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Alpenwanderung als Abschiedstour
26.07.2018  
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Als im August 2015 im Finanzamt Bonn-Außenstadt der damalige Aus­bildungs­jahrgang startete, hätte niemand gedacht, dass sich dort sechs junge Mädels als Freunde finden werden. Jetzt endet die Lernzeit - und die nahe Zeit zusammen auch. Darum sollte es nun eine besondere Abschieds­tour geben: mit der dbb jugend nrw in die Alpen.
Die ersten Kontakte zwischen den Azubis des 2015er Jahrgangs am Finanzamt Bonn-Außenstadt mögen so gewesen sein, wie viele erste Zusammentreffen sind: Man geht zusammen mittags essen oder trinkt zwischendurch einen Kaffee gemeinsam. Doch dann entwickelt sich eine dicke Freundschaft zwischen sechs der Azubinen. Jenny Rießer und Sabrina Gast sind zwei von ihnen. Sie erzählen davon, wie sie immer häufiger in ihrer Freizeit etwas zusammen unternahmen: Mal war es ein Ausflug in einen "Escape-Room", mal eine Küchen­schlacht mit Osterlammbäckerei. Jetzt zum Ende der Ausbildung krönten sie ihre gemeinsame Zeit mit einer besonderen Gemeinschaftsaktion: einer Exkursion in die Alpen.

"Wir steigen ja nicht auf den Mount Everest"

Freundinnen auf Abschiedstour: die sechs DSTG-Mädels auf Alpenexkursion mit der dbb jugend nrw

Das ist doch der Gipfel! Der anstrengende
Aufstieg wurde mit Gipfelglück belohnt
Es war Jenny, die im Internet auf das Seminarangebot der dbb jugend nrw stieß und gleich ein Auge auf die Alpenexkursion warf. "Wir hatten ohnehin überlegt, ob wir zum Schluss noch etwas Gemeinsames machen sollten", sagt sie und schlägt den anderen fünf Freun­dinnen und Noch-Kolleginnen die sportlich ambitionierte Alpentour vor. Selbst Sabrina, die von sich behauptet, eher unsportlich zu sein, war gleich begeistert. "Wir wollen ja nicht den Mount Everest besteigen!"

"Dabei wussten wir zu Beginn weder, ob wir alle Zeit haben würden, noch ob wir alle einen Platz bekommen werden", sagt Sabrina. Trotzdem wollten sie es ver­suchen und hatten Glück, die letzten Plätze in der insge­samt zehn Personen starken Exkursionstruppe zu be­kommen. Groß war die Überraschung dann für die sechs Mädels bei dem Vorbereitungstreffen vor der Exkursion.

Neugierig waren sie nach Düsseldorf gekommen, um den Rest der Mannschaft kennenzulernen und wichtige Infos für die Tour zu bekommen. Doch außer ihnen war niemand anders da. Der Grund: Aus organisatorischen Gründen gab es ungewöhnlicher Weise zwei ver­schie­dene Termine für ein Vortreffen. Während sich die sechs Wahlbonnerinnen zu einem Termin angemeldet hatten, hatten die übrigen Teilnehmerinnen zufällig den anderen Termin gewählt. Doch auch, wenn sie damit um die Chance gebracht waren, den anderen Teil der Alpen­truppe kennenzulernen, schauten die DStGlerinnen der großen Bergtour positiv entgegen.

Die Gruppe in der Gruppe gab es nicht
"Wenn Leute sich für so etwas anmelden, hat man schon eine gewisse Gemeinsamkeit", sagte Jenny noch vor der Tour und sollte trotz einiger Unabwägbarkeiten Recht behalten. Denn die Wanderung am ersten Tag zeigte sich gleich von ihrer herausfordernden Seite. Ein steiniger Weg, der es vor allem beim Abstieg notwendig machte, auch einmal den Rückwärtsgang einzulegen. Für einige der Teilnehmerinnen war das gleich eine harte Nuss zu Beginn.

Als die anspruchsvollere Strecke von allen bewältigt war, kam bei manchem das Hochgefühl, es geschafft zu haben. "Ich hab mich ganz gut geschlagen", sagt Sabrina rückblickend. "Ich hatte mehr Power als ich dachte." Allerdings plagte sie am nächsten Tag der Muskelkater ihres Lebens.

An wunderschönen Bergtouren
gibt es im Allgäu keinen Mangel
Nicht immer läuft alles rund

Dennoch biss sie sich durch die weniger anspruchsvolle Tour am Folgetag. Allerdings nicht ohne innere und äußere Schmerzen. "Ich bin beinahe ausgeflippt", sagt Sabrina. "Am Tag zwei hatte ich so was von keine Lust mehr." Während Sabrina auf diese Weise an ihre Grenzen ging, spielte das Schicksal Jenny anders zu. Sie hatte Pech: Bereits bei der ersten Tour vertrat sie sich den Fuß und knickte am zweiten Tag in unwegigem Gelände nochmal mehrfach um. Der Fuß wird dick, das Laufen zur Qual, aber Jenny hält bis zum Abend durch.

Die schöne Erfahrung, die sie an diesem Tag macht: "Als es nicht gut klappte mit dem Fuß, ist jemand mit mir gegangen. Es war eine tolle Erfahrung, in der Situation nicht allein zu sein", sagt sie. Was ihr zudem auffällt: Obwohl sich die Gruppe erst am Vortag kennengelernt hatte, habe man unterwegs immer wieder ohne Streit und mit viel Entgegenkommen die Route abgestimmt, damit sie für alle zu schaffen war. "Es war eine tolle Rücksichtnahme in der Gruppe. Das lief vollkommen harmonisch ab", erinnert sie sich.
Auch der Breitachklamm stattete die Gruppe mit Wanderführer Markus einen Besuch ab
Immer war Hilfe da

Und auch, wenn es im Kopf ihre gemeinsame "Abschiedstour" sein sollte, verbrachten die Freundinnen aus dem Finanzamt die Abende gemeinsam in der großen Runde. "Mal waren wir in der Sauna, mal haben wir gespielt oder uns zu einer Zimmerparty getroffen", sagt Sabrina. Und fügt bei: "Es war eine Abschlusstour, so wie wir sie uns nur haben wünschen können." Wenn es Herausforderungen gab und sie wusste, dass sie würde kämpfen müssen, seien immer auch andere da gewesen.

Nach der Alpenexkursion, bei der alle am eigenen Leib vieles über Teambuilding haben lernen können, blieb bei den Mädels aus Bonn vor allem die Erkenntnis, dass sie sich auch in der großen Gruppe wohlfühlen konnten.
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