlung zusammen. Für die dbb jugend nrw waren Landesjugendeiter Jano Hillnhütter, Beisitzer Jens Megier und Geschäftsstellenmitarbeiterin Jenny Kampa in Köln-Deutz anwesend.

Der Vorstand des Landesjugendrings (LJR) gab zu Beginn der Vollversammlung einen kurzen Bericht über die geleistete Arbeit der letzten 12 Monate und informierte die Delegierten über die Weiterentwicklung im Rahmen des Prozesses "Landesjugendring 2020".
Gemeinsame Initiative: Bündnis für Freiräume

Der weitere Fokus der Tagung lag auf dem vom LJR gegründeten "Bündnis für Freiräume", zu dem es einen ausführlichen Bericht und genügend Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch gab. Ziel des Bündnisses ist, mehr Freiräume für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen; sei es zeitlicher, räumlicher oder auch bedürfnisorientierter Natur. Dass der Alltag junger Menschen immer mehr von Schule, formellem Lernen und zweckgebundener Zeit geprägt ist, konnte auch Dr. Thomas Fischbach (Vorsitzender des Berufs­ver­bandes der Kinder- und Jugend­ärzte Nordrhein) bei einer Round-Table-Diskussion bestätigen. Er betonte, dass zur Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung mehr als nur Lernen gehöre und auch Lange­weile wichtig für die Kreativitäts­entwicklung sei.

Vertreter der dbb jugend nrw bei der Vollversammlung des Landesjugendrings NRW
Auch die zwei weiteren Gesprächspartner bestätigten dies im Gespräch mit der LJR-Vorsitzenden Sarah Primus: Sebastian Gutknecht (Geschäftsführer Arbeitsstelle Jugendschutz NRW) und Tom Josten (Vorstand Landes­schüler/innen-Vertretung) forderten mehr Raum für freie Entfaltung, mehr Möglichkeiten für ehren­amtliches Engagement sowie mehr Chancen, individuelle Erfahrungen und auch Fehler zu machen.
Politische Gespräche, Antragsberatungen und lebhafte Diskussionen

Ebenfalls vor Ort war NRW-Jugendministerin Ute Schäfer, die das Bündnis für Freiräume unterstützt und in ihrer Rede die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Initiative verdeutlichte. Auch der Landesjugendleiter der dbb jugend nrw, Jano Hillnhütter, gehört zu einer der vielen Erstunterstützenden des Bündnisses: "Ich unterstütze das Bündnis für Freiräume, da ehrenamtliches Engagement junger Menschen sonst leider nicht mehr funktioniert. Wer neben Schule, Studium und
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"Bündnis für Freiräume"
Beruf keine Freiräume mehr hat, kann sich nicht mehr in die Gesellschaft einbringen - gerade aber junge Menschen tun dies auf beeindruckende und vielfältige Art und Weise in unserem Land," so sein Statement auf der Website des Bündnisses für Freiräume.
Im Anschluss an die Erläuterungen zur inhaltlichen Arbeit des LJR folgten die ersten Abstimmungen, zunächst über die Vollmitgliedschaft zweier Verbände. Sowohl die ASJ - Arbeiter-Samariter-Jugend NRW als auch der LandesMusikVerband NRW 1960 e.V. wurden als Vollmitglied in den LJR aufgenommen. Daran schlossen sich die Abstimmungen über sechs durch die Mitgliedsverbände bzw. den LJR-Vorstand eingereichten Anträge an. Nach lebhaften Diskussionen und gemeinsamen Beratungen über die jeweiligen Inhalte - auch Jano Hillnhütter brachte bei einigen Anträgen die teils kritische Sichtweise und andere Position der dbb jugend nrw ins Gespräch ein - wurde allen sechs Anträgen durch die Delegierten zugestimmt.
dbbj-Landesjugendleiter Jano Hillnhütter (re.) und Beisitzer Jens Megier im gemeinsamen Gespräch mit Grünen-Politikerin Dagmar Hanses
Am Rande der Vollversammlung kamen die Vertreter der dbb jugend nrw auch noch mit der Land­tags­ab­ge­ord­neten der Grünen, Dagmar Hanses, ins Gespräch und tauschten sich über verbands- und jugendpolitische Themen aus. Darüber hinaus war auch die Hooligan-Demonstration in Köln vom vergangenen Wochenende und die ausgeübte Gewalt gegenüber der Polizei Gesprächs­gegenstand. Alle drei waren sich einig, dass die Polizei-Kollegen unter extremsten Bedingungen im Einsatz waren und sich dies in der Form nicht wiederholen dürfe.

Der anvisierte Zeitplan für die Vollversammlung in der Köln-Deutzer Jugend­herberge konnte zwar nicht einge­halten werden, doch waren es die konstruktiven Diskussionen sowie Austauschmöglichkeiten mit Politikern und zwischen den Delegierten wert, in die Verlängerung zu gehen.