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Nachgefragt bei Moritz Pelzer
13.12.2016  
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Der neue Stelli in unserer Landesjugendleitung heißt Moritz Pelzer. Was ist Moritz für ein Typ? Wo liegen seine Stärken und wo seine Schwächen? Worin sieht Moritz seinen bislang größten Erfolg? Wir haben ihn gefragt. Das hat er geantwortet:
Mit welchen Eigenschaften würdest du dich beschreiben?
Ehrlich, zielstrebig, herzlich und pünktlich.

Warum bist du gewerkschaftlich aktiv geworden?
Ausschlaggebend für mich waren die JAV-Wahlen. Die komba ist sehr stark im Rhein-Erft-Kreis und mich hat die JAV-Arbeit von Anfang an sehr interessiert. Also habe ich mich zur Wahl 2005 aufstellen lassen und bin stellvertretender Vorsitzender geworden und zwei Jahre danach Vorsitzender. Insgesamt acht Jahre habe ich JAV-Arbeit geleistet. Die Erfahrung hilft mir auch heute noch, denn seit 2014 bin ich 1. stellvertretender Personalratsvorsitzender mit Freistellung im Kreishaus des Rhein-Erft-Kreises.

Hast du persönliche Vorbilder?
Ja, Helmut Schmidt ist mein Vorbild. Er war ein Freund der klaren Worte. Bis ins hohe Alter war er politikinteressiert und hatte eine Meinung zu den großen Themen dieser Zeit. Das Besondere an ihm: Er hat sich so ein starkes Standing erarbeitet, dass man ihm sogar seine Marotten - wie zum Beispiel das Rauchen in öffentlichen Gebäuden - verziehen hat.

Wann ist ein Gewerkschafter ein guter Gewerkschafter?
Ein Gewerkschafter sollte offen sein und ehrlich - vor allem zu den Mitgliedern. Er sollte ein offenes Ohr für die Anliegen der anderen Gewerkschaftsmitglieder haben und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Mir ist eine offene Tür wichtig. Sicherlich gehört auch das Netzwerken am Abend, die sogenannten "Thekengespräche" dazu. Hier spricht man informeller, ungezwungener und lockerer.

Wichtig finde ich auch Social-Media und WhatsApp. Die Einbeziehung dieser Medien wird für Gewerkschafter immer wichtiger. Die Informationsverbreitung über Social-Media erreicht einfach sehr viele Leute auf unkomplizierte Art und Weise. Bei der komba haben wir zum Beispiel eine WhatsApp-Jugendleiter-Gruppe. Das ist hilfreich, wenn man eine Frage hat und oder schnell Informationen austauschen will.

Was bringt dich auf die Palme?
Eigentlich ist es echt schwer, mich auf die Palme zu bringen. Wenn man es drauf anlegt, dann am ehesten mit Unehrlichkeit. Das kann ich weder gewerkschaftlich noch beruflich oder privat leiden. Ich mag es gar nicht, wenn von Seiten der Arbeitgeber aus viel taktiert wird und politisch motivierte Entscheidungen getroffen werden, die man nicht mehr beeinflussen kann, auch wenn die sachlichen Gründe auf meiner Seite liegen. Auch finde ich Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten - wie solche, die zwischen den verschiedenen Laufbahnen im Öffentlichen Dienst existieren - nicht gut.

Stört dich das schlechte Image von Gewerkschaftern bei Arbeitgebern?
Ich kann nicht sagen, dass Gewerkschafter ein schlechtes Image haben. Ich finde, dass die Arbeit, die wir leisten, geschätzt wird. Der Vorteil: Die Arbeitgeber kennen oft die Strukturen, da viele selber politisch aktiv sind. Und sie wissen auch, wie schwierig es heutzutage ist, Jugendliche zu motivieren. Darum denke ich, wissen sie auch zu schätzen, was wir leisten. Im Übrigen setzen wir uns auch manchmal für Dinge ein, die den Arbeitgebern das Leben leichter machen.

Deine Stärken?
Ich habe eine sehr ausgeglichene Art und bin ein positiv denkender Mensch. Als Stärke empfinde ich auch meine offene Art. Das mag damit zusammenhängen, dass ich im Rheinland geboren bin. Wenn man hier zum Beispiel mit Brauchtümern wie Karneval aufgewachsen ist, bleibt das nicht aus.

Deine Schwächen?
Zu meinen Schwächen zähle ich meine Ungeduld. Ich finde es schwierig, wenn man im Team von Dritten abhängig ist und Dinge dann nicht so schnell umgesetzt werden können, wie man das gerne tun würde. Ich würde das Projekt immer lieber im Team gleich nach vorne bringen.

Lieblings Internet-Site?
Die meist genutzten Apps von mir sind Social-Medias und WhatsApp. Daneben mag ich Online-Zeitungen, vor allem alles rund um Fußball: kicker.de oder 11Freunde zum Beispiel. Aber auch auf Urlaubsseiten surfe ich gerne. Denn Urlaub kann man ja nie genug machen ;-)

Liebstes Hobby?
Fußball! Aber das leider nur noch passiv. Ansonsten treffe ich gerne meine Freunde, besuche hin und wieder die Kölner Haie zum Eishockey gucken und fahre Ski, wenn Saison dazu ist. Ich koche ganz gerne und gehe gerne ins Kino. Eine Leidenschaft nebenher: Serien gucken. Im April startet eine neue Staffel von „House of Cards“. Darauf freue ich mich riesig.

Dein bislang größter Erfolg?
Mit 24 habe ich mir ein Haus gekauft. Das war ein Traum von mir und ich habe viel Eigenleistung und Arbeit reingesteckt und gemeinsam mit meinen Freunden viel selbst gewerkelt. Dabei habe ich viele neue Dinge gelernt, zum Beispiel wie man fliest. Das war learning by doing.

Dein bislang größter Flop?
Ich habe für zwei Jahre in Bayern gelebt. Der Wechsel von der Schule in NRW zum bayrischen Gymnasium war nicht so einfach und hat mir am Anfang den Notenschnitt damals runtergezogen. Wobei hier nur die Schule der Flop war, denn ich habe bis heute noch viele Freunde in Bayern.

Ohne was kommt ein Gewerkschafter nicht aus?
Ohne Ausdauer - und das in vielerlei Hinsicht. Man braucht oft einen langen Atem von der Ideenfindung bis zur Verwirklichung. Ein Sicherheitskonzept macht man zum Beispiel nicht in einer Woche.

Was soll dir mal nachgesagt werden?
Dass ich ein guter Typ war, vor allem auf menschlicher Ebene.