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FDP-Werkstattgespräch: Zukunft des Öffentlichen Dienstes
12.12.2019  
Wie kann der Öffentliche Dienst attraktiver werden? Zu diesem Thema organisierte die FDP-Landtagsfraktion NRW ein Werkstattgespräch mit dem Titel "Zukunft des öffentlichen Dienstes". Als Referent hielt dbb-Landesjugendleiter Moritz Pelzer einen Impulsvortrag zu der Frage, was getan werden muss, um die Jugend für den Öffentlichen Dienst zu gewinnen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und personalpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Ralf Witzel begrüßte die knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im nordrhein-westfälischen Landtag. Als Impulssprecher zum Thema "Öffentlicher Dienst der Zukunft - Was ist zu tun?" hieß er willkommen: Roland Staude (DBB NRW), Prof. Dr. Lars Oliver Michaelis (Lehrstuhl für Staats- und Beamtenrecht der FHöV NRW) sowie Moritz Pelzer (dbb jugend nrw).

"Angriffe auf die Bediensteten sind ein Angriff auf uns alle"
In seinen Eingangsworten machte Witzel deutlich, dass die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst mehr Wert­schätzung verdient hätten, wenn man an Böllerwürfe, Übergriffe oder Fäkalienwürfe im Hambacher Forst denke. "Angriffe auf die Bediensteten sind ein Angriff auf uns alle", machte Ralf Witzel unmissverständlich klar. Der Öffentliche Dienst sei eine wichtige Stütze für das gesellschaftliche Zusammenleben.

In den Impulsvorträgen wurden mehrere zentrale Themen angesprochen: Konzepte des Gewaltschutzes für die Repräsentanten des Staates, Bewerber­gewinnung in Zeiten des Fachkräftemangels, Förderung eines schnelleren Aufstiegs bei besonderen Leistungs­trägern, moderne Arbeitswelt und Arbeits­organisation, Flexibilität durch Lebensarbeitszeitkonten, Dienstrechts­modernisierung sowie die Generation Z und ihre Ein­stellung zur Arbeitswelt.
(c) FDP Landtagsfraktion NRWMit knapp 100 Teilnehmern war das Werkstatt-gespräch der FDP im NRW-Landtag gut besucht
Sicher ist ein Arbeitsplatz dann, wenn er Schutz vor Übergriffen bietet

Landesjugendleiter Moritz Pelzer verwies in einer kurzen Präsentation auf die Ergebnisse der aktuellen Shell Jugendstudie und leitete die Erkenntnisse für den Öffentlichen Dienst ab. Er stellte heraus, an welchen Stellschrauben die Politik drehen könnte, um aus Sicht der nordrhein-westfälischen Beamtenbundjugend die Arbeit im Öffentlichen Dienst für junge Menschen attraktiver zu gestalten. Hierzu gehört neben monetären Anreizen auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Lebensarbeitszeitkonten, Sabbaticals, technische Ausstattung, moderne Dienststellen, eine zukunftsfähige Ausbildung und ein sicherer Arbeitsplatz.
(c) FDP Landtagsfraktion NRW
dbb-Landesjugendleiter Moritz Pelzer (2.v.r.) stellte
in einem Impulsvortrag die Sicht der Jugend dar
Hier waren es vor allem zwei Aspekte, die Pelzer deutlich machte: Sicher sei ein Arbeitsplatz dann, wenn nach der Ausbildung unbefristet übernommen und verbeamtet werde. Sicher sei ein Arbeitsplatz auch, wenn er Schutz biete vor Übergriffen und Anfeindungen, denen sich Be­schäftigte im Öffentlichen Dienst zunehmend ausgesetzt sehen. An dieser Stelle wies Pelzer auf die national und international prämierte Anti Gewalt-Kampagne "Gefahren­zone Öffentlicher Dienst" hin, mit der sich die dbb jugend nrw seit vielen Jahren und mit großem Erfolg für mehr Schutz und Sicherheit für die Beschäftigten einsetzt.

Nach einer intensiven Diskussion mit den Anwesenden kam Ralph Bombis, stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Landtags, zu dem Fazit, dass der Öffentliche Dienst in der Zukunft gute Chancen habe, attraktiver zu werden. Bombis freute sich über den regen Austausch und die vielen "Hausaufgaben" für die FDP-Landtagsfraktion.