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Missstände und Sicherheitslücken in den Behörden: landesweite Abfrage gestartet
04.05.2015  
Bei ihrer Sicherheitskonferenz Mitte März hat die dbb jugend nrw mit rund 30 jungen Vertreter/innen aus fast allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes Erfahrungen darüber ausgetauscht, wo in Sachen Schutz und Sicherheit der Beschäftigten dringend etwas getan werden muss. Nun hat der gewerkschaftliche Dachverband eine ausführliche Abfrage an alle seine Mitgliedsverbände gestartet.
Dass in Sachen "Schutz und Sicherheit der Beschäf­tigten im Öffentlichen Dienst" unbedingt etwas getan werden muss, war der dbb jugend nrw schon länger klar. Schon vor anderthalb Jahren hat der Verband die "AG Sicherheit" ins Leben gerufen, um das Thema zu beackern. Wie schockierend und bedrohlich jedoch die Situationen sind, in die Beschäftigte von Ämtern und Behörden immer wieder geraten, wurde bei der Sicherheitskonferenz deutlich, die die dbb jugend nrw am 14. März 2015 in Düsseldorf durchführte. Rund 30 junge Beschäftigte aus den verschiedensten Ecken Nordrhein-Westfalens und aus fast allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes waren auf Initiative der dbb jugend nrw zusammengekommen, um über das Schicksal zu berichten, das ihnen in Ausübung ihres Berufes widerfährt. Dabei zählten verbale Übergriffe noch zum geringsten, was die Beschäftigten erdulden müssen.

Kaum ein Amt ohne massive Probleme

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Im Verlauf der Konferenz wurde schnell klar, dass es hier nicht um Einzelfälle geht. "Es gibt eigentlich kaum ein Amt ohne massive Probleme. Das ist wirklich erschreckend", bringt der Landesjugendleiter der dbb jugend nrw, Jano Hillnhütter, die Situation auf den Punkt. Um über die einzelnen Erfahrungsberichte hinaus noch mehr Informa­tionen über Art und Häufigkeit der Vorfälle zu sammeln, hat die dbb jugend nrw nun eine Abfrage an alle seine Mitgliedsverbände gestartet. 27 Untergliederungen hat der gewerkschaftliche Dachverband angeschrieben und um mehr und genauere Informationen gebeten, um so ein möglichst umfassendes und exaktes Bild über die sicherheitsrelevanten Problemlagen in den ver­schiedenen Behörden und Dienststellen zeichnen zu können.

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Berichterstattung in der Rheinischen Post (04.05.15)
Diese Informationen will die dbb jugend nrw nutzen, um ihre Forderungen nach mehr Schutz und Sicherheit für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst gegenüber der Politik zu untermauern. Bereits bei seinem Gespräch im Innenministerium am 4. März 2015 legte Landesjugendleiter Jano Hillnhütter NRW-Innenminister Ralf Jäger ans Herz, sich ressortübergreifend der Sache anzunehmen. In seiner nächsten Sitzung am 24.-26. Juni will nun die Innenministerkonferenz das Thema aufgreifen und über die Missstände und Sicherheitslücken in den Behörden beraten.