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Die Ausbildung von Beamten im Öffentlichen Dienst
Beamte üben die unterschiedlichsten Berufe bei Behörden des Bundes, der Länder oder den Kommunen aus. Je nachdem, ob der Arbeitgeber (der "Dienstherr" gennant wird) der Bund, das Land oder die Kommune ist, spricht man von Bundes-, Landes- oder Kommunalbeamten. Die Beamten machen etwa ein Drittel der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst aus - neben den Arbeitnehmern, die den größeren Anteil stellen. Die Tätigkeiten werden dabei in Laufbahnen des einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienstes unterteilt. Beamtenberufe sind durch Ausbildungs- und Laufbahnverordnungen des Bundes beziehungsweise der Länder geregelt.

Das Berufsbeamtentum soll, gegründet auf Sachwissen, fachliche Leistung und loyale Pflichterfüllung, eine stabile Verwaltung sichern und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger die dauerhafte und zuverlässige Aufgabenerfüllung gewährleisten. Deshalb sind heute vor allem in den Kernbereichen der traditionellen Verwaltung, insbesondere in Leitungsfunktionen sowie in Bereichen mit hoheitlichen Befugnissen (Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug, Finanzverwaltung) überwiegend Beamtinnen und Beamte beschäftigt. Aber auch in vielen Bereichen der Leistungsverwaltung liegt der Beamtenanteil relativ hoch (z.B. Lehrer). Im Gesundheitswesen, in den Sozialdiensten sowie in den technischen Berufen sind die Beschäftigten weitgehend in einem Arbeitnehmerverhältnis beschäftigt.

Wo werden Beamte ausgebildet?
Die Ausbildung der Beamtenanwärter/innen erfolgt im Rahmen eines Vorbereitungsdienstes. Die theoretische Ausbildung findet an Verwaltungsschulen, anderen Bildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung oder an Fachhochschulen statt. Die praktische Ausbildung erfolgt bei der jeweiligen Ausbildungsbehörden des Bundes, der Länder oder der Kommunalverwaltungen.

Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildungsdauer im Vorbereitungsdienst ist beim Bund und in den einzelnen Ländern in Abhängigkeit von Laufbahn und Fachrichtung unterschiedlich festgesetzt. In der Regel dauert sie zwischen ein und drei Jahren.

Welche Zugangsvoraussetzungen sind für eine Beamtenausbildung erforderlich?
Für die einzelnen Laufbahnen gelten unterschiedliche Anforderungen an die schulische Vorbildung:

Für den einfachen Dienst wird der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss vorausgesetzt. Für den mittleren Dienst wird mindestens der mittlere Bildungsabschluss oder der erfolgreiche Besuch einer Hauptschule und eine förderliche abgeschlossene Berufsausbildung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand gefordert. Für eine Laufbahn im gehobenen nichttechnischen Dienst ist mindestens die Fachhochschulreife erforderlich. Für den gehobenen technischen Dienst ist ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium erforderlich. Bewerber/-innen für den höheren technischen und nichttechnischen Dienst müssen ein Hochschulstudium absolviert haben.

Darüber hinaus müssen Bewerber/-innen folgende beamtenrechtliche Voraussetzungen erfüllen:
- deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union
- Gewähr für das Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes
- Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter, das heißt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse, guter Leumund, nicht entmündigt und nicht vorbestraft
- Eignung für die Laufbahn aufgrund der charakterlichen, geistigen und körperlichen Anlagen, die gegebenenfalls durch unterschiedliche Auswahlverfahren festgestellt wird; obligatorisch: ärztliche Einstellungsuntersuchung
- Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen nicht überschritten werden.

Gibt es ein Auswahlverfahren?
Art und Umfang der Auswahlverfahren regeln Bund und die einzelnen Länder unterschiedlich. In der Regel erfolgt die Auswahl nach Zeugnisnoten und den Ergebnissen der Einstellungsprüfung, in der z. B. die sprachlichen und logisch-analytischen Fähigkeiten (Rechtschreibung, Sprachbeherrschung, mathematisches Verständnis etc.) sowie Allgemeinwissen (aktuelle politische und gegenwartskundliche Fragen, geschichtliches Wissen), Urteilsvermögen, Merkfähigkeit, Arbeitseffizienz und Arbeitsorganisation geprüft werden. Gegebenenfalls beinhaltet das Auswahlverfahren auch einen mündlichen Teil, wie z. B. eine Diskussionsrunde der Bewerber/innen oder/und ein Vorstellungsgespräch.

Über die verschiedenen Beamtenberufe kannst du dich umfassend bei der Agentur für Arbeit informieren.