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Politiker-Gespräch: dbb jugend nrw tauscht sich mit FDP über Gewalt-Problematik aus
14.06.2016  
Mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP NRW, Angela Freimuth, und dem Fachsprecher für Arbeit, Gesundheit und Soziales der FDP NRW, Ernst-Ulrich Alda, trafen sich am 9. Juni vier Vertreter der dbb jugend nrw zu einem Austausch über die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst.

In Arnsberg prügelt am 9. Juni ein wütender Angeklagter auf eine Richterin ein, in Würzburg werden Polizisten am 6. Juni bei einer Verkehrskontrolle mit einem Wagenheber angegriffen und in Wallenhorst halten am 1. Juni zwei Männer, die gerade einen Strafzettel kassiert haben, mit Vollgas auf die Politesse zu und versuchen sie zu überfahren. Diese drastischen Vorfälle - alle gerade mal wenige Tage alt - zeigen vor allem eins: Die Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst nimmt immer mehr zu.

Seit geraumer Zeit macht daher die Deutsche Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw) auf die zunehmende verbale und körperliche Gewalt aufmerksam, denen sich immer mehr Polizisten, Feuerwehrmänner, Rettungssanitäter, Bahnbedienstete, Jobcenter-Mitarbeiter und viele andere Staatsbedienstete ausgesetzt sehen. Um auch die Politik für dieses Thema zu sensibilisieren, trafen sich am 9. Juni vier Vertreter der dbb jugend nrw mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP NRW, Angela Freimuth, und dem Fachsprecher für Arbeit, Gesundheit und Soziales der FDP NRW, Ernst-Ulrich Alda, im Düsseldorfer Landtag zu einem Gespräch.
Viel Überzeugungsarbeit mussten Landesjugendleiter Jano Hillnhütter, Stellvertreter Frank Meyers, Beisitzer Jan Falkenhagen und Geschäftsstellenleiter Markus Klügel gar nicht leisten, um die Landtagsabgeordneten von der Dringlichkeit der Problematik zu überzeugen. Mit ihrem Appell, mehr für den Schutz und die Sicherheit der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst zu tun, rannten die Gewerkschaftsvertreter bei der FDP offene Türen ein. "Das Problem geht sogar noch weiter: Auch der normale Bürger, der Zivilcourage zeigt, wird beleidigt, bedroht oder sogar angegriffen", bestätigte Ernst-Ulrich Alda die zunehmende Aggressivität in der Gesellschaft aus eigener Erfahrung.

Schnell rückten die FDP-Politiker daher in den Vorder­grund des Gesprächs, was sie dazu beitragen können, um für die Situation für die Beschäftigten zu sensi­bi­li­sieren und Lösungen zu entwickeln. "Verantwortliche und Politik dürfen die Beschäftigten nicht allein lassen", fasste Freimuth zusammen.

Um auch die Politik für die Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst zu sensibilisieren, traf sich
die dbb jugend nrw am 9. Juni mit der FDP NRW
Ganz konkrete Arbeitsschritte, weitere Treffen und ein gemeinsames "Werkstattgespräch" wurden vereinbart, um der zunehmenden Gewalt-Problematik auch auf politischer Ebene etwas entgegenzusetzen.
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Das "Aachener Modell"
Die Vertreter der dbb jugend nrw nutzen die Gelegenheit, für eine flächendeckende Bekanntmachung des sog. "Aachener Modells" zu werben, das dabei helfen kann, Bedrohungen und Übergriffe an Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr zu reduzieren. Sie verwiesen auch auf die Kampagne der dbb jugend nrw "Gefahrenzone Öffentlicher Dienst" und die erst kürzlich ins Leben gerufene Kampagnen-Website angegriffen.info, auf der Übergriffe auf Beschäftigte im Öffentlichen Dienst gesammelt werden und Betroffene in einem "Kummerkasten" von ihren Erlebnissen berichten können.