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Fachgespräch mit MdL Dr. Katzidis zur Attraktivität des Öffentlichen Dienstes
06.02.2019  
Ein Austausch mit MdL Dr. Katzidis führte die dbb jugend nrw am 5. Februar in den Landtag von Nordrhein-Westfalen. Den CDU-Innenpolitiker traf eine 17-köpfige Gruppe junger Gewerkschaftsmitglieder zum intensiven Gespräch. Roter Faden durch den Dialog war die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes.
Ganze drei Stunden Zeit nahm sich Dr. Christos Katzidis, innenpolitischer Sprecher der regierenden CDU-Fraktion des nordrhein-westfälischen Landtags, für die Anliegen der jungen Mitglieder unterschiedlichster Fach­gewerk­schaf­ten im dbb. Die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes war dabei ein zentrales Anliegen der ehren­amtlichen Gewerkschafter. Die Personalnot bei Polizei, Lehrern und Behörden erwies sich in vielerlei Hinsicht als drängende Problematik. Aus mehreren Berufs­gruppen wurde dabei über einen Mangel an quali­fi­zierten Bewerbungen berichtet, der zur Überlastung der Fachkräfte und kaum zur Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Dienstes führe. So fasste der Landes­jugend­leiter der dbb jugend nrw, Moritz Pelzer, die Sorgen der Gewerkschafter der Beamtenbundjugend zusammen: "Uns wurde von der Landesregierung zugesichert, dass im Öffentlichen Dienst aus den Besten die Allerbesten gemacht werden sollten. Aber bekommen wir auch wirklich weiterhin die Besten?"

Mit MdL Dr. Katzidis (vorne, 3.v.l.) trafen sich junge Gewerkschafter der dbbj nrw zum Fachgespräch

Ganze drei Stunden nahm sich der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion für das Gespräch Zeit
Katzidis nahm diese und andere kritische Fragen aufgeschlossen auf. Er lobte die Arbeit der dbb jugend nrw und den Informationsgehalt der Diskussion: "Ich nehme die Ideen gerne in meine Arbeit mit. Wir sind auf die fachlichen Meinungen der Gewerkschafter ange­wiesen."

Der Abgeordnete, der selbst jahrzehntelange Erfahrung als Polizeibeamter mitbringt, betonte die Notwendigkeit, auch unter anderen Politikern eine Vertrauensbasis etwa gegenüber Polizistinnen und Polizisten schaffen zu müssen. Der Respekt für deren Arbeit sei oft nicht von vorneherein gegeben, sondern müsse häufig erst jenseits ideologischer Debatten etabliert werden. Klare Stellung bezog Katzidis dabei für das Beamtentum. Es müsse gestärkt und durch nachhaltige Personal­entwick­lungs­konzepte weiterentwickelt werden, um so auch zu einer Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Dienstes beizutragen.
Im Rahmenprogramm des Austausches mit Katzidis informierte sich die Gruppe außerdem in einer Führung durch den Landtag über dessen Geschichte und die Grundrisse seiner Arbeitsweise in den Ausschüssen. Wie weit die eigenen politischen Einflussmöglichkeiten reichen können, wenn Bürgerinnen und Bürger ihre demokratischen Rechte wahrnehmen, wurde auch während der Führung verdeutlicht. Die eigene Gestal­tungs­möglichkeit, als Mitglied einer dbb-Fach­gewerk­schaft berufspolitische Anliegen und Fragen direkt in die Politik tragen zu können, wurde an diesem Tag von den jungen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern eindrück­lich wahrgenommen.

Ministerpräsident Laschet, den die Gruppe zufällig im Landtag traf, wurde schnell für ein Foto verpflichtet