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Dritte Award-Nominierung: dbb jugend nrw weiter auf Erfolgskurs
06.06.2017  
"Gefahrenzone Öffentlicher Dienst" - das ist der Name einer bundesweiten Kampagne der dbb jugend nrw, die sich inzwischen als digitale Plattform für alles rund um das Thema "Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst" etabliert hat. Diese Arbeit wird zunehmend gewürdigt: Nach dem Politikaward und dem European Excellence Award wurde die Kampagne nun für einen dritten Preis nominiert: den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2017.

Die Kampagne "Gefahrenzone Öffentlicher Dienst" der dbb jugend nrw ist erneut für einen Preis nominiert
Pöbeleien, Bedrohungen und körperliche Angriffe gegen Staatsdiener sind auf dem Vormarsch. Darauf macht die Deutsche Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw) mit ihrer Kampagne "Gefahrenzone Öffentlicher Dienst" auf www.angegriffen.info seit April 2016 in großem Stil aufmerksam. Blutig geschminkte Feuerwehrmänner, Straßenwärter und Krankenschwestern machen plakativ deutlich, was mehr und mehr zum Alltag in Ämtern und Behörden gehört: Immer häufiger werden die Beschäftigten hier beleidigt, bespuckt, getreten und geschlagen. Das belegen auch die persönlichen Geschichten aus dem Berufsalltag im Öffentlichen Dienst, die Betroffene im digitalen "Kummerkasten" auf der Kampagnen-Website hinterlassen haben.

Doch der dbb jugend nrw geht es um mehr als eine reine Bestandsaufnahme. Unermüdlich führt sie viele Gespräche mit Politikern auf Orts-, Landes- und Bundesebene, stößt Diskussion an und macht immer wieder deutlich, dass mehr getan werden muss, um den Schutz und die Sicherheit derer zu erhöhen, die sich tagtäglich für das Gemeinwohl einbringen.

Wo die Arbeit der dbb jugend nrw ansetzt


Niemand ist erfreut, wenn er einen Strafzettel erhält, vom Finanzamt zu einer Nachzahlung aufgefordert wird oder im Jobcenter eine Leistung verweigert bekommt. Doch wenn Politessen körperlich angegriffen werden, Rettungssanitäter von Gaffern bei der Arbeit behindert und beschimpft werden und Jobcenter-Mitarbeiter mit Waffen attackiert werden, ist eine Grenze überschritten. Hier setzt die Arbeit der dbb jugend nrw an. In einem digitalen Kummerkasten können Betroffene anonym von Übergriffen berichten, ein Ratgeber gibt Tipps für Beschäftigte und für Arbeitgeber, um den Arbeitsalltag sicherer zu gestalten, verschiedene online-Umfragen sammeln Rückmeldungen und Erkenntnisse über die Situation vor Ort. In einem Zeitstrahl werden bundesweit Übergriffe gesammelt und über einen Twitter-Kanal bleibt man über alle neuen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Inhaltlich hat die Kampagne einiges bewegt. Vier Gesetzesinitiativen wurden mit angestoßen - zwei davon sogar auf Bundesebene. Auch bei den Personalverantwortlichen in den Ämtern und Behörden findet langsam ein Umdenken statt. An immer mehr Stellen wird die Notwendigkeit erkannt, dass mehr getan werden muss.

Erfolg der Kampagne wird zunehmend gewürdigt

Der große Erfolg der Kampagne wird auch zunehmend von anderer Seite gewürdigt: Im November 2016 wurde der gewerkschaftliche Jugenddachverband für seine Arbeit mit dem Politikaward ausgezeichnet, erst jüngst wurde der Kampagne auf europäischer Ebene der European Excellence Award verliehen. Nun steht die Kampagne in der Endrunde für den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2017. "Jede einzelne Auszeichnung ist eine tolle Wert­schätzung für die Arbeit, die schon seit Jahren von der dbb jugend nrw geleistet wird. Das ist eine Ermutigung für uns, so weiter zu machen, weiterhin die Problemfelder im Öffentlichen Dienst mit unserer Kampagne anzusprechen und weiter auf die Politik einzuwirken", betont der Landesjugendleiter der dbb jugend nrw, Moritz Pelzer.

Besonders stolz ist er darauf, dass der Erfolg der Kampagne vor allem auf das vielfältige und rein ehrenamtliche Engagement der Verbandsmitglieder zurückzuführen ist. Nur so konnte es gelingen, bundesweit und sogar auf euro­päischer Ebene auf das Thema "Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst" aufmerksam zu machen.

Entscheidung zum Deutschen Preis für Onlinekommunikation fällt am 8. Juni

Vor einer hochkarätig besetzten Jury mit Vertretern von so namhaften Firmen wie Adobe, Airbus, Daimler, AUDI und Microsoft Deutschland wird der Verband am Donnerstag, 8. Juni in Berlin seine Arbeit vorstellen. Danach wird sich zeigen, ob die dbb jugend nrw mit ihrer Kampagne auch hier überzeugen kann. Doch am wichtigsten ist eins: Dass mehr getan wird für den Schutz und die Sicherheit der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst. Und dafür wird sich die dbb jugend nrw auch weiterhin stark machen.