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Trotz Berufsalltag gesund und ausgewogen ernähren
25.09.2015 [Ein Teilnehmerbericht von Anja und Viktoria]
Wie eine ausgewogene Ernährung trotz Berufsalltag funktioniert und wie ein genussvoller Speiseplan mit schnell zubereiteten Mahlzeiten aussieht, wollten zehn Mitglieder der dbb jugend nrw genauer wissen. Vom 4.-6. September erfuhren die Hobbyköche auf dem Thomeshof mehr über gesunde Ernährung und machten sich ran an die Töpfe. Da ein gutes Gericht Vorspeise, Hauptgang und einen Nachtisch benötigt, beginnen die Teilnehmerinnen Anja und Viktoria bei ihrem Seminarbericht direkt mit der Vorspeise:

Zunächst: die Vorspeise

Am Freitag, 4. September versammelten sich zehn Hobbyköche in der Küche des Thomeshof in Erkelenz, ausgerüstet mit Schürze, Kochlöffel und viel Wissensdurst, um sich unter der Leitung von Ernährungsberaterin Angelika Exner-Wille ein ganzes Wochenende mit dem Thema gesunde Ernährung auseinanderzusetzen.

Ein Tisch voller selbstgemachter Dipps und Snacks:
Auch Naschen kann gesund sein
Die Vorbereitungen in der Küche gingen direkt los - ein gemütlicher Grillabend sollte auf das Wochenende einstimmen. Der Duft von selbstgebackenem Fladenbrot vermischte sich mit dem Geruch von würzigem Chili-Avocado-Dip und herzhaften Tomate-Feta-Päckchen. Im Innenhof des Thomeshofes wurde trotz herbstlichen Wetters geschlemmt. Im Anschluss an die erste Vorstellungsrunde erfolgte ein Austausch über die Erwartungen und Wünsche an das Seminar. Die Referentin stellte das weitere Programm und die Rezepte für das Frühstück am nächsten Morgen vor. Getreu dem Motto "Nach dem Kochen ist vor dem Kochen" ging es wieder in die Küche, um Brot und Aufstriche für den Folgetag zu kreieren.

Es folgt: der Hauptgang

An Seminartag 2 lag ein ganzer Tag voller Essen vor uns. Schon früh trafen sich die hungrigen Köche, um dem üppigen Frühstück den letzten Schliff zu geben. Brot, Brötchen, Rohkost, Vitamin-Shakes, Marmelade, Hüttenkäse, Müsli und selbstgemachte Schokocreme lieferten Energie für den Tag. Gestärkt ging es gegen halb 10 in die erste Theorieeinheit. Zunächst wurde der ausgewogene Aufbau gesunder Ernährung mit Hilfe der Lebensmittelpyramide besprochen. Getreu dem Motto "Von unten viel, von oben wenig, so lebst du ewig" sollten es sechs Portionen Getränke, insgesamt fünf Portionen Obst und Gemüse, viermal Getreide/Nudeln/ Reis, dreimal Milchprodukte, und jeweils eine Portion Fleisch/Fisch, Fette, Öle und Süßigkeiten sein. Auch der Bio-Rhythmus des Körpers, die Entwicklung des Blutzuckerspiegels über den Tag sowie der Ablauf der Fettverbrennung und wie man diese positiv durch die Ernährung beeinflussen kann, wurden thematisiert.

Was ist drin im Joghurt? Auch Zutatenlisten wurden beim Ernährungsseminar aufmerksam studiert
Um die Leistungskurve nach so viel Input wieder in die Höhe zu treiben, folgte das Mittagessen. Vegetarische und mit Hähnchenfleisch gefüllte Wraps, Brötchen mit Rucola-Rührei und Forellenfilet, gesunde Gurkensandwiches, Zucchinipuffer mit Tsatsiki und Obstsalat mit Mango-Joghurt machten Lust auf mehr. Kochen, geselliges Zusammensein und gemeinsames Genießen gaben dem Hauptgang die besondere Würze.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es am Nachmittag mit vielen interessanten Infos rund ums Essen weiter. Wie viel Zucker ist überhaupt in einem Becher Joghurt? Wie erkennt man versteckte Zuckerarten und liest die Zutatenliste? Wie hört sich eine Rosine an? Alle Sinne wurden geschärft und Nahrungsmittel von einer ganz neuen Seite betrachtet. In einer kleinen Gruppenarbeit stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Strategien für den wöchentlichen Einkaufs- und Essensplan zusammen und gestalteten ein optimales und ausgewogenes Tagesmenü.

Belohnt wurde die gute Leistung am Nachmittag mit dem Abendessen. Wieder einmal wurde deutlich: Selbst gemacht schmeckt doch am besten. Alle Geschmäcker wurden mit einer leckeren Kürbissuppe, einem vegetarischen Chili aus Bulgur, Brokkoli-Bohnen-Salat, Caprese und einem Hähnchen-Blumenkohl-Curry bedient. Der Abend klang gemütlich mit dem Spiel Tabu und selbstgemachten Gewürznüssen vom Blech aus, während die Brötchen und das Dinkel-Nuss-Brot für den nächsten Tag im Ofen noch fertig backten.

Wissen jetzt wie eine ausgewogene Ernährung aussieht: Die Teilnehmer des Ernährungsseminars
Das gelungene Menü endet mit dem Nachtisch

Und so wurden weitere Frühstückshighlights am Sonntagmorgen serviert: sahniges Hirse-Müsli, Obst­salat, Milchsemmeln, Pflaumenmus und Kräuterquark weckten die müden Geister. Die letzte Theorieeinheit mit Quizcharakter zeigte den Teilnehmerinnen und Teil­nehmern, dass Orangengetränk nicht gleich Orangen­getränk und Brot nicht gleich Brot ist. Geschmacks- und Riechtests führten auf die richtige Fährte. Angelika Exner-Wille erklärte anschaulich, dass Essen mehr ist als nur Nahrungsaufnahme. Und dass Fett und Kohlenhydrate ebenso wichtig sind wie Vitamine und Eiweiße.
Das geballte Wissen konnte bei der Zubereitung des Mittagessens praktisch angewandt werden. Den kulinarischen Highlights wie Tomaten-Champignon-Car­paccio, würzigen Kartoffelecken, Fisch-Gemüse-Auflauf, Erbsen-Speck-Omelett und einem fruchtigsüßen Mango-Crumble zum Abschluss konnte keiner widerstehen.

Und so traten die Hobbyköche vollgefressen, mit kugelrunden Bäuchen und viel nützlichem Wissen nach einem leckeren Wochenende den Heimweg an, natürlich hoch motiviert, das Erlernte auch zu Hause in die Tat umzusetzen und dort nachzukochen. In diesem Sinne: Guten Appetit!