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dbb jugend wuppertal sorgt für Tröster in der Not
29.03.2018  
Wenn es Angehörigen nicht gut geht, oder man gar selbst einen Unfall erleidet, dann spielen sich dramatische Szenen ab. Vor allem für Kinder können sie traumatisch sein. Die Kreisjugendgruppe Wuppertal hat sich eine Aktion überlegt, mit der sie genau in solchen Situationen helfen will.

Der Schock ist groß, wenn es der Mama nicht gut geht oder Kinder sich selbst so schwer verletzen, dass der Rettungswagen anrücken muss. Kuscheltiere können Kindern in solch schwierigen Situationen Halt und Trost spenden. Das wissen auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Wuppertal. Deshalb haben die Teams auf den Rettungswagen immer ein paar flauschige Bären, Tiger oder anderes Getier an Bord.

Bei jedem Einsatz fahren Kuscheltiere mit

"Wir hörten davon, dass die Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Stadt Wuppertal stets Kuscheltierspenden sammeln", sagt Daria. Bei jedem Einsatz fahren ein paar der Tierchen als Beruhigungsmittel ohne Nebenwirkungen auf den Einsatz­wagen mit. Doch wo kommen all diese Kuscheltiere her?

Es sind Spenden anderer Kinder und Familien. In schweren Momenten wird so mancher Schmusefreund, der früher ein unbeachtetes Dasein fristete, zum Trösterchen in der Not. "In so vielen Familien baden die Kinder in Stofftieren", sagt die Vorsitzende der dbb-Kreisjugendgruppe Wuppertal (KJG). Oftmals sind es gar so viele, dass man gar nicht mit allen spielen könnte. Warum also davon nicht eines abgeben und damit etwas Gutes tun, überlegten sich die fünf Vorstands­mitglieder der KJG und ersannen eine Aktion, die derzeit in Wuppertal einschlägt wie eine Bombe.

Auch die kleine Nele unterstützt die KJG Wuppertal
mit einem ihrer Bären und übergibt ihn stolz an
Kreisjugendleiterin Daria Abramov
Sammelaufruf löste Welle der Hilfsbereitschaft aus

"Wir möchten helfen, einen gewissen Vorrat an Kuschel­tieren als Spenden zu sammeln, um sie dann der Feuerwehr zu übergeben", sagt Daria. Also startete die KJG einen Aufruf in ihren Dienststellen und machten einen Eintrag auf ihrer facebook-Seite. Womit die jungen Beschäftigten aus dem Öffentlichen Dienst nicht ge­rechnet hatten: Die Resonanz war so groß, dass sie die KJG nun logistisch vor eine Herausforderung stellt.

Denn inzwischen hat die Nachricht weit mehr als 4500 Menschen erreicht. "38 Leute hatten es innerhalb kürzester Zeit geteilt", sagt Daria. Da die Zahl der Rückmeldungen entsprechend groß war, war den jungen Leuten schnell klar, dass es unmöglich sein würde, alle Kuschelfreunde selber einzusammeln. "Also haben wir bei der Stadtverwaltung, beim Finanzamt und bei der Polizei mehrere Sammelstellen eingerichtet, in der die Tierchen abgegeben werden können", so Daria weiter.

Das eigene Heim wird zum Kuschellager

Daneben werden die Mitglieder der KJG auch selbst in Freundes- und Kollegenkreisen unterwegs sein, um möglichst viele Flauschis einzusammeln. Diese werden dann in der Zwischenzeit auch privat zu Hause eingelagert. "Wir hoffen, dass wir nicht am Ende einen LKW mieten müssen, um alle Kuscheltiere zur Feuer­wehr zu bringen", scherzt Daria.
Bevor die Tierchen allerdings mit in die Rettungswagen dürfen, müssen sie sortiert und gereinigt werden. Danach werden sie steril verpackt. Denn nur so dürfen sie weitergegeben werden.

So kannst du mitmachen


Vor der Übergabe im April jedoch will die KJG die Mitglieder der dbb jugend nrw an der Aktion beteiligen. "Wer mag, kann zum Landesjugendausschuss am 13./14. April selbst Kuscheltiere mitbringen", sagt Daria. Die werden dann eingesammelt und in der darauffolgenden Woche in Wuppertal an die Feuerwehr bzw. den Rettungsdienst übergeben.
Folgende Dinge sollten Spendenwillige allerdings unbedingt beachten:

1. Das Kuscheltier darf nicht größer sein als maximal 20 Zentimeter.
2. Es sollte in einem guten Zustand sein.
3. Nur reine Plüschtiere können entgegen genommen werden - der Grund: Anderes übersteht die gründliche     Reinigungs­prozedur nicht.