impressum & datenschutz kontakt drucken suchen
 
Startseite Die dbbj nrw Aktuelles Arbeitsfelder Seminare Fotoalben Downloads
Sorgen als Leibspeise: Sorgenfresser Sorgi in NRW unterwegs
02.05.2018  
Große Ohren und absolute Verschwiegenheit - das sind die bedeutendsten Eigenschaften eines Entsandten der dbb jugend nrw, der gerade quer durch das Land zieht. Die Rede ist von Sorgi, dem Sorgenfresser der Kampagne "Gefahrenzone Öffentlicher Dienst". In seiner ersten Station Warendorf hat er nun genug gehört und ist in den Westzipfel der Republik gereist.
Wo er auftaucht, schauen die Menschen interessiert hin. Mit seinem pink-weißen Ringeloutfit, seinem fest ver­schlossenen Mund und seinen großen Kulleraugen macht Sorgi, der Sorgenfresser der dbb jugend nrw, schnell auf sich aufmerksam. Schon bei seiner Ankunft Ende vergangenen Jahres im Kreis Warendorf gab es das erste Foto mit dem prominenten Sorgensammler der Kampagne der dbb jugend nrw "Gefahrenzone Öffentlicher Dienst". Wie ein Lauffeuer verbreitete sich dort die Nachricht, dass Sorgi als Hospitant in der Kreisverwaltung angeheuert hatte und dort für einige Wochen Ansprechpartner in Sachen "Übergriffe im Job" sein sollte.

Sorgen sammeln bis der Bauch voll ist

Im Kreis Warendorf wird Sorgi herzlich begrüßt

Sorgi im Kreis der örtlichen dbb-Kreisjugendgruppe
Seinen Job nimmt er ernst: Er soll ein offenes Ohr haben für die Alltagserlebnisse der öffentlich Be­diensteten. Seinen Auftrag hat er klar verstanden: nicht wegschauen, wenn es zu verbalen Angriffen oder sogar körperlichen Übergriffen kommt, sondern die Er­zählungen der Beschäftigten sammeln. Alle Sorgen, die ihm im Vertrauen berichtet werden, verstaut er in seinem Bauch und bringt sie nach getaner Arbeit in die Geschäftsstelle der dbb jugend nrw nach Düsseldorf. Dort werden die gesammelten Übergriffe in den Kummerkasten der Anti-Gewalt Kampagne "Gefahren­zone Öffentlicher Dienst" eingepflegt. Sie dokumentieren damit die zahlreichen Angriffe gegen öffentlich Be­schäftigte, von denen sonst niemand gesprochen hätte, weil sie vielleicht nicht heftig genug waren, um in den Medien aufgegriffen zu werden. Doch für jeden, der bei der Arbeit angepöbelt oder angegriffen wird, sind auch diese Vorfälle dramatisch und oft belastend.
Erste Besuchsstation: Kreishaus
Die ersten Tage seiner Hospitation in Warendorf ver­brachte Sorgi im Büro des Kreisjugendgruppenleiters Sebastian Schallau. Geduldig saß er dort Stunde um Stunde, um für Gesprächswünsche direkt zur Verfügung zu stehen. Für den sympathischen Sorgenfresser gab das Gelegenheit für zahlreiche persönliche Kontakte, die ihn zudem auch von der schnöden Wahl­kosten­ab­rechnung der vergangenen Land- und Bun­des­tags­wahlen abhielt. Einer Aufgabe, der der niedliche Hos­pitant sonst hätte nachkommen sollen. "Er konnte hier auch bereits einige Gespräche führen", bestätigt Schallau. Einer Kollegin war die Brisanz Sorgis An­wesen­heit gleich klar. "Sie fragte, ob es schon derart schlimm bei der Arbeit sei, dass ich einen Sorgen­fresser im Büro bräuchte", sagt Schallau. Eine gute Gelegenheit, um direkt auf Sorgis Auftrag und die Hintergründe der Kampagne "Gefahrenzone Öffentlicher Dienst" der dbb jugend nrw zu erläuern.

Selfi mit Sorgi im Büro von Kreisjugendleiter
Sebastian Schallau
Unterwegs im Außendienst des Lebensmittelüberwachungsamtes

Sind nun Freunde: Sorgi und Pferdi
Bei einer Sitzung der dbb-Kreisjugendgruppe Warendorf schloss Sorgi gleich offenherzig mit allen Mitgliedern Freundschaft und trat den Umzug aus dem Hause Schallau ins Veterinär- und Lebens­mittel­über­wachungs­amt an. "Dort sind Kollegen regelmäßig im Außendienst unterwegs und begutachten Tierhaltung, Mast- und Schlachtbetriebe, aber auch Restaurants und Super­märkte", sagt Schallau. In diesem Bereich komme es öfter zu Streitigkeiten, denn nicht jede Begutachtung sei gerne gesehen und verlaufe vorfallsfrei. Bei der Be­sich­ti­gung eines Tierhaltungsbetriebs schloss er gleich Freundschaft mit einem Vierbeiner.
Bei aller Arbeit gab sich die Kreisjugendgruppe jedoch auch viel Mühe, dem Sorgenfresser in der Freizeit den Landkreis näherzubringen. So kam er in den Genuss, den Warendorfer Karneval vollkommen authentisch aus einer Gardetruppe heraus zu erleben. Aus Funk und Fernsehen hatte Sorgi schon viel über den west­fälischen Karneval mitbekommen. Bei einem Auftritt der Funkengarde KG "Außer Rand und Band" im Beckumer Kolpinghaus jubelte er mit den Mädels mit.

Nach Karneval holte ihn jedoch der Ernst wieder ein: Er machte Station im Ausländeramt und im Straßen­ver­kehrs­amt. Auch dort lieh er den Beschäftigten sein Ohr für die täglichen Ereignisse und Kümmernisse. Nach seinen vielfältigen Eindrücken im Kreis Warendorf brauchte Sorgi eine kurze Auszeit, um wieder Kraft zu tanken.

Von Nordosten NRWs in den Westzipfel der Republik

Rote Funken mit pinkem Sorgenfresser
Nach einer kurzen Erholungspause in der Düsseldorfer Geschäftsstelle reiste Sorgi voller Tatendrang in sein nächstes Einsatzgebiet im Westzipfel des Landes: nach Aachen. Von der örtlichen Kreisjugendgruppe wurde er dort bereits begeistert empfangen. Was Sorgi in Aachen erlebt, lest ihr bald an dieser Stelle.