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Nachgefragt bei Jennifer Ferdinand
15.12.2016  
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Als Beisitzerin verstärkt Jennifer Ferdinand ab sofort die Landesjugendleitung der dbb jugend nrw. Hier verrät sie, warum sie Gewerkschafterin geworden ist, womit man sie ärgern kann, aber auch, was ihr wichtig ist.
Mit welchen Eigenschaften würdest du dich beschreiben?
Ich bin zuverlässig. Wenn ich sage, dass ich mich um etwas kümmere, dann mache ich das auch. Das ist mir auch jetzt schon bei der Gewerkschaftsarbeit sehr wichtig. Ich gebe Rückmeldung, unabhängig davon, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist. Vom Grunde her bin ich optimistisch eingestellt und sehe jede neue Aufgabe als Herausforderung an, der ich mich gerne stelle.

Warum bist du gewerkschaftlich aktiv geworden?
Am Anfang war es die JAV-Arbeit. Der Grund: Es gab keine JAV bei uns. Daher haben die Wahlen zu einem ganz anderen Zeitpunkt stattgefunden, als die anderen JAV-Wahlen. Seitdem hat sich durch unsere Arbeit in der Behörde viel verändert: Die Jugend steht mehr im Fokus und durch die steigenden Ausbildungszahlen ist alles jünger geworden. Da muss in vielen Bereichen ein Umdenken stattfinden. Von der Arbeit in meiner Behörde sowie meiner bisherigen Gewerk­schafts­arbeit bringe ich viel Erfahrung mit und freue mich, das jetzt für die Arbeit bei der dbb jugend nrw nutzen zu können. Ich finde, dass man durch die Gewerkschaftsarbeit etwas verändern kann. Deshalb bringe ich mich seit diesem Jahr auch als ordentliches Mitglied im Personalrat ein.

Hast du persönliche Vorbilder?
Da denke ich als allererstes an meinen Vater. Von ihm hörte ich häufig den Spruch: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen." So versuche ich es zu halten. Er ist auch im Öffentlichen Dienst beschäftigt und hat mir selbst damals geraten, in die Gewerkschaft einzutreten.

Wann ist ein Gewerkschafter ein guter Gewerkschafter?
Ein Gewerkschafter muss ehrlich sein. Man kann keine leeren Versprechungen machen. Außerdem sollte man als Gewerkschafter immer das ausschöpfen, was auch möglich ist. Dazu muss man ehrgeizig sein und an der Sache dranbleiben. Als Gewerkschafter sollte man ansprechbar und erreichbar für andere sein.

Was bringt dich auf die Palme?
Mich bringt auf die Palme, wenn man sich nicht an das hält, was man vorher besprochen hat. Da ich selbst auf Verlässlichkeit baue, möchte ich das auch von anderen entgegen gebracht bekommen.

Stört dich das schlechte Image von Gewerkschaftern bei Arbeitgebern?
Ich finde nicht, dass Gewerkschafter einen schlechten Ruf haben. Wir werden bei unserer Arbeit ernst genommen und angehört. Man kann vernünftig miteinander reden. Was sich dann ändert, zeigt sich natürlich erst nachher.

Deine Stärken?
Wenn es um Veranstaltungen geht, bin ich ein Organisationstalent. Außerdem bin ich multitaskingfähig. Das muss ich auch sein, weil immer so viele Aufgaben zusammenkommen.

Deine Schwächen?
Die Hausarbeit ist meine Schwäche. Kochen, Backen, Putzen - da finde ich leider keinen Gefallen dran. Deshalb lasse ich mich auch gerne mal zum Essen ausführen. :)

Lieblings Internet-Site?
Ich fahre gerne in Urlaub und gucke darum gerne nach Schnäppchen - zum Beispiel auf trivago.de.

Liebstes Hobby?
Das wichtigste für mich ist meine Familie. Sie ist vor allem am Wochenende angesagt.

Dein bislang größter Erfolg?
Dass ich mein Studium gemeistert und anschließend den Schritt nach Düsseldorf gewagt habe, obwohl ich hier niemanden kannte. Das war das Beste, was mir überhaupt passieren konnte, weil mich so viele nette Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich aufgenommen haben und ich rundum zufrieden bin, meiner (Gewerkschafts-) Arbeit hier mit viel Freude nachgehen zu dürfen.

Dein bislang größter Flop?
Im Urlaub habe ich mal versucht zu tauchen, was ich allerdings schnell abbrechen musste, weil ich mich unwohl dabei fühlte. Vielleicht würde ich es irgendwann nochmal versuchen, denn es gibt so vieles, was es in der Unterwasserwelt zu entdecken gibt.

Ohne was kommt ein Gewerkschafter nicht aus?
Er kommt nicht aus ohne Hartnäckigkeit, Offenheit und die Fähigkeit, sich Dinge zu eigen zu machen, wenn andere ihm etwas zutragen - und das auch dann, wenn man selbst davon gar nicht betroffen ist.

Was soll dir mal nachgesagt werden?
Für die Gewerkschaftsarbeit: Dass ich die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen ernst genommen und immer versucht habe, das Beste rauszuholen.