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Gemeinsam gegen Gewalt: dbbj nrw bei Sicherheitskonferenz der Justiz

Gewalt gegen Beschäftigte
6. November 2025

In der Justiz gehört Gewalt zum Berufsalltag. Doch wer schützt eigentlich die, die täglich Recht und Ordnung sichern? Bei der ersten Sicherheitskonferenz im nordrhein-westfälischen Justizministerium wurde das zur zentralen Frage. Mitten drin: die dbb jugend nrw mit ihrer Expertise.

Wenn es um Sicherheit im Job geht, dann darf die Deutsche Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw) nicht fehlen. Bei der ersten Sicherheitskonferenz im Justizministerium NRW in Düsseldorf stand der Schutz der Beschäftigten im Mittelpunkt. Mit dabei: Nicole Schorn, Vorsitzende der dbb jugend nrw. Sie stellte die Kampagne „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ vor – eine Initiative, die das Thema seit Jahren sichtbar macht.

Wer sich für unser Gemeinwohl einsetzt, verdient Respekt, Schutz und volle Rückendeckung.

Dr. Benjamin LimbachNRW-Justizminister

Ob in Gerichtssälen, Justizvollzugsanstalten oder im Außendienst: Beschäftigte der Justiz erleben immer wieder Bedrohungen, Beleidigungen oder körperliche Übergriffe. Minister Limbach machte in seiner Eröffnungsrede deutlich: „Niemand, der im Dienst des Rechts steht, muss Übergriffe hinnehmen. Wer sich für unser Gemeinwohl einsetzt, verdient Respekt, Schutz und volle Rückendeckung.“

Doch das Thema endet nicht bei besseren Schutzwesten oder Alarmknöpfen. Nicole Schorn machte klar: „Übergriffe im Job nicht hinzunehmen und sie anzuzeigen, ist das eine – aber wir müssen auch darüber reden, was das für die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes bedeutet. Kein Mensch will in einem Beruf arbeiten, in dem Beleidigungen zum Alltag gehören. In Zeiten des Nachwuchsmangels ist das fatal.“

„Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ macht Problem sichtbar

Schon seit neun Jahren beschäftigt sich die dbb jugend nrw intensiv mit dem Thema Gewalt im Dienst. Mit der Kampagne „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“, einem Kummerkasten für Betroffene und umfangreichen Informations- und Unterstützungsangeboten hat der Jugenddachverband frühzeitig ein Bewusstsein geschaffen – zu einer Zeit, als noch kaum jemand über Angriffe auf Feuerwehrleute, Sanitäter oder Mitarbeitende in Ämtern sprach.

„Wir haben über die Jahre ein starkes Netzwerk aufgebaut und bringen Menschen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen“, so Schorn. Genau das zeigte sich auch auf der Sicherheitskonferenz im Ministerium: Neben Verbänden und Landtagsabgeordneten nahmen Leitungen von Gerichten, Staatsanwaltschaften, Justizvollzugsanstalten und Ausbildungseinrichtungen teil – ein breites Bündnis, das gemeinsam an Lösungen arbeitet.

Grundsatzerklärung gegen Gewalt in Justiz verabschiedet

Im Anschluss an die Veranstaltung wird eine „Grundsatzerklärung gegen Gewalt in der Justiz“ verabschiedet. Für Nicole Schorn ein wichtiges Signal: „Je mehr Akteure mitziehen – von der Politik über Arbeitgeber bis zu Hilfsnetzwerken – desto wirksamer können wir Beschäftigte schützen.“

Und das Engagement geht weiter: Auch die dbb jugend nrw führt jährlich eine Sicherheitskonferenz durch – in diesem Jahr bereits zum 11. Mal. Außerdem wird Nicole Schorn im November bei den Orange Days über die Erfahrungen der Gewerkschaftsjugend berichten – und zeigen, dass Gewalt gegen Beschäftigte niemals hingenommen werden darf.

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