impressum kontakt drucken suchen
 
Startseite Die dbbj nrw Aktuelles Arbeitsfelder Seminare Fotoalben Downloads
Internationaler Austausch: Viel mehr als nur Zirkus
09.09.2015  
25 angehende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes aus Israel und 15 Mitglieder der dbb jugend nrw aus der kommunalen Verwaltung kamen am 6. September in Köln zu einem internationalen Austausch zusammen.

Das Zirkus- und Artistikzentrum in Köln wurde für einen Tag zum Ort der internationalen Begegnungen. 25 Absolventinnen und Absolventen der Ben Gurion Universität in Be’er Scheva in Israel reisten am vergangenen Sonntag in das Rheinland und trafen 15 junge Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst und Mitglieder der dbb jugend nrw, um sich über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kommunalverwaltung auszutauschen.
Bereits zu Beginn des Workshops, beim gemeinsamen Mittagessen, kamen die jungen Staatsdiener aus beiden Ländern ins Gespräch. Nach einer herzlichen Be­grüßung durch die stellvertretende Landes­jugend­lei­terin der dbb jugend nrw, Sabrina Deiter, mit besonderer Betonung auf die nun seit 50 Jahren bestehenden Beziehungen zwischen Deutschland und Israel und einer kleinen Einführung in das Deutsche Staatssystem, konnten sie ihre Gespräche in Gruppen fortführen und vertiefen. Großes Interesse und viel Erstaunen herrschte durchweg auf beiden Seiten. Dies kam im ab­schließenden Plenum besonders zum Ausdruck. Eine junge Israelin äußerte sich sehr beeindruckt über die großen finanziellen Mittel, die dem Öffentlichen Dienst in Deutschland zur Verfügung stehen.

Sabrina Deiter (2.v.r.) im Dialog über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kommunalverwaltung
Auch das Ausbildungsprogramm gestalte sich äußerst verschieden. In Israel, so eine junge Absolventin, würde man nicht auf die spezielle Tätigkeit in einem dualen System vorbereitet, sondern würde eine Art allgemeine Ausbildung absolvieren. Darunter leide folglich in vielen Fällen die Qualität der Arbeit. In Sachen Arbeitszeit zeigte sich die israelische Gruppe erstaunt: In Israel ist eine gesetzlich geregelte Wochenstundenanzahl von maximal ca. 40 Stunden wie in Deutschland reine Utopie. Viele Ansätze des Deutschen Verwaltungssystems führten zu neuen Impulsen, die die jungen Berufsanfänger aus Israel sicherlich mit in die Heimat nehmen werden.

Israelische Studenten während des Zirkus-Workshops
Doch auch das persönliche Kennenlernen und der Spaß kamen am Sonntag nicht zu kurz. Im Anschluss an den Austausch startete die komplette Gruppe mit einem aufregenden Zirkus-Workshop im Zirkus- und Artistik­zentrum Köln. Bei dem wurde gemeinsam mit Bällen und Tellern jongliert, auf Seilen und Tonnen balanciert und sich in schwindelnde Höhen auf das Trapez geschwungen.

Ein gemeinsames Abendessen rundete den inter­nationalen Austausch perfekt ab und am Abend verabschiedeten sich die 25 israelischen Absolventen und die 15 Mitglieder der dbb jugend nrw mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken von den neu gewonnenen Freunden.