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Beamtenanwärter: Rechtzeitig Antrag auf Beihilfe stellen!
29.06.2016  
Beamtenanwärter sollten rechtzeitig vor Ablauf ihrer Ausbildung einen Antrag auf Beihilfe stellen. Anderenfalls bleiben sie auf einem Teil der Krankheitskosten sitzen.

Hintergrund ist die sog. Kostendämpfungspauschale. Hinter diesem Wortungetüm im klassischen Beamtendeutsch ver­birgt sich eine Regelung, wonach Beamte ihre Krankheitskosten teilweise selbst zahlen müssen. Die Eigen­beteiligung ist aus sozialen Gründen gestaffelt. Ab der Besoldungsgruppe A 7 bis A 11 sind es 150 Euro, ab A 12 schon 300 Euro (§ 12 a Beihilfenverordnung NRW), die aus eigener Tasche beigesteuert werden müssen. Während der Ausbildung müssen Anwärter jedoch grundsätzlich keine Kostendämpfungspauschale entrichten. Knifflig wird es daher in dem Jahr, in dem die Ausbildung endet und der Anwärter bzw. die Anwärterin ins Beamtenverhältnis auf Probe wechselt.
Stellt man nämlich einen Antrag auf Beihilfe erstmalig in diesem Kalenderjahr nach Beendigung der Ausbildung, kommt die Kostendämpfungspauschale in voller Höhe zur Geltung und wird von der Beihilfestelle einbehalten. Dies gilt auch für die Kosten, die noch als Anwärter ent­standen sind, da allein die Verhältnisse zum Zeitpunkt der ersten Antragsstellung maßgebend sind (§ 12 a Abs. 6 BVO). Beantragt man beispielsweise 400 Euro Arztkosten, so bekommt man nicht 200 Euro durch die Beihilfe erstattet, sondern lediglich 50 Euro. Wichtig ist also, den Antrag noch während der Ausbildung zu stellen, denn dann kann man der Kosten­dämpfungs­pauschale ein letztes Mal ein Schnippchen schlagen.

Wer als Beamtenanwärter seinen Antrag auf Beihilfe nicht rechtzeitig stellt, muss draufzahlen