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Bundesjugendausschuss trifft sich in Königswinter
15.04.2015  
Unter Beteiligung der dbb jugend nrw fand am 27./28. März der Bundesjugendausschuss der dbb jugend (Bund) in Königs­winter statt. Rund 60 Junggewerkschafter aus dem gesamten Bundesgebiet und aus vielen Fachgewerk­schaf­ten waren vor Ort.
Bei der Frühjahrs-Auflage des Bundesjugendaus­schusses (BJA) besprachen die anwesenden Gewerk­schafts­vertreter viele wichtigen Themen, darunter die kürzlich abgeschlossenen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder, die eindrucksvoll durch Jugendaktionen und vielfache Beteiligung an Warn­streiks und Kundgebungen geprägt waren. Eine dieser besonderen Jugendaktionen war die Plakataktion der dbb jugend nrw. Frank Meyers, Beisitzer der Landes­jugend­leitung, stellte die verschiedenen Plakate, die Entstehung der Idee und deren Umsetzung vor. Das Plenum zeigte sich sichtlich begeistert von dem Projekt.

Darüber hinaus wurde das Magazin "Tacker" der dbb jugend thematisiert. Nach durchweg positivem Feed­back der Delegierten wurde über weitere Optimierungs­möglichkeiten diskutiert und eine mögliche Beteiligung von aktiven Mitgliedern bei der Erstellung der Ausgaben besprochen. Hierzu wird sich die Bundesjugendleitung noch einmal beraten und auf die Fachgewerkschaften und Landesjugendleitungen zukommen.
Frank Meyers (rechts) stellt die Demo-Plakate der
dbbj nrw vor, die in diesem Jahr zum Einsatz kamen
Foto: (c) by dbb jugend (Bund)
Weiter aufgewertet wurde die Veranstaltung durch den Bericht des extra angereisten dbb-Bundesvorsitzenden Klaus Dauderstädt, der von wichtigen Gewerkschaftsthemen wie Tarifeinheit, Tarifverhandlungen der Länder und Gesprächen mit der Politik berichten konnte.

Rund 60 junge Gewerkschafter nahmen am Bundesjugendaustausch der dbb jugend teil
Foto: (c) by dbb jugend (Bund)
Eine lebhafte Diskussion entstand im Anschluss an einen Fachvortrag von Ansgar Drücker vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismus-Arbeit (IDA e.V.). Dabei wurde deutlich, dass Rassismus und Antirassismus-Arbeit auch für den Öffentlichen Dienst sensible und zugleich wichtige Themen sind. Einig war man sich in dem Punkt, dass jede Form von Diskriminierung und Rassismus in unserer Gesell­schaft keinen Platz haben dürfe. Landesjugendleiter Jano Hillnhütter stellte in der Debatte klar, dass es trotzdem möglich sein müsse, bestehende Probleme zu benennen, ohne sich mit dem Vorwurf von rassistischen Tendenzen konfrontiert zu sehen. So sei es beispielsweise zunehmend ein Problem von weiblichen Bediensteten im Öffentlichen Dienst, dass ihnen junge Männer mit arabischem Migrationshintergrund bisweilen nicht mit dem erforderlichen Respekt gegenübertreten.
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Anonyme Bewerbungen
Weiterhin kritisch sieht die dbb jugend nrw auch die Projekte zu den anonymisierten Bewerbungsverfahren für den Öffentlichen Dienst. "Wir unterstützen das Ziel, den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Staatsdienst zu erhöhen. Aber dafür braucht es vernünftige Werbemaßnahmen, die gezielt junge Migrantinnen und Migranten ansprechen", ist sich Jano Hillnhütter sicher. Die Anonymisierung unterstelle den Kolleginnen und Kollegen in den Behörden vor Ort, dass sie Menschen mit ausländisch klingenden Namen bewusst schlechter behandelten und nicht einstellten. "Das können wir weder bestätigen noch akzeptieren", machte der Landes­jugend­leiter die Position der dbb jugend nrw deutlich.

Eine tolle und bereits aus der dbb-Kreisjugendgruppe Remscheid und der DSTG-Jugend Westfalen-Lippe bekannte Aktion wurde auch an diesem Wochenende durchgeführt: Für die Teilnehmer des BJA bestand die Möglichkeit, sich für eine Knochenmarkspende bei der DKMS typisieren zu lassen, wovon erfreulicherweise viele Gebrauch machten. Die Kosten für jede Typisierung übernahm die dbb jugend (Bund).