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"Kein Aids für alle" - was die dbb jugend nrw dafür tut
30.11.2018  
"Kein Aids für alle" unter dieses Motto hat die Deutsche Aidshilfe in diesem Jahr den Welt-Aids-Tag gestellt. 35 Jahre nach der Entdeckung des HI Virus ist es nötig, weiter über den Erreger aufzuklären. Aber auch über Schutzmaßnahmen und darüber, wie wirkungsvoll eine Therapie heute ist. Denn es gibt noch immer einiges, was die meisten nicht wissen.

Eigentlich sind wir alle aufgeklärt - denken wir. Noch nie war der Zugang zu Informationen leichter als in unserer Zeit. Kurz mal googeln, eben mal ins Netz gucken und schon weiß man mehr. Erschreckend aber: Über HIV wissen die meisten sehr wenig.

Noch immer haben viele Angst vor Kontakt zu HIV-Positiven

So gab bei einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Welt-Aids-Tages ein Drittel der Befragten an, dass sie Bedenken hätten, dasselbe Geschirr wie ein HIV-Positiver zu nutzen. Ein Viertel würde lieber auf die Benutzung dergleichen Toilette verzichten und 15 Prozent haben gar Bedenken, einen HIV-Positiven zu umarmen.

Am 01.12. ist Welt-Aids-Tag: Zeig Schleife!
Laut aktuellem Forschungsstand aber kann HIV im Alltag nicht übertragen werden. Unter Therapie ist HIV auch beispielsweise beim Sex ohne Kondom nicht an­steckend. Dennoch wissen 90 Prozent der Bevöl­kerung nicht um die Schutzwirkung der HIV-Therapie. In Folge dessen sind die Unsicherheiten und Vorurteile rund um eine HIV-Infektion immer noch hoch, so die traurige Bilanz zum Welt-Aids-Tag.

Trotz HIV gesunde Kinder geboren


Die BZgA hat das zum Anlass genommen, mit der Kampagne "Wissen verdoppeln" mehr Wissen rund um HIV und den Erfolg einer Therapie unter die Leute zu bringen. Eines der Kampagnengesichter ist Franziska. Sie hat HIV und trotz der Infektion mit dem HI-Virus drei gesunde Kinder zur Welt gebracht. Für die Kampagne schildert sie ihre Erfahrungen. Darunter die, dass es nicht einfach war, für die Entbindung ein Krankenhaus zu finden. Denn auch manche Ärzte wüssten offenbar nicht, dass auch eine Entbindung unter einer HIV-Therapie risikofrei möglich ist.
"Das zeigt, wie rasant schnell die medizinische Ent­wicklung voranschreitet und wie schwer es ist, Wissen rund um HIV und die Möglichkeiten einer Therapie ebenso schnell zu verbreiten", sagt Moritz Pelzer, Vorsitzender der dbb jugend nrw. Darum setzt sich die dbb jugend nrw seit vielen Jahren dafür ein, auf verschiedene Arten die Aufklärung vor allem unter jungen Menschen zu unterstützen. Aus diesem Grund zählt die Aidshilfe Düsseldorf e.V. zu den dauerhaften Kooperationspartnern des gewerkschaftlichen Jugend­dach­ver­bandes. Erst jüngst konnte Pelzer stellvertretend für den Jugendverband eine Spende in Höhe von 300 Euro an die Aidshilfe Düsseldorf e.V. übergeben.

So hilft die dbb jugend nrw

Schon seit vielen Jahren unterstützt die dbbj nrw
die Arbeit der Aidshilfe Düsseldorf e.V.
"Gerne möchten wir damit Projekte unterstützen, die die Präventionsarbeit mit Jugendlichen stützen", sagt er. Eben dies hat sich die Aidshilfe Düsseldorf aktuell besonders auf die Fahne geschrieben. Rund 80 Präventionsveranstaltungen führt der Düsseldorfer Verein jedes Jahr durch. "Die Jugendlichen erfahren dann nicht nur viele Basisinformationen zur Geschichte von HIV und Aids, zu Ansteckung und Schutzmaßnahmen, sondern auch zum neuesten Stand der Medizin und Forschung", sagt Harald Schüll, Vorstandsmitglied und Ehrenamtlicher der Schulprävention der Aidshilfe Düsseldorf.

Aus seiner eigenen Arbeit weiß er, wie sehr Informationen aus erster Hand bei Jugendlichen haften bleiben. Denn der Kontakt zu selbst Betroffenen macht für die Jugendlichen aus einem anonymen Fallbeispiel ein reales Gesicht. Mit ihrer Spende kann die dbb jugend nrw diese Arbeit unterstützen.

Damit Infektion nicht unentdeckt bleibt

"Auf HIV aufmerksam zu machen, ist auch aus einem anderen Grund ein wichtiges Unterfangen", sagt Pelzer. Denn nicht jeder weiß von seiner HIV-Infektion. "In Deutschland gibt es geschätzt 11.400 Menschen mit HIV, die nicht wissen, dass sie infiziert sind", sagt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts. Aus diesem Grund seien freiwillige Selbsttests und niedrigschwellige Testangebote so wichtig, damit Menschen mit HIV-Infektion behandelt werden können.

Auch in diesen Bereich hat die dbb jugend nrw in den vergangenen Jahren schon ihre finanzielle Unterstützung geben können. Die Aidshilfe Düsseldorf bietet regelmäßig kostenlose und anonyme Testungen an. Sie ist in dieser Arbeit ebenfalls auf Spendengelder angewiesen, aus denen dieses Angebot finanziert wird.