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Nie mehr schwere Herzen: Hungriger Sorgenfresser kommt!
12.12.2017  
Wenn man Kummer hat, dann hilft es, ihn zu teilen. Genau das ist Auftrag von Sorgenfresser "Sorgi". Derzeit hält er noch strenge Diät, um dann fit zu sein für die Reise durch die Kreisjugendgruppen. Wir haben vorab mit ihm gesprochen, um zu erfahren, wohin er zuerst reist und wie er die Reise plant.
Täglich liest man inzwischen in den Medien von Über­griffen auf Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Ablesbar ist das auch im Zeitstrahl, den die dbb jugend nrw auf ihrer Kampagnenseite www.angegriffen.info weitaus häufiger aktualisieren muss, als ihr lieb ist. Doch meist unerwähnt bleiben die vielen Übergriffe, Bedrohungen und Beleidigungen, denen ihr an euren Arbeitsplätzen täglich ausgesetzt seid. Doch auch die sollen ans Tageslicht kommen.

Jetzt kommt einer, der sich genau dafür interessiert. Ein Spezialist sozusagen: Sorgenfresser "Sorgi". Kürzlich ist er in der Düsseldorfer Geschäftsstelle der dbb jugend nrw eingezogen. Mit leerem Magen, versteht sich. Denn er bereitet sich asketisch darauf vor, seine Reise durch die Kreisjugendgruppen in NRW anzutreten und alle Sorgen einzusammeln, die euch und euren Kollegen bezüglich gewalttätiger oder verbaler Übergriffe während der Arbeit bekannt sind.

Sorgenfresser "Sorgi" wird durch die Kreisjugend-gruppen reisen und Kummergeschichten sammeln
Wir konnten Sorgi für ein Vorabinterview treffen. Was er erzählt, lest ihr hier:

Sorgi, wohin wird dich deine erste Reise führen?

Sorgi:
Ich beginne mit dem Sorgensammeln in der KJG Warendorf. Sie ist der jüngste Neuzugang unter den Kreis­jugend­gruppen. Ich habe gehört, dass alle dort sehr motiviert sind, eine tolle Auftaktveranstaltung hinzulegen und mir den Bauch randvoll zu machen.

Wie lange wirst du dich dort aufhalten?

Sorgi: Ich beabsichtige, in jeder Kreisjugendgruppe zwei Monate zu bleiben. Es soll genug Zeit bleiben, Sorgen und Nöte bei Kollegen und Mitgliedern einzusammeln und sie zu erleichtern.

Du leidest unter Flugangst. Wirst du alternativ reisen?

Sorgi: Für mich gibt es eigentlich nur zwei Arten des bequemen Reisens: Entweder mit der Bahn oder aber im Reise­karton mit der Post.

Auch, wenn du derzeit Diät hältst: Uns wurde zugetragen, dass du sehr verfressen bist. Wie ist sichergestellt, dass du in solch einer langen Zeit nicht zum Hungerlappen wirst?

Sorgi:
Jede Gruppe bekommt für mich eine Verpflegungsmehraufwendung in Höhe von 50 Euro. Ich hoffe, dass sie mir davon etwas zu Essen kaufen werden.

Da die Gast-Kreisjugendgruppe für Kost und Logis sorgen wird: Gibt es bei dir Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Ernährst du dich vegan?

Sorgi:
Ich liebe Zellulose. Wenn es die mal ein oder zwei Tage nicht gibt, ist das auch okay für mich. Ich bin un­kompli­ziert, solange ich den Bauch schön voll bekomme.

Du wirst jede Menge Sorgen zu hören bekommen und mit dir herumtragen. Denkst du, dass du Supervision brauchst?

Sorgi:
An sich bin ich sehr robust. Aber ich kann schwer abschätzen, was mich erwartet. Man hört ja viel Schlimmes über die Gewalterfahrungen von Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

Auch wenn Warendorf besonders schön sei soll - du wirst nicht ewig dort bleiben können. Was ist deine nächste Station?

Sorgi:
Es ist eigentlich noch zu früh, um darüber zu sprechen. Aber so viel sei gesagt: Die KJG Warendorf wird die nach­folgende Kreisjugendgruppe nominieren, zu der ich mich dann auf den Weg machen darf.