impressum kontakt drucken suchen
 
Startseite Die dbbj nrw Aktuelles Arbeitsfelder Seminare Fotoalben Downloads
Gebrauchsanweisung für die Generation Y
08.06.2016 [Ein Teilnehmerbericht von Markus, komba]
In neue und altbekannte Gesichter konnte man am vergangenen Samstag, 4. Juni in den Schulungsräumen der dbb jugend nrw in Düsseldorf schauen. Mit insgesamt sechs Seminarteilnehmern ging es um die Frage, was es mit dieser "Generation Y" auf sich hat, wie sie tickt und wie man sie für das Ehrenamt begeistern kann. Teilnehmer Markus berichtet:

Um zunächst eine Idee davon zu bekommen, welche Jahrgänge unter die Bezeichnung "Generation Y" zu fassen sind, warf Referent Markus Klügel von der dbb jugend nrw eine Definition des Begriffes an die Wand. Wir stellten fest, dass jeder von uns ein so genannter Millennial ist und somit zur "Generation Y" zählt. Gemäß der angeworfenen Definition gehören zur "Generation Y" nämlich alle diejenigen, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 1995 geboren wurden. Diese Generation ist die Nachwuchsgeneration der Baby-Boomer und der Generation X.
Im Anschluss bat uns Referent Markus Klügel darum, dass wir Charakteristika nennen, die wir mit der "Generation Y" verbinden. Hierbei ließen wir fast kein gutes Haar an unserer Generation. Wir fanden, unsere Generation ist besonders davon geprägt, dass wir keine Entscheidungen treffen und uns jede Option so lange wie möglich offen lassen wollen. Außerdem bezeich­neten wir unsere Generation als egoistisch und wenig interessiert am Ehrenamt. Ein paar positive Charakter­eigenschaften wurden auch genannt: Wir hielten unsere Generation für lebensfroh, spontan und abenteuerlustig. Darüber hinaus ist unsere Generation kritisch und legt Wert auf eine gute Work-Life-Balance, fanden wir.

Nach diesem kritischen Blick auf uns und unsere Alters­genossen ging es in die Mittagspause und bei leckeren belegten Brötchen entwickelten sich intere­sante Ge­spräche zu unterschiedlichsten gewerkschaft­lichen und privaten Themen.

Beim dbbj nrw-Seminar letzten Samstag gingen
sechs Teilnehmer der "Generation Y" auf den Grund

In einem Workshop wurden Ideen entwickelt, wie
man die Generation Y begeistern kann
Danach ging es in den finalen Endspurt und um die Frage, was denn tatsächlich die Charakteristika unserer Generation sind. Hierfür wurden die Ergebnisse der Shell-Studien herangezogen. Dort wurde unter anderem festgestellt, dass wir zu den "digital Natives" gehören, also jenen, die mit digitalen Technologien aufge­wachsen sind wie Computern, dem Internet, Mobil­telefonen und MP3-Playern. Darüber ist unsere Gene­ration laut Shell-Studie äußerst teamfähig und legt viel Wert auf Freude an der Arbeit bzw. dem Leben, sowie auf Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns. Ebenso kam heraus, dass die Mitglieder unserer Generation keines­wegs - wie weitläufig angenommen - politik­verdrossen sind, sondern viele durchaus auf unterschiedlichste Weise politisch aktiv sind: z. B. durch Produktboykotte, Unterzeichnen von (Online-)Petitionen oder durch Teilnahme an Bürgerbegehren. Auch wurde festgestellt, dass es keine negative Entwicklung in der Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamts gibt.
Um diese Bereitschaft der "Generation Y" zu nutzen und um das Interesse für ehrenamtliches Engagement weiter zu steigern, zeigte uns Referent Markus Klügel Möglichkeiten und Handlungsalternativen auf. Ein wichtiger Punkt hierbei sei es, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen. Den Seminarabschluss bildeten ein Workshop, in dem wir ein Angebot genau so gestalten sollten, damit sich Vertreter der "Generation Y" wohlfühlen können, sowie ein kurzer Exkurs in die Nachfolgegeneration - die "Generation Z".

Ob es uns tatsächlich gelungen ist, im Rahmen des Workshops ein Angebot zu gestalten, bei dem sich Vertreter der "Generation Y" wohlfühlen können, werden wir in Zukunft beurteilen können.