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Jugend trifft Politik: miteinander reden statt übereinander

Politische Gespräche
3. Februar 2026

„Gerade in Zeiten, in denen politische Debatten immer häufiger übereinander statt miteinander geführt werden, ist dieses Format ein starkes Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass wir bereit sind zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Mit diesen Worten eröffnete Vorsitzende Nicole Schorn den gut besuchten Parlamentarischen Abend der dbb jugend nrw. In den Austausch mit den jungen Gewerkschaftsmitgliedern traten Bürgermeister/innen, Landtagsabgeordnete sowie zwei Staatssekretäre.

Bereits zum 5. Mal führte der gewerkschaftliche Jugenddachverband seine Veranstaltung „Meet & Greet – Jugend trifft Politik“ im Düsseldorfer Maxhaus durch. Alles andere als selbstverständlich, wie Schorn betonte: „Fünf Treffen, bei denen Politik und junge Gewerkschaftsmitglieder aus dem Öffentlichen Dienst ins Gespräch kommen. Fünf Treffen, die zeigen: Dialog ist möglich, Austausch ist notwendig – und er lohnt sich.“

Und zu besprechen gab es auch dieses Jahr wieder viel: „Weltweit erleben wir Kriege, geopolitische Spannungen, autoritäre Entwicklungen und eine zunehmende Verrohung politischer Debatten. Diese Unsicherheit spüren die Menschen – auch hier in Deutschland. Und sie spüren sie besonders dort, wo der Staat sichtbar wird: in Verwaltungen, Schulen, Behörden, bei Polizei, Justiz, Feuerwehr, in der sozialen Daseinsvorsorge“, machte Schorn in ihrer Eingangsrede deutlich. Gerade jetzt sei es daher wichtig, den Staat zu stärken, den Öffentlichen Dienst zu stärken und deren Beschäftigte zu stärken, schlussfolgerte Schorn.

Eröffnet wurde der Parlamentarische Abend durch die Vorsitzende der dbb jugend nrw Nicole Schorn

Ideen, wie das gelingen könnte, hat der Jugendverband zahlreiche: das Ehrenamt unterstützen, den Öffentlichen Dienst entstauben und modern aufstellen sowie die Stärken Künstlicher Intelligenz (KI) klug einsetzen. Zu jedem dieser drei Themenfelder hat die dbb jugend nrw Positionspapiere mit konkreten Vorschlägen erarbeitet, die den Vertreter/innen aus der Politik im Maxhaus an die Hand gegeben wurden.

Neues Positionspapier „KI entlastet – wir gestalten“

Mit dem jüngsten von ihnen, „KI entlastet – wir gestalten“, schien die dbb jugend nrw einen besonderen Nerv getroffen zu haben. Wie der anwesende Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Dirk Günnewig, in seinem Grußwort betonte, ist der Einsatz von KI in der Finanzverwaltung ein großes Thema. Günnewig, der auch für die Modernisierung der Finanzverwaltung zuständig ist, machte deutlich, wie wichtig es sei, digitale Chancen zu nutzen, um die Beschäftigten zu entlasten. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, dass menschliche Letztentscheidung bei den Beschäftigten verbleiben muss. Ein Punkt, dem auch die dbb jugend nrw in ihrem Positionspapier hohe Bedeutung beimisst.

Für den Landesjugendring NRW nahm Marei Schmoliner (Vorsitz) an der Veranstaltung der dbb jugend nrw teil (3.v.l.)

Vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen nahm Staatssekretär Lorenz Bahr teil. Wie Günnewig war auch Bahr zum wiederholten Male zu Gast bei der dbb jugend nrw. Er hob deren wichtige Arbeit hervor und betonte die Wichtigkeit von Jugendverbandsarbeit und dem ehrenamtlichen Engagement junger Menschen. Das Angebot von Staatssekretär Bahr, auch weiterhin in gutem Kontakt zu bleiben, nahm die dbb jugend nrw gerne an.

Viel Gelegenheit zum informellen Austausch

Im Laufe des Abends boten sich für die Mitglieder der dbb jugend nrw viele Gelegenheiten, mit den Vertreter/innen von Ministerium, Landtag und Kommunen ins Gespräch zu kommen. Die dbb jugend nrw bedankt sich bei allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben.

Ihr Beteiligungsformat „Meet & Greet – Jugend trifft Politik“ führt die dbb jugend nrw in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendwerk der dbb jugend nrw e.V. durch. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von der BBBank, die durch ihre großzügige Unterstützung den großen Erfolg dieses Formats erst möglich macht.

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