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Neue Untersuchung zum Thema Übergriffe im Öffentlichen Dienst
22.11.2019  
Wie viele Kommunalbeschäftigte haben schon einen Übergriff erlebt und was gibt den Betroffenen in solchen Situa­tio­nen Sicherheit? Antworten auf diese Fragen gibt eine Studie von Münsteraner Forschern, die im Auftrag der komba nrw gemacht wurde. Nun werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt.

Eine Vermutung hier und eine Erhebung da - wenn über Angriffe auf Beschäftigte im Öffentlichen Dienst gesprochen wird, gibt es keine Zahl, die das gesamte Ausmaß des Dilemmas klar beziffern könnte. Das will nun eine neue Studie der komba nrw ändern - zumindest für die Kommunalbeschäftigten.

Live dabei sein? - Ergebnisse werden am 5. Dezember vorgestellt


Sechs Kommunen lieferten von Sommer 2018 bis Frühjahr 2019 Daten für die wissenschaftliche Erhebung, die eine Münsteraner Forschergruppe aus dem Institut für Polizei- und Kriminalwissenschaften der Fachhochschule für öffent­liche Verwaltung NRW im Auftrag der komba nrw untersuchte. Die genauen Ergebnisse der Studie werden im Beisein von Kommunalministerin Ina Scharrenbach in einem Praxisdialog am 5. Dezember in Gelsenkirchen vorgestellt.

Die von der komba initiierte Studie soll helfen, ein klareres Lagebild zu zeichnen. Konkret zeigte sich, dass Beschäftigte im Außendienst wie die Ordnungsamtsmitarbeiter oder Sozialarbeiter besonders gefährdet sind, Opfer von Übergriffen zu werden. Das eine ist, dies zu erkennen und in den Fokus zu stellen. Das andere, konkrete Handlungsempfehlungen zu geben. Auch damit haben sich die Forscher beschäftigt, die hinter der neuen Studie der komba nrw stehen. Sie haben sich auch mit der Frage befasst: Was hilft konkret? In welchen Bereichen könnte eine bessere Schutzausrüstung mehr Schutz bieten?

Sicherheitsstrategien müssen geübt werden, um Standard zu werden

Die Ergebnisse der neuen komba-Studie werden
am 5. Dezember in Gelsenkirchen vorgestellt
In Zusammenhang damit nahmen die Forscher auch andere Sicherheitsaspekte unter die Lupe. So zum Beispiel Kommunikations- und Deeskalationsstrategien und Notfallsysteme am Schreibtisch. Das Problem: Diese gibt es zwar, aber der Umgang damit muss regelmäßig geübt werden, um zum sicheren Standard zu werden. Während die Notfallknöpfe und Tastaturkürzel bereits in den meisten Verwaltungen existieren, fehle aber ein kommunales Gesamtkonzept, moniert Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw.

"Von großer Bedeutung ist auch die Behandlung des Themas Sicherheit durch die Vorgesetzen, die ihre Mitarbeiter motivieren und bei Gewaltvorkommnissen unterstützen müssen", sagt Studienleiter Prof. Bernhard Frevel.
In Gelsenkirchen können die Teilnehmer im Anschluss an die Vorstellung der Ergebnisse in Workshops wie "Sicherheit und Personal" oder "Sicherheit und rechtliche Grundlagen" über die Umsetzung in den Verwaltungen diskutieren. Anmeldungen sind möglich bei der komba gewerkschaft nrw, Norbertstraße 3, 50670 Köln oder per E-Mail: persuhn@komba.de. Hier gibt es nähere Infos zum Programm.