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40 Jahre Aidshilfe Düsseldorf – dbb jugend nrw seit 2008 mit dabei

Gesellschaftspolitik
26. November 2025

Alles begann 1985 als kleine Selbsthilfeinitiative. Heute ist die Aidshilfe Düsseldorf eine der wichtigsten Beratungs-, Präventions- und Community-Einrichtungen in der Region. Sie setzt sich für Aufklärung, Vielfalt, Solidarität und die Unterstützung von Menschen mit HIV und Aids ein. Wir als dbb jugend nrw sind stolz, seit 2008 an ihrer Seite zu stehen.

HIV ist heute behandelbar – aber Aufklärung, Prävention und der Abbau von Vorurteilen sind wichtiger denn je. Oft ist es Unsicherheit oder Unwissen. Unter anderem hier setzt die Aidshilfe an. In Workshops zeigt sie jeden Tag, wie moderne und vielfältige Präventionsarbeit aussieht: ob beim Testprojekt „Checkpoint Düsseldorf“, in Workshops für Jugendliche, in der trans*-Beratung, bei der Arbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte oder in ihren Angeboten für queere Seniorinnen und Senioren.

Die Aidshilfe begegnet Fehlwissen mit echtem Know-how und einer Haltung, die wir zu 100 Prozent teilen: Wissen schützt. Offenheit hilft. Vielfalt gewinnt!

Nicole SchornVorsitzende dbb jugend nrw

„Wir haben viel erreicht in den letzten 40 Jahren“, sagt Yvonne Hochtritt von der Aidshilfe Düsseldorf. Auch wenn die finanzielle Situation durch geplante Kürzungen bei Mitteln für die HIV/STI-Prävention im Landeshaushaltsentwurf ein Erdbeben für den Hilfsverein bedeutete. Für Düsseldorf wurden es konkret 24.000 Euro weniger.

Das ist ein Wehrmutstropfen im Jubiläumsjahr der privaten Selbsthilfeorganisation, der Einfluss auf die Arbeit im Moment hat. „Wir haben uns in 40 Jahren immer wieder angepasst an neue Zielgruppen“, betont Hochtritt. Zum HIV-Test-Checkpoint ist eine Transberatung hinzugekommen, Queer-Gruppen, betreutes Wohnen oder schwule Seniorenarbeit.

Das hat auch die Themensetzung verändert. „Als wir uns gründeten, war das in einer Zeit, in der man die Diagnose Aids bekam und dann klar war: ‚noch zwei oder drei Jahre, dann bist du tot‘“, sagt Hochtritt. Mit der besseren Behandelbarkeit muss das zwar hierzulande niemand mehr fürchten, aber es kamen andere Themen, die die Arbeit der Aidshilfe prägten: Stigmatisierung Infizierter sowie Wissen um sexuell übertragbare Krankheiten insgesamt.

Warum wir die Aidshilfe so feiern

Für die dbb jugend nrw als Jugendverband ist vor allem eines entscheidend in der Kooperation mit der Aidshilfe: junge Menschen mit diesen Themen erreichen zu können. Denn ob im Privatleben oder im Job: Überall können solche Themen eine Rolle spielen. „Die Aidshilfe begegnet Fehlwissen über HIV oder sexuell übertragbare Krankheiten mit niedrigschwelligen Angeboten, echtem Know-how und einer Haltung, die wir zu 100 Prozent teilen: Wissen schützt. Offenheit hilft. Vielfalt gewinnt“, betont Nicole Schorn, Vorsitzende der dbb jugend nrw. Darum war und ist die Aidshilfe Düsseldorf auch immer wieder zu Gast auf Landesjugendausschuss-Tagungen der dbb jugend nrw.

Gemeinsam unterwegs – seit 2008

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen startete 2008. Seitdem ist aus einer Kooperation eine echte Verbundenheit geworden. Es fanden Kondom-Aktionen statt, Spenden wurden gesammelt, Workshops begleitet, der Welt-Aids-Tag jedes Jahr groß gemacht und im vergangenen Herbst machte sich die dbb jugend nrw politisch stark gegen die geplante Mittelkürzung durch die Landesregierung. „Selbst in Krisenzeiten – wie während der Pandemie – haben wir dazu beigetragen, dass wichtige Angebote der Aidshilfe bestehen bleiben konnten“, sagt Schorn.

40 Jahre gel(i)ebte Vielfalt – und wie geht’s weiter?

Die Aidshilfe Düsseldorf ist ein unverzichtbarer Teil der Düsseldorfer Community – vielfältig, engagiert, kompetent und immer am Menschen orientiert. Wir sagen:

Herzlichen Glückwunsch zu 40 Jahren!

Danke für euren Einsatz, eure Energie und eure Offenheit. Auf viele weitere gemeinsame Jahre, Aktionen und engagierte Menschen, die sich für Aufklärung und Respekt einsetzen.

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