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Ist das Arbeiten im Öffentlichen Dienst sicherer geworden?
22.06.2018  
Wie sicher ist das Arbeiten im Öffentlichen Dienst? Und wie ermittelt man das? Dieser Fragestellung gehen mehr als 20 Teilnehmer bei der morgigen 4. Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw nach. Insbesondere der Bereich der psychischen Belastungen wird eine große Rolle spielen.
Den Schallpegel in einem Raum zu ermitteln - dank moderner Technik ist das kein Problem. Wie aber findet man heraus, wie stark der psychische Druck am Arbeitsplatz ist? Unter welchem Zeitdruck arbeitet man, wenn Kollegen krank sind, ohnehin schon Personal fehlt und die Warteschlange auf dem Flur länger und länger wird? Wie fühlt es sich an, wenn man dann hinaus auf den Flur geht, um zum Kopierer zu gelangen und direkt neben Zeitdruck und jeder Menge neuer Anträge auch ungebremste Bürgerschelte wieder mit zurück ins Büro nimmt?

Neue Gefahrenbeurteilung nimmt psychische Last in den Blick

Psychische Belastungen müssen seit 2013 vom Arbeitgeber erfasst werden, ebenso wie eine allgemeine Gefahren­beurteilung. So will es das Arbeitsschutzgesetz. Das Problem aber: Entgegen der allgemeinen Gefahrenbeurteilung gibt es für die Ermittlung der psychischen Last am Arbeitsplatz noch gar keine Standards. Das Thema ist noch zu frisch.

Darum heben wir es auf den Plan. Bei der 4. Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw in Düsseldorf geht es um alles, was mit dem Thema Personalgefährdung zu tun hat. Stefan Sommer vom dbb aus Berlin ist genau dafür der richtige Ansprechpartner. Als Jurist arbeitet er im Bereich Mitbestimmung, Bildung und Innere Sicherheit und bringt mehr Informationen rund um Notfallverfahren, Beteiligungsrechte des Personalrats und die Gefährdungsermittlung mit.

Wo also kann der Personalrat helfen, wenn etwas schief läuft? Welche psychischen Belastungen werden erfasst? Welche sollten außerdem eine Rolle spielen?

Ihr habt das Wort!

Neben einem inhaltlichen Impuls steht im zweiten Teil der Sicherheitskonferenz im Fokus, von den Teilnehmern und aus ihren Behörden mehr über die Entwicklungen bezüglich Übergriffe bei der Arbeit zu erfahren. Was hat sich getan? Hat sich überhaupt etwas verändert? Werden psychische Belastungen im eigenen Arbeitsbereich erfasst? Das alles wird vor den mehr als 20 Teilnehmern aus elf Fachgewerkschaften ein breites Forum finden.

Seit dem Start der Kampagne „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ durch die dbb jugend nrw wurde das Thema publik gemacht und viel vorangebracht. Konkrete Anliegen und Probleme fanden ihren Weg in die Politik. Jetzt holen wir aus zur nächsten Runde, denn wir wollen nicht irgendwas. Wir wollen sichere Arbeitsbedingungen für euch!