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Sorgi sammelt statt Sorgen vor allem gute Erfahrungen
30.08.2018  
Sorgi, der Sorgenfresser der dbb jugend nrw, kommt rum im Land. In Aachen besuchte er jüngst das Sozialamt, stand den Mitarbeitern im Ordnungsamt zur Seite und schaute sich um in der Stadt. Statt Sorgen sammelte Sorgi in Aachen jedoch vor allem positive Erfahrungen.
Obwohl er eigentlich auf Reisen ging, um Sorgen zu sammeln, ist es meist etwas anderes, was sich bei seinem Anblick einstellt: ein breites Grinsen. Denn im magenta-weißen Look, mit seinen Kulleraugen und den langen Schlappohren sorgt Sorgi für Aufmerksamkeit überall da, wo er ankommt. "Im Sozialamt hat er seinen Aufenthalt hier gestartet", erzählt Alina Dickmeis, Vorsitzende der Kreisjugendgruppe Aachen. Mit dem Sorgenfresser im Arm gingen dort die ersten Mitglieder der Jugendgruppe auf Sorgenfang.

So wird Sorgi zum Kampagnentier

"In den Bauch bekam er dort nichts, aber dafür haben wir intensiv auf die Kampagne 'Gefahrenzone Öffentlicher Dienst' der dbb jugend nrw aufmerksam machen können", sagt Alina. Der knurrende Magen des Sorgenfressers darf nicht falsch gedeutet werden, weiß die Kreisjugendleiterin. "Oft tun Betroffene sich schwer damit, ihre Sorgen öffentlich zu machen", sagt sie. Andere hingegen tun rüde Gespräche als "normal" ab, weil sie sie täglich erleben. Wieder andere zeigen sich resigniert und haken die unschönen Erfahrungen bei der Arbeit mit einem "Ist halt so" ab.

Sorgenfresser mit Faible für Gesetzestexte: Sorgi
"Wir möchten gerne mit Sorgi dafür sensibilisieren, dass es nicht normal ist, beleidigt zu werden. Es muss Thema bleiben", sagt die Aachener Kreisjugendleiterin. Aus dem eigenen Arbeitsbereich weiß sie: "Es vergeht keine Woche, in der es nicht mindestens zu Ärger im Flur kommt."

Sorgi genießt die Sonne vor dem Rathaus in Aachen
Doch wo Sorgi auftaucht, ist das Thema "Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst" gleich auf dem Plan. Alina erinnert sich selbst an Inhalte, die sie im Deeskalationsseminar gelernt hat: "Keine Gegenstände, die zu Waffen werden könnten, auf dem Schreibtisch liegen lassen", war einer davon. Und sie erinnert sich auch, dass selbst Dinge wie Dekoleisten mit bunten Teelichtern zum Problem werden könnten.

Eine gute Gelegenheit, mal drüber zu reden

Aus diesem Grund sei es wichtig gewesen, mit Sorgi auf Tour zu gehen, resümiert Dickmeis. Er sensibilisiere für die Situation. Unter dieser Mission trat der Sorgen­fresser auch seine Reise ins Ordnungsamt an. "Wir machen das, um mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen, die auf der Straße unterwegs sind, wie zum Beispiel den Politessen."

Auf der Reiseroute durch Aachen lag für Sorgi zudem das Jobcenter sowie die Verkehrsüberwachung. "Die Kollegen, die die Blitzer überprüfen, werden oft ange­pöbelt", weiß die Kreisjugendleiterin. Als "Außenstation", fernab der kommunalen Behörden, bekam auch die Justizvollzugsanstalt in Aachen Besuch vom magenta Sorgenfresser.
Alle diese Informationen helfen, im Kummerkasten der Kampagnenseite angegriffen.info deutlich zu dokumentieren, was Beschäftigte im Öffentlichen Dienst für Anfeindungen und Übergriffe bei der Ausübung ihrer Arbeit erleben. Währenddessen geht Sorgi weiter auf Reisen. Nächste Station: Remscheid.