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„KI entlastet – wir gestalten“: Jahresthema der dbb jugend nrw 2026

Öffentlicher Dienst
11. März 2026

Die öffentliche Verwaltung steht vor einem Umbruch: Während die Bemühungen zur Digitalisierung im Öffentlichen Dienst seit Jahren im Schneckentempo voranschreiten, werden sie längst vom Thema Künstliche Intelligenz überholt. KI verändert bereits heute Arbeitsprozesse, Entscheidungsgrundlagen und den Umgang mit Daten – und damit auch den Arbeitsalltag der Beschäftigten im Staat.

Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend auch im Öffentlichen Dienst eingesetzt. Sie kann Verwaltungsprozesse automatisieren, Daten schneller auswerten und Beschäftigte bei Routineaufgaben unterstützen. Gleichzeitig stellt ihr Einsatz Verwaltung, Politik und Beschäftigte vor neue Fragen – etwa zu Verantwortung, Qualifizierung und Mitbestimmung. Die dbb jugend nrw hat deshalb „KI entlastet – wir gestalten“ zu ihrem Jahresthema 2026 gemacht.

Für die dbb jugend nrw ist klar: Wenn der Öffentliche Dienst auch morgen leistungsfähig, attraktiv und bürgernah sein soll, muss er sich jetzt mit dem Einsatz von KI auseinandersetzen und die Rahmenbedingungen gestalten.

Vom Digitalisierungsstau zur KI-Debatte im Öffentlichen Dienst

„Wir halten das für absolut drängend und haben uns aus diesem Grund das Thema KI im Öffentlichen Dienst als Jahresthema auf die Agenda gesetzt“, sagt Nicole Schorn, Vorsitzende des gewerkschaftlichen Jugenddachverbandes.

Denn eines ist offensichtlich: Viele Digitalisierungsprojekte wurden in der Vergangenheit zu langsam umgesetzt. Verfahren, die eigentlich längst digital laufen könnten, sind noch immer papierbasiert oder stark bürokratisiert. Schon länger fordert die dbb jugend nrw eine stärkere Digitalisierung der Verwaltung und diskutiert auch den möglichen Einsatz von KI im Öffentlichen Dienst.

Gleichzeitig entstehen mit KI völlig neue Möglichkeiten. Sie reichen von automatisierten Routinetätigkeiten über intelligente Auswertung großer Datenmengen bis hin zu digitalen Assistenzsystemen, die Beschäftigte im Arbeitsalltag unterstützen können, Prozesse beschleunigen könnten und damit auch den Bürgerinnen und Bürgern direkt zugutekommen. Schon heute wird zudem diskutiert, ob KI sogar beim Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst helfen kann.

Die Frage ist nicht, ob KI in der Verwaltung eingesetzt werden sollte. Die entscheidende Frage ist, wie sie eingesetzt wird. Das zu gestalten gilt es jetzt.

Nicole SchornVorsitzende dbb jugend nrw

„KI entlastet – wir gestalten“, lautet das Motto unter das die dbb jugend nrw ihr Jahresthema gestellt hat. Künstliche Intelligenz kann Beschäftigte tatsächlich entlasten – etwa indem sie immer gleiche Routineaufgaben übernimmt, Informationen schneller zugänglich macht oder bei komplexen Abläufen hilft. Gleichzeitig darf KI aber nicht einfach „über die Verwaltung kommen“. Schorn macht deutlich: „Die Verwaltung muss in der Verantwortung und Gestaltung von Menschen bleiben – den Menschen, die täglich im Öffentlichen Dienst arbeiten, Hintergründe von Abläufen kennen, moralische Verantwortung übernehmen und menschlich und im Dialog entscheiden.“

KI braucht klare Regeln und Mitbestimmung

Das macht deutlich, dass der Einsatz von KI niemals ein rein technisches Projekt sein darf. Er ist eine arbeits-, organisations- und gesellschaftspolitische Aufgabe, in die Beschäftigte frühzeitig eingebunden werden müssen, Qualifizierung mitgedacht werden muss, und klare rechtliche sowie ethische Rahmenbedingungen festgelegt werden müssen. „Nur so kann KI ihr Potenzial entfalten, ohne Transparenz, Mitbestimmung und Vertrauen zu gefährden“, sagt Schorn.

dbb jugend nrw will Debatte über KI im Öffentlichen Dienst

Mit ihrem Jahresthema will die dbb jugend nrw genau diese Debatte vorantreiben. Im Laufe des Jahres wird sich der Verband intensiv mit Chancen, Risiken und konkreten Einsatzmöglichkeiten von KI im Öffentlichen Dienst beschäftigen – gemeinsam mit Beschäftigten, Expertinnen und Experten sowie politischen Entscheidungsträger/innen.

„Denn eines ist klar: Die Frage ist nicht mehr, ob Künstliche Intelligenz im Öffentlichen Dienst eingesetzt wird – sondern wie. Die dbb jugend nrw will diese Entwicklung aktiv mitgestalten“, sagt Schorn. Ein Positionspapier zum Einsatz von KI im Öffentlichen Dienst gibt es bereits.

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