impressum & datenschutz kontakt drucken suchen
 
Startseite Die dbbj nrw Aktuelles Arbeitsfelder Seminare Fotoalben Downloads
Warum Visitenkarten ein wichtiges Reiseutensil sein können
29.05.2019  
Sich einmal eigens für eine Reise Visitenkarten drucken zu lassen, das hätte Juliane Dickmeis nie gedacht. Jetzt aber sind sie geordert und übermorgen geht es los. Wohin und warum die kleinen Karten eine so große Bedeutung haben, erzählt sie hier.

Übermorgen reist Jule mit der dbb jugend nrw
zum ersten Mal in ihrem Leben nach China
Ihr duales Studium geht dem Ende entgegen: Gerade schreibt die 22-Jährige an ihrer Bachelorarbeit. Wenn es eines ist, das sie in ihrer derzeitigen beruflichen Ent­wicklung für vollkommen unnötig gehalten hätte, dann wären es Visitenkarten. Trotzdem hat sie sich nun welche organisiert.

Der Auslöser: Ein Treffen in der Geschäftsstelle der dbb jugend nrw. Der Grund: Es dauert nur noch zwei Tage, dann startet sie Richtung Peking. Denn Juliana Dickmeis - den meisten eher als Jule bekannt - ist Teil einer siebenköpfigen Delegation, die für zehn Tage nach China fliegt. Wer jemals selbst in dem fernen Land war, der weiß: Visitenkarten gehören neben festem Schuh­werk zur Grundausstattung einer solchen Aus­tausch­maß­nahme.

Erste Infos auf dem Vorbereitungstreffen
"Ich habe auf dem Vorbereitungstreffen eine Menge über die Gebräuche und Gewohnheiten in China gehört und weiß jetzt, dass die Chinesen nicht nur ein sehr höfliches Volk sind, sondern dass es bei der Begrüßung vor allen Dingen sehr wichtig ist, seinem Gegenüber eine Visitenkarte von sich auszuhändigen", weiß Jule nun. Diese werde mit einer leichten Verbeugung mit beiden Händen übergeben. Anschließend ebenso wichtig: die Würdigung der übergebenen Karte.

Was für Europäer seltsam anmuten mag, zeigt ein Stück der Andersartigkeit der fernen Kultur und ist einer der Gründe, warum sich Jule so ganz besonders auf die Reise freut. "Ich bin noch nie außerhalb von Europa gewesen", sagt sie. Alleine würde sie niemals nach China fahren. Doch die dbb jugend nrw-Familie gibt dem noch recht frisch gebackenen neuen dbb jugend-Mitglied die nötige Unterstützung, um das Abenteuer zu starten. Worüber sie sich zudem freut: "Auch meine Schwester kommt mit."

Jule begleitete chinesische Delegation in Deutschland
Einen kleinen Eindruck von Land und Leuten und den Gewohnheiten in China hat sie bereits bei einer um­ge­kehrten Austauschaktion sammeln können. "Als eine Delegation aus China bei uns zu Gast war, war ich auch einen Tag in Deutschland mit dabei", sagt die Monschauerin. Auch das Gespräch mit zwei weiteren Mitgliedern der dbb jugend nrw über deren Erfahrungen in China hat sie neugierig gemacht.

Doch es gibt auch Dinge, auf die sie bereits gut vor­be­reitet ist: Das Essen werde grundweg anders werden, weiß sie. Bei einem Auslandsstudium in Polen hat Jule vor einiger Zeit mit einer Chinesin zusammen gewohnt. "Sie hat auch hin und wieder für uns gekocht", sagt Jule. Einmal staunte sie nach ihrer Ankunft zu Hause beim Blick in den Kochtopf nicht schlecht. Es lagen Hühner­füße darin. "Etwas seltsam für uns - für die Chinesen eine Delikatesse", kommentiert sie den Schreckensfund von damals.

Jule war dabei (vorne links) als eine Gruppe
aus China im letzten Jahr in NRW zu Gast war
Heute ist der Kontakt zu ihrer chinesischen Mitbewohnerin sporadisch geworden. Denn in China hat man keinen Zugriff auf die sozialen Netzwerke, die wir hier nutzen, sagt die 22-Jährige. Der Zugang ist dort gesperrt. Auch das weiß sie schon für ihren eigenen Aufenthalt. Von daher ist Jule schon jetzt sehr gespannt auf die Eindrücke, die sie auch von der Politik des Landes haben wird. Sie selbst möchte jedoch aus Gründen der Höflichkeit nicht zu offensiv danach fragen. Das weiß sie ebenfalls schon jetzt.

Der gute Eindruck im fremden Land ist ihr wichtig

Überhaupt ist es ihr sehr wichtig, sich im fremden Land angemessen zu verhalten. Darum freut sich Jule, auf dem Vor­bereitungs­treffen einen China-Knigge bekommen zu haben. Den möchte sie zuvor unbedingt durchblättern. Auf ihrem persönlichen Programm steht außerdem noch eine Dokumentation über das Land der aufgehenden Sonne sowie ein Buch, dass sie eigentlich ihrer Schwester zum Geburtstag geschenkt hat, aber in das sie gerne vorher selbst noch einen Blick werfen möchte.

Das, was sie selbst in China erleben wird, will sie auf jeden Fall mit der dbb jugend nrw-Family teilen. Nach ihrer Rückkunft wird sie uns davon erzählen. Und auch, wie viele Visitenkarten sie dann noch übrig hat.