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Schockierendes Umfrageergebnis: Häfte der Beschäftigten schon mehrfach angegriffen
09.06.2016  

Zu Beginn waren es Einzelne. Sie berichteten von Über­griffen im Job, von Angst und Unsicherheit, zur Arbeit zu gehen. Dann startete die dbb jugend nrw auf ihrer Kampagnen-Website angegriffen.info eine Umfrage. Das Ergebnis schockiert selbst Insider.

Das Ergebnis der Umfrage, die die dbb jugend nrw zum Auftakt ihrer Kampagnenseite "angegriffen.info" vor exakt sechs Wochen startete, schockiert selbst Insider: Fast jeder zweite der Befragten gibt an, während der Arbeit schon mehrfach angegriffen worden zu sein. Das macht 46 Prozent aus. 30 Prozent der Teilnehmer gaben an, einmal angegriffen worden zu sein und nur magere 24 Prozent geben als Antwort das an, was eigentlich normal sein sollte: Noch nie verbal oder körperlich angegriffen worden zu sein.
Beteiligt haben sich an der Umfrage 836 Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst und das bundesweit. Für den Vorsitzenden der dbb jugend nrw, Jano Hillnhütter, zeigt das schockierende Ergebnis vor allem eins: "Dieses Ergebnis belegt, wie dringend hier Handlungsbedarf besteht. Weder die Arbeitgeber noch die Politik dürfen weiter wegschauen", sagt er. Viele Beschäftigte, wie die aus Arbeits- und Sozialämtern, aber auch Unikliniken oder Rettungsdiensten, berichten, dass sie oftmals nicht den gewünschten Rückhalt bei ihren Vorgesetzten erfahren, wenn sie verbale oder körperliche Attacken verfolgen wollen.

Hillnhütter fürchtet, dass die Situation noch weiter eskalieren und sich die Zahl der Übergriffe noch weiter erhöhen könnte, wenn nicht strikt dagegen vorgegangen wird. "Kommen solche Vergehen nicht zur Anzeige, bestärkt das womöglich die Täter darin, es wieder zu tun", kritisiert Hillnhütter. Darum erwartet die dbb jugend nrw von der Politik einen offensiveren Umgang mit dieser Problematik und fordert, die Vorfälle in den Amtsstuben konsequent öffentlich zu machen und zu verfolgen sowie Konzepte für mehr Sicherheit an den Arbeitsplätzen zu entwickeln. Diese existieren bislang nur in einzelnen Bereichen, aber nicht flächendeckend.
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Um noch mehr über die Situation im Öffentlichen Dienst zu erfahren, startet jetzt auf der Seite angegriffen.info eine neue Umfrage, die genau auf dieses Problem abzielt. Darum wollen wir von euch wissen: Gibt es bei euch in der Behörde einen Notfallplan oder herrscht allgemeine Konfusion? Helft uns mit einer kurzen Stimmabgabe und beteiligt euch an der Umfrage!