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Kreisjugendleiterforum: Wochenende mit Wow!-Effekt
30.11.2016  
Um die Leitungsteams ihrer Jugendgruppen zu schulen und praktische Hilfestellung für die Arbeit zu leisten, führt die dbb jugend nrw jedes Jahr ein Kreisjugendleiterforum durch. Die vierte Auflage davon fand nun vom 4.-6. November im dbb forum siebengebirge statt.
Mit 14 Leitungsmitgliedern verschiedener Kreisjugend­gruppen startete die dbb jugend nrw am Freitagabend, 4. November in ein Kreativ-Wochenende, das Tipps und Tricks für die Arbeit vor Ort zum Thema hatte. Nach einem stärkenden Abendessen, das die zähe Autobahnfahrt durch freitagnachmittäglichen Feier­abend­verkehr schnell vergessen ließ, eröffnete der stellvertretende Landesjugendleiter Frank Meyers das Seminar. Der Zeitplan fürs Wochenende war dicht gepackt und versprach mit Themen wie Jugend­leiter­ausbildung, Mitbestimmung, Finanzierung der Jugend­arbeit, Zuschüsse für Aktivitäten und Motivation von Ehrenamtlern ein volles Paket, um bei der Arbeit vor Ort richtig Gas geben zu können.

Frank Meyers eröffnete das Kreisjugendleiterforum,
das vom 4.-6. November in Königswinter stattfand
Dass Kooperation und teamorientierte Gruppendynamik bei diesem Seminar besonders im Vordergrund stehen würden, machte schon allein die Anordnung der Tische deutlich, die von der üblichen U-Form abwich: Sie standen im Raum verteilt in Gruppen zusammen und sollten es so möglich machen, während der Workshops nach vorne zu schauen und sich gleichzeitig mit den Nachbarn in Kleingruppen austauschen zu können.

Sorgsam aufgereiht: die Seminarteilnehmer/innen
Auch das Kennenlernspiel kurbelte direkt die Kommu­nikation untereinander an: Jeder musste zur Einführung einen ihm vorab zugeordneten Partner in der Gruppe wiederfinden und sich dafür wahlweise rein pantomimisch als Eichhörnchen, Kolibri, Giraffe oder Soldat durch den Raum bewegen - in der Hoffnung, so möglichst schnell sein wesensgleiches Gegenüber zu finden. Sobald dies gefunden war, galt es, in einem flotten Interview möglichst viel über sein Gegenüber herauszufinden, um ihn dann im Anschluss der Gruppe gut informiert vorstellen zu können.
In gelungener Teamarbeit präsentierten die Teilnehmenden danach Wissenswertes über die dbb jugend nrw und machten aus einem Infoblock ein unterhaltsames Event, das Spaß macht. Nahtlos ging der intensive Erfahrungs­austausch der Ehrenamtler am späteren Freitagabend in ein geselliges Zusammensein über mit den Möglichkeiten, die einem das dbb forum siebengebirge hierfür so bietet.
Mit der Frage "Was macht eine gute Jugendleitung aus?" begann der Samstagmorgen für die Seminarteilnehmer in Arbeitsgruppen, die ihre Ergebnisse auf professio­nellem Niveau gestalteten und präsentierten. Die Anforderungsprofile an die Jugendleitungen sind ambi­tio­niert: Verschwiegenheit und Einfühlungs­vermögen, Organisationstalent und Überzeugungskraft, Fach­kom­pe­tenz und Optimismus, Führungs- und Motivations­kompetenz - das alles gehört dazu. Fast automatisch ergab sich daraus die Frage nach Wünschen hin­sicht­lich der Aus- und Fortbildung künftiger Jugendleiter.

Zwei thematische Schwerpunkte kristallisierten sich heraus: Einerseits Workshops, die in die ehrenamtliche Jugendverbandsarbeit einführen, wie "Schnupperkurs Gewerkschaftsarbeit" oder "dbbjnrw für Dummies", und andererseits Seminare wie "Jugendleiter in spe - sicheres Auftreten", in denen es um Moderation, Rhetorik, Teambuilding und Selbstmanagement geht. Die Mitglieder der Landesjugendleitung dankten allen Teilnehmenden sehr herzlich und sagten zu, die Wünsche und Anregungen direkt in die Planung zukünftiger Veranstaltungen einfließen zu lassen.

Viele Arbeitsgruppen machten den Austausch
im Kreisjugendleiterforum sehr effektiv

Aus Magenta wurde Weiß-Blau: Abends wurde bei
der Bonner Wiesn in zünftigem Outfit gefeiert
Zum Thema "Generation Y" präsentierte Markus Klügel (Geschäftsstelle) abschließend unter dem Titel „Wie sie ticken und wie man sie für Ehrenamt begeistern kann“ einen interessanten Vortrag über die Besonderheiten der zwischen 1980 und 1995 Geborenen. Denen sagt man oftmals nach, sie seien anspruchsvoll und fordernd, würden alles hinterfragen, keine Kompromisse eingehen und nur die Dinge tun, die sie persönlich weiterbringen. Sich langfristig für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu engagieren sei nicht ihr Ding, heißt es oft. Markus Klügel erläuterte anschaulich, warum das so ist und wie man sie trotzdem für ehrenamtliches Engagement begeistern kann. Der aufkommende Wunsch, an diesem Thema noch intensiver zu arbeiten, wurde direkt aufgegriffen: Am 14. Januar 2017 findet zu diesem Thema ein Tagesseminar in der Geschäftsstelle der dbb jugend nrw statt.
Der Abend klang aus mit einem gemeinsamen Besuch bei der "Bonner Wiesn", für die sich die jungen Gewerkschafter standesgemäß in zünftige Schale geschmissen hatten.

Sonntagfrüh - am dritten und letzten Tag des Kreisjugendleiterforums - wurden in einer letzten intensiven Arbeitseinheit offene Fragen geklärt und die sorgsam über die Veranstaltung hinweg geknüpften Themenstränge wieder miteinander verbunden. Mit diesem Rüstzeug im Gepäck geht die Arbeit vor Ort in den Jugendgruppen gleich noch besser von der Hand!